Logo
Kirche

Zum Bettag raus an die Öffentlichkeit

19.08.2020
Seit mehr als 100 Jahren gibt der Thurgauer Kirchenrat eine Bettagsansprache heraus, die am Bettag oder am Sonntag davor in den evangelischen Thurgauer Gottesdiensten verlesen werden sollte. Nun will sich der Kirchenrat über Medien und Webseite erstmals direkt an die gesamte Öffentlichkeit wenden, um eine breitere Wirkung zu erzielen.

Der Kirchenrat der Evangelischen Landeskirche Thurgau verzichtet in diesem Jahr erstmals auf die Herausgabe seiner klassischen Bettagsansprache. Damit geht eine lange Tradition zu Ende: Die Bettagsansprache des Kirchenrates war in den letzten Jahren immer von Pfarrerinnen und Pfarrern im Auftrag der Kantonalkirche verfasst worden.

Schnittstelle zwischen Kirche und Staat 
Ausgehend von biblischen Bezügen setzte sich die Bettagsbotschaft mit den Begriffendes Dankens, der Busse und des Betens auseinander. Vom Charakter her war und ist der Bettag so etwas wie eine «Schnittstelle» zwischen dem Staat und den Kirchen beziehungsweise Religionen. Aus kirchlicher Sicht liegt es nahe, an die politische und gesellschaftliche Verantwortung zu erinnern, die sich aus der Botschaft des Evangeliums für die Einzelnen und die Kirchen ergibt.

Botschaft in der Presse
Zwar verzichtet der Thurgauer Kirchenrat darauf, eine Bettagsansprache zu veröffentlichen. Er will aber die Tradition neu weiterführen, da der Bettag jedes Jahr neu das Verhältnis von Staat und Kirche symbolisiert. Deshalb wird der Kirchenrat seine christliche Botschaft des Danks, der Ermutigung und der Ermahnung in einer neuen Form herausgeben. Er will sich in Zukunft über die Gottesdienstgemeinde hinaus an die Bevölkerung wenden. Am 19. September 2020, dem Samstag vor dem Bettag, wird der Kirchenrat in der «Thurgauer Zeitung» und im «Bote vom Untersee und Rhein» eine Bettagsbotschaft veröffentlichen, die sich an die Mitglieder der Landeskirche und an die breite Öffentlichkeit richtet. In Zukunft will der Kirchenrat sich am Bettag auch über eine Videobotschaft vernehmen lassen.

 

(Ernst Ritzi)

 

An christliche Prinzipien erinnern

Der Eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag ist in seiner Entstehung im 19. Jahrhundert ein kirchlich-staatlicher Feiertag, an dem Staat und Kirchen die Mitbürgerinnen und Mitbürger an die gemeinsamen christlichen Prinzipien des Zusammenlebens erinnern wollten. Auch im Thurgau wurde das Bettagsmandat zu jener Zeit von der Regierung verfasst und am Bettag in den Kirchen verlesen. Erst im 20. Jahrhundert war es der Evangelische Kirchenrat, der ein Bettagmandat herausgab, das an die Mitglieder der Landeskirche gerichtet war. In ihrer üblichen Form wurde die Bettagsansprache – wie das Bettagsmandat des Kirchenrates bezeichnet wurde – am Sonntag vor dem Bettag von den Kanzeln verlesen. In einigen Thurgauer Kirchgemeinden gehörte die kirchenrätliche Bettagsansprache zum festen Bestandteil des Bettagsgottesdienstes. (er)


Von Jürg Hartmann erfasst am 28.11 2019 21:42

Zum Thema "Glaubensvorstellungen"

Fragen an Buddha Fragen an Allah Fragen an Gott Fragen an Manitou Fragen an Mohammed Fragen an das Göttliche im Menschen Wenn ich mir vorstelle, das Göttliche würde mir gegenübersitzen, was wäre dann? So setze ich mich hin und bitte das Göttliche, mir gegenüber Platz zu nehmen. Die Stühle sind bequem, sehr geeignet, ganz hier zu sein. Ganz. Da sitzen wir zwei, schweigsam, nachdenklich aber ganz da. Mich sieht man gut, mich erkennt man gut, das Göttliche aber lässt weder Worte noch Bilder zu, denn in Worte und Bilder gefasst ist das Göttliche nicht mehr göttlich sondern menschlich. Für unsere Kinder sind die Bilder wichtig und notwendig, für erwachsene Menschen bezweifle ich das ernsthaft. Die Antworten aber, die kann ich hören, vielleicht auch wahrnehmen, das reicht, muss reichen. Und so komme ich zu meiner ersten Frage: «Ich weiss, ich könnte Dich jetzt fragen, warum Du all das Schreckliche, Böse und Teuflische auf dieser Welt zulässt, die Kriege, die Gewalt, Vernichtung und Tod. Doch genau diese Frage stelle ich jetzt nicht. Ich versuch’s also andersherum. Ich frage Dich und nur Dich: Wie kommt es denn, dass wir Dich immer wieder fragen, was ich fragen könnte wie oben erwähnt. Wie also kommt das?» Das Göttliche ist irgendwo im Raum, meine ich, seine Stimme aber kann ich klar und deutlich hören, das ist die Hauptsache, und damit höre ich auch seine Antwort. ES sagt: «Deine Frage ist gut, lieber Mensch, ich denke nach. Kannst Du Dir vorstellen, welcher Art meine Gedanken hier sind?» Ich bin überrascht. Da stelle ich ihm eine meiner ganz wichtigen Fragen und nun soll ich mir vorstellen, was ES meint, was ES denkt. Komisch, ungewohnt, ich weiss nicht recht und bin verwirrt. So antworte ich: «Du siehst, Deine Antwort macht mich wirr, die Worte in meinem Kopf fliegen kreuz und quer und suchen nach einer Ordnung. Das will nun heissen, ich denke nach, ich denke laut nach, dann kannst Du meine Gedanken gleich mithören. Also: Deine Antwort wirkt, ich beginne zu suchen, suche jedoch bei mir und in mir. So weit bin ich im Moment.» Das Göttliche antwortet sofort: «Ganz genau, Du hast es erkannt denn Du suchst bei Dir. Du suchst nicht in den Wolken, hinter denen Du mich vermutest, Du suchst nicht beim Papst, meinem angeblichen Stellvertreter auf Erden, Du suchst nicht aussen, sondern innen, das ist der Punkt!» Damit bin ich wieder allein im Raum, allein mit meinen Fragen, ganz auf mich zurückgeworfen, auf mich gestellt. Vielleicht ist das der Punkt, vielleicht ist das die Antwort des Göttlichen an mich: «Geh auf die Suche, immer wieder, und suche in Dir, mit Dir und natürlich auch zusammen mit anderen Menschen. Doch bleib auf der Suche, immer.»

Von Fredy Rechsteiner erfasst am 29.09 2020 20:41

Vorsicht, Rücksicht und Zuversicht

Frank Sachweg unterstellt den Corona-Massnahmenkritikern, sie seien assoziale, unverschämte Egoisten und kennen weder Vorsicht noch Rücksicht. Dabei erkennt er nicht, das diese Personen gerade aus Nächstenliebe die übertriebenen Massnahmen ablehnen. Niemand hat etwas gegen Händewaschen usw. Dies ist der Blitzableiter, der schon immer angewandt wurde. Einfach und wirkungsvoll. Die neuen Massnahmen, die nun aber die physische und psychische Gesundheit angreifen und die Abwehrkräfte schwächen, werden mehr Opfer fordern als die sogenannte Pandemie selbst. Das Coronavirus wird Opfer fordern wie jede schwere Grippewelle bisher, aber es ist keine alles dahinraffende Seuche. Wer das um jeden Preis verhindern will, nimmt auch in Kauf, dass für seine Sicherheit 100tausende Kinder verhungern, hunderte Millionen Menschen ihre existenzielle Lebensgrundlage verlieren oder Tausende in den Suizid getrieben werden. Auch die Folgen von Sauerstoffmangel durch Maskentragen (Förderung von Demenz) oder von gentechnisch hergestellten Impfstoffen werden nicht spurlos an uns vorbeigehen. Wenn nun auch noch das Argument aufgegriffen wird, man dürfe niemanden gefärden, muss grundsätzlich alles verboten werden. Autofahrer gefärden, Alkohol gefärdet, sogar ein Bienenstich kann das Leben bedrohen. Vorsichtig, rücksichtsvoll und zuversichtlich wollen wir alle sein. Die Frage ist, was ist unsere Motivation? Ist es die Liebe oder die Angst? Die Bibel sagt dazu: Wirkliche Liebe ist frei von Angst. Ja, wenn Gottes vollkommene Liebe uns erfüllt, vertreibt sie sogar die Angst. Wer sich also fürchtet und vor der Strafe zittert, bei dem ist Gottes Liebe noch nicht zum Ziel gekommen. 1.Johannes 4:18

Kommentar erstellen