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Kirche

Anlaufstelle schaffen

29.10.2020
Monica Kunz, Thomas Alder und Thomas Schaufelberger sprechen über sexuelle Übergriffe, die Präventionsmassnahmen des neuen Schutzkonzepts und Seelsorge.

Das neue Schutzkonzept der Evangelischen Landeskirche Thurgau sieht eine Anlaufstelle für Grenzverletzungen vor. Monica Kunz (Bild 2), die während 18 Jahren die unabhängige Fachstelle «PräVita» im Thurgau und während mehreren Jahren die kantonalen Fachstelle für Häusliche Gewalt der Kantonspolizei Thurgau leitete, erklärt die Relevanz: «Die kirchliche Arbeit, besonders die Seelsorge, ist geprägt vom verantwortungsvollen Umgang mit Nähe und Distanz und dem Bewusstsein für asymmetrische Beziehungen. Dieser Umgang muss geregelt und die kirchlichen Mitarbeitenden müssen sensibilisiert werden.» Damit die Sensibilisierung stattfinden könne, müssten die kirchlichen Mitarbeitenden einen Ort wie die Anlaufstelle haben, wohin sie sich wenden können. Ein gutes Schutzkonzept habe erfahrungsgemäss drei Säulen: die Information, den Aufbau der Handlungssicherheit und eine Anlaufstelle. Diese bearbeite Meldungen, berate Betroffene, Zeugen von Vorfällen sowie kirchliche Stellen betreffend notwendiger Schritte und übernehme zudem eine Wächterfunktion. Sie achte darauf, dass das Thema der Grenzverletzung präsent bleibe, sagt Kunz und betont: «Mit dem Schutzkonzept und der Anlaufstelle, deren oberste Maxime der Opferschutz ist, zeigt die Landeskirche, dass sie es wirklich ernst meint mit der Prävention.» Bei der Anlaufstelle für Grenzverletzungen solle man sich in Zukunft immer dann melden können, wenn Wissen oder Verdacht bestehe, dass in der kirchlichen Arbeit eine Grenzverletzung passiert sein könnte.

Sich selbst verpflichten

Eine Selbstverpflichtung zu Grenzverletzungen und sexuellen Übergriffen für Mitarbeitende in der Jugendarbeit ist im Sinne einer Präventionsmassnahme Teil des neuen Schutzkonzepts. Thomas Alder (Bild 3), Leiter der Fachstelle Jugendarbeit der Evangelischen Landeskirche Thurgau empfiehlt, in der Jugendarbeit damit zu arbeiten und sie im gesamten Leitungsteam zu besprechen und zu unterzeichnen. «In der Selbstverpflichtung werden Themen wie Nähe und Distanz, individuelles Schamempfinden, sexuelle Übergriffe oder auch verbale Gewalt angesprochen», erklärt Alder. Sie sei ein Schutz für die Jugendlichen und die Kinder, aber auch für Leitende. Gerade bei auswärtigen Übernachtungen sei die Gefahr für Grenzverletzungen grösser als sonst, deshalb sei die konkrete Besprechung der Selbstverpflichtung ein wichtiger Teil der Lagervorbereitung. 

Frühzeitig sensibilisieren

«Das Thema ‹Nähe und Distanz› steht im Zusammenhang mit der Seelsorgeausbildung bereits seit den 1970er Jahren im Fokus in der Pfarrausbildung», erklärt Thomas Schaufelberger (Bild 4), Leiter von «A+W – Aus- und Weiterbildung » der reformierten Pfarrschaft. Dabei habe man sich an Standards der Psychotherapie orientiert. Heute ist das Thema der Prävention in der Pfarrausbildung fest verankert und verbindlich. Auch in der Katechetik- und Sozialdiakonieausbildung sei man daran, die Sensibilisierung und Schulung auf ein neues Level zu heben. Die Auszubildenden lernten neben der Selbstreflexion, wie sie in konkreten Fällen von Grenzverletzungen vorgehen können. Genauso bedeutsam sei, dass die Kirchgemeinden Präventionskonzepte umsetzten und dass sowohl angestellte Mitarbeitende als auch Freiwillige geschult und sensibilisiert würden. «Aus christlicher Perspektive ist die Würde des Menschen zu schützen. Es freut mich deshalb, dass in den letzten Jahren die Sensibilität für Themen von Prävention und Grenzverletzungen stark zugenommen hat.» (mr)


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Von Jürg Hartmann erfasst am 28.11 2019 21:42

Zum Thema "Glaubensvorstellungen"

Fragen an Buddha Fragen an Allah Fragen an Gott Fragen an Manitou Fragen an Mohammed Fragen an das Göttliche im Menschen Wenn ich mir vorstelle, das Göttliche würde mir gegenübersitzen, was wäre dann? So setze ich mich hin und bitte das Göttliche, mir gegenüber Platz zu nehmen. Die Stühle sind bequem, sehr geeignet, ganz hier zu sein. Ganz. Da sitzen wir zwei, schweigsam, nachdenklich aber ganz da. Mich sieht man gut, mich erkennt man gut, das Göttliche aber lässt weder Worte noch Bilder zu, denn in Worte und Bilder gefasst ist das Göttliche nicht mehr göttlich sondern menschlich. Für unsere Kinder sind die Bilder wichtig und notwendig, für erwachsene Menschen bezweifle ich das ernsthaft. Die Antworten aber, die kann ich hören, vielleicht auch wahrnehmen, das reicht, muss reichen. Und so komme ich zu meiner ersten Frage: «Ich weiss, ich könnte Dich jetzt fragen, warum Du all das Schreckliche, Böse und Teuflische auf dieser Welt zulässt, die Kriege, die Gewalt, Vernichtung und Tod. Doch genau diese Frage stelle ich jetzt nicht. Ich versuch’s also andersherum. Ich frage Dich und nur Dich: Wie kommt es denn, dass wir Dich immer wieder fragen, was ich fragen könnte wie oben erwähnt. Wie also kommt das?» Das Göttliche ist irgendwo im Raum, meine ich, seine Stimme aber kann ich klar und deutlich hören, das ist die Hauptsache, und damit höre ich auch seine Antwort. ES sagt: «Deine Frage ist gut, lieber Mensch, ich denke nach. Kannst Du Dir vorstellen, welcher Art meine Gedanken hier sind?» Ich bin überrascht. Da stelle ich ihm eine meiner ganz wichtigen Fragen und nun soll ich mir vorstellen, was ES meint, was ES denkt. Komisch, ungewohnt, ich weiss nicht recht und bin verwirrt. So antworte ich: «Du siehst, Deine Antwort macht mich wirr, die Worte in meinem Kopf fliegen kreuz und quer und suchen nach einer Ordnung. Das will nun heissen, ich denke nach, ich denke laut nach, dann kannst Du meine Gedanken gleich mithören. Also: Deine Antwort wirkt, ich beginne zu suchen, suche jedoch bei mir und in mir. So weit bin ich im Moment.» Das Göttliche antwortet sofort: «Ganz genau, Du hast es erkannt denn Du suchst bei Dir. Du suchst nicht in den Wolken, hinter denen Du mich vermutest, Du suchst nicht beim Papst, meinem angeblichen Stellvertreter auf Erden, Du suchst nicht aussen, sondern innen, das ist der Punkt!» Damit bin ich wieder allein im Raum, allein mit meinen Fragen, ganz auf mich zurückgeworfen, auf mich gestellt. Vielleicht ist das der Punkt, vielleicht ist das die Antwort des Göttlichen an mich: «Geh auf die Suche, immer wieder, und suche in Dir, mit Dir und natürlich auch zusammen mit anderen Menschen. Doch bleib auf der Suche, immer.»

Von Fredy Rechsteiner erfasst am 29.09 2020 20:41

Vorsicht, Rücksicht und Zuversicht

Frank Sachweg unterstellt den Corona-Massnahmenkritikern, sie seien assoziale, unverschämte Egoisten und kennen weder Vorsicht noch Rücksicht. Dabei erkennt er nicht, das diese Personen gerade aus Nächstenliebe die übertriebenen Massnahmen ablehnen. Niemand hat etwas gegen Händewaschen usw. Dies ist der Blitzableiter, der schon immer angewandt wurde. Einfach und wirkungsvoll. Die neuen Massnahmen, die nun aber die physische und psychische Gesundheit angreifen und die Abwehrkräfte schwächen, werden mehr Opfer fordern als die sogenannte Pandemie selbst. Das Coronavirus wird Opfer fordern wie jede schwere Grippewelle bisher, aber es ist keine alles dahinraffende Seuche. Wer das um jeden Preis verhindern will, nimmt auch in Kauf, dass für seine Sicherheit 100tausende Kinder verhungern, hunderte Millionen Menschen ihre existenzielle Lebensgrundlage verlieren oder Tausende in den Suizid getrieben werden. Auch die Folgen von Sauerstoffmangel durch Maskentragen (Förderung von Demenz) oder von gentechnisch hergestellten Impfstoffen werden nicht spurlos an uns vorbeigehen. Wenn nun auch noch das Argument aufgegriffen wird, man dürfe niemanden gefärden, muss grundsätzlich alles verboten werden. Autofahrer gefärden, Alkohol gefärdet, sogar ein Bienenstich kann das Leben bedrohen. Vorsichtig, rücksichtsvoll und zuversichtlich wollen wir alle sein. Die Frage ist, was ist unsere Motivation? Ist es die Liebe oder die Angst? Die Bibel sagt dazu: Wirkliche Liebe ist frei von Angst. Ja, wenn Gottes vollkommene Liebe uns erfüllt, vertreibt sie sogar die Angst. Wer sich also fürchtet und vor der Strafe zittert, bei dem ist Gottes Liebe noch nicht zum Ziel gekommen. 1.Johannes 4:18

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