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Kirche

Weihnachten findet statt

25.11.2020
Sonntagschulweihnacht anders als gewohnt. Kein Vier-Generationenfest in der Familie, so wie bisher. Kein „Oh du Fröhliche“, keine Choraufführung im Gottesdienst, keine übervolle Kirche. Trotzdem: Weihnachten fällt nicht aus! Die Kirchgemeinden entwickeln kreative Lösungen, sie versuchen einfühlsam einen Hauch von Normalität zu vermitteln.

Von den Corona-Schutzmassnahmen sind auch die Gottesdienste und die kirchlichen Veranstaltungen in der Advents- und Weihnachtszeit betroffen. Loslassen von Vertrautem, Ungewissheit und Sorge, was kommen wird, aber auch Behördenanweisungen erschweren das Planen. So, wie zu Zeit um Christi Geburt, als Unsicherheit die Reise nach Bethlehem geprägt hat. Da waren die Suche nach einem Ort für die Geburt, die Sorge um Mutter und Kind und die ungewisse Zukunft. Dieser Gedanke mag trösten und uns versichern: Weihnachten findet statt! Die Kirchgemeinden lassen sich von der Planungsunsicherheit nicht lähmen und bemühen sich um würdige Gestaltung ihrer Angebote -im Wissen, dass morgen schon alles anders sein kann. „Was wir an Weihnachten machen?“ Fast alle Antworten lauteten ähnlich: „Wir planen, aber…“ Eine Auswahl solcher „aber“: Ideen haben wir schon, doch was davon umgesetzt werden kann, ist unmöglich abzuschätzen. Wir planen aus aktueller Sicht, vielleicht wird es noch ergänzende Angebote geben. Man möchte sich noch nicht so früh festlegen, sondern wieder rollend planen. So weit voraus plane ich gar nicht, eine Woche vor Weihnachten weiss ich es wahrscheinlich.

 

Zusätzliche Gottesdienste und Live-Übertragungen
Gemeinden mit mehreren Kirchenstandorten nutzen diese Möglichkeit vermehrt, gerade jetzt in der Adventszeit. In der Bischofszeller Kirche ist wieder das Livestream-Studio aufgebaut und alle, die eine „möglichst normale Gottesdienstatomsphäre erleben möchten“, so Pfarrer Erich Wagner, „laden wir bewusst ein, den Gottesdienst in Hauptwil zu besuchen.“ Auch in Sulgen-Kradolf findet wegen der 50-Personen-Begrenzung wieder regelmässig Gottesdienst in beiden Kirchen statt. Auf ökumenische Absprache setzt Basadingen-Schlattingen-Willisdorf: „Von den drei Kirchen in unserer Gemeinde sprechen wir uns mit der katholischen Kirche ab, damit wir möglichst die grösste Kirche für Gottesdienste nutzen können: Mehr Platz - mehr Abstand.“, so Pfarrer Rolf Roeder. Weil vor allem kleinere Kirchen wegen des Mindestabstands schnell mal ausgelastet sind, stellen manche Kirchgemeinden ihren Christbaum ins Freie und feiern dort kurze Gottesdienste. Tägerwilen plant die neue grosse Weihnachtslaterne auf dem Platz vor der Kirche in die Gestaltung seiner Feiern für Kinder und Erwachsene einzubeziehen. Affeltrangen, Alterswilen-Hugelshofen und Arbon erwägen, den Gottesdienst aus der Kirche live ins benachbarte Kirchgemeindehaus zu übertragen, so können zeitgleich zweimal 50 Personen vor Ort mitfeiern. In vielen Gemeinden werden Gottesdienste an den Festtagen mehrfach geführt. Wer nicht mehr in den Gottesdienst eingelassen werden kann, erhält in der Kirchgemeinde Alterswilen-Hugelshofen ein kleines Präsent mit Link zum Gottesdienst.

 

Abendmahl am Platz
Damit nicht so viel Gottesdienstbesuchende durch die Kirche laufen, wird das Abendmahl häufig am Platz gereicht. Da nur jede zweite Bank belegt wird, sind alle Anwesenden gut zu erreichen. Die Kirchgemeinden Warth-Weiningen und Uesslingen üben den Mittelweg zwischen notwendigen Maßnahmen und gewissem Stil: „Eine Austeilung in Plastikbechern kommt für uns derzeit nicht in Frage. Wir verwenden kleine Gläser als Einzelkelche, die in der Geschirrspülmaschine gereinigt werden.“, sagt Pfarrer Bernhard Harnickell. Doch er sieht im würdevollen Stil nur einen von vielen Aspekten: „Mein persönliches Ziel ist nicht, Normalität zu vermitteln, sondern Nähe und Präsenz in dieser Zeit.“

 

„Ja“ zur Sonntagschulweihnacht mit Einschränkungen
Der Platz wird immer knapp, wenn Kinder mitgestalten. „Die Krippenfeier an Heilig Abend wird nicht wie bisher ökumenisch stattfinden, sondern parallel in allen unseren Kirchenhäusern, alle sind überall willkommen. Auch das ist eine Form der Ökumene.“, betont Isabel Stuhlmann, Pfarrerin in Dussnang und Bichelsee-Balterswil. Die Sonntagsschulweihnacht 2020 soll, wie vielerorts, im geschlossenen Kreis stattfinden. Mammern geht einen anderen Weg und möchte das gemeinsame Krippenspiel aufteilen. Die Kinder wirken am Ersten Advent als Engel mit, der Dritte Advent wird zum „Hirtensonntag“ und am Vierten Advent stehen Josef und Maria im Mittelpunkt. So kann trotz Limitierung jedes mitwirkende Kind seine Familie und Freunde mitbringen und es bleibt auch noch Platz für die Gemeinde. „Es ist schon Aufwand, aber wir spüren viel Solidarität in unserem Bemühen immer wieder flexibel zu reagieren“, betont Leiterin Ute Stöckle von Mammern und Wagenhausen. "Advent zum Mitnehmen" heisst das Ersatzangebot für den Kinderadvent in Aadorf-Aawangen. Dort hängt pro Familie eine Weihnachtsgeschichte an einer Leine zum Mitnehmen bereit. „Wir stellen die Weihnachtsgeschichte mit den Kindern an verschiedenen Orten unserer Gemeinde nach. Die Szenen auf der Schafweide, im Stall, vor dem Gasthaus und in der Werkstatt fotografieren wir, um bei der Familienweihnacht die Weihnachtsgeschichte mit den Bildern zu illustrieren.“, sagt Pfarrerin Regine Hug von Sitterdorf. Einige Gemeinden mussten ihre bereits geplanten Krippenspiele neu überarbeiten. Gemäss Anweisung des Kirchenrats vom 10. November dürfen höchstens noch zehn Kinder auftreten und Sprechrollen übernehmen, Singen ist nicht mehr gestattet.

 

Kirche lebt vom sinnlichen Erlebnis
Nicht nur den Kinder- und Jugendchören ist das Singen verwehrt, die Aufführungen von Chören allgemein und auch der Gemeindegesang sind aufgrund der Vorgaben des Bundes verboten. Professionelle Sängerinnen und Sänger dürfen unter definierten Schutzvorkehrungen auftreten. Auch Kirchenratspräsident Pfarrer Willfried bedauert dies, ihm liegt das gemeinsame Singen im Gottesdienst sehr am Herzen. Doch er sieht in der momentanen Situation auch eine Chance für die der Kirche: „Nach Jahrzehnten absoluter Stabilität und Wohlstand in unserem Land bringt die Gefährdung durch Corona doch einige Menschen wieder vertieft zum Nachdenken. Zudem gibt es in den nächsten Wochen nur wenige Live-Angebote, da könnten die kirchlichen Angebote vermehrt gefragt sein.“ Aus diesem Grund setzt sich der Kirchenratspräsident auch für vermehrte Live-Angebote ein: „Gerade Advents- und Weihnachtsfeiern leben stark vom sinnlichen Erlebnis. Das kann via Livestream nicht vollwertig vermittelt werden.“

 

Information über kurzfristige Änderungen
Wieviel von all diesen Ideen realisiert werden können, ob Spontanbesuche möglich sind oder Anmeldungen nötig, ist derzeit offen. Die kirchlichen Websites und der Kirchenzettel in der Thurgauer Zeitung geben auch bei kurzfristigen Änderungen Aufschluss. Die Links zu allen Kirchgemeinden-Homepages findet man auf www.evang-tg.ch/kirchgemeinden.

Weihnachten wird auch im Gefängnis anders gefeiert – mit einer Weihnachts-Schreibwerkstatt – eine Initiative wegen Corona auf

https://gefaengnisseelsorge.net/schreibwerkstatt-corona-weihnachten.


Von Jürg Hartmann erfasst am 28.11 2019 21:42

Zum Thema "Glaubensvorstellungen"

Fragen an Buddha Fragen an Allah Fragen an Gott Fragen an Manitou Fragen an Mohammed Fragen an das Göttliche im Menschen Wenn ich mir vorstelle, das Göttliche würde mir gegenübersitzen, was wäre dann? So setze ich mich hin und bitte das Göttliche, mir gegenüber Platz zu nehmen. Die Stühle sind bequem, sehr geeignet, ganz hier zu sein. Ganz. Da sitzen wir zwei, schweigsam, nachdenklich aber ganz da. Mich sieht man gut, mich erkennt man gut, das Göttliche aber lässt weder Worte noch Bilder zu, denn in Worte und Bilder gefasst ist das Göttliche nicht mehr göttlich sondern menschlich. Für unsere Kinder sind die Bilder wichtig und notwendig, für erwachsene Menschen bezweifle ich das ernsthaft. Die Antworten aber, die kann ich hören, vielleicht auch wahrnehmen, das reicht, muss reichen. Und so komme ich zu meiner ersten Frage: «Ich weiss, ich könnte Dich jetzt fragen, warum Du all das Schreckliche, Böse und Teuflische auf dieser Welt zulässt, die Kriege, die Gewalt, Vernichtung und Tod. Doch genau diese Frage stelle ich jetzt nicht. Ich versuch’s also andersherum. Ich frage Dich und nur Dich: Wie kommt es denn, dass wir Dich immer wieder fragen, was ich fragen könnte wie oben erwähnt. Wie also kommt das?» Das Göttliche ist irgendwo im Raum, meine ich, seine Stimme aber kann ich klar und deutlich hören, das ist die Hauptsache, und damit höre ich auch seine Antwort. ES sagt: «Deine Frage ist gut, lieber Mensch, ich denke nach. Kannst Du Dir vorstellen, welcher Art meine Gedanken hier sind?» Ich bin überrascht. Da stelle ich ihm eine meiner ganz wichtigen Fragen und nun soll ich mir vorstellen, was ES meint, was ES denkt. Komisch, ungewohnt, ich weiss nicht recht und bin verwirrt. So antworte ich: «Du siehst, Deine Antwort macht mich wirr, die Worte in meinem Kopf fliegen kreuz und quer und suchen nach einer Ordnung. Das will nun heissen, ich denke nach, ich denke laut nach, dann kannst Du meine Gedanken gleich mithören. Also: Deine Antwort wirkt, ich beginne zu suchen, suche jedoch bei mir und in mir. So weit bin ich im Moment.» Das Göttliche antwortet sofort: «Ganz genau, Du hast es erkannt denn Du suchst bei Dir. Du suchst nicht in den Wolken, hinter denen Du mich vermutest, Du suchst nicht beim Papst, meinem angeblichen Stellvertreter auf Erden, Du suchst nicht aussen, sondern innen, das ist der Punkt!» Damit bin ich wieder allein im Raum, allein mit meinen Fragen, ganz auf mich zurückgeworfen, auf mich gestellt. Vielleicht ist das der Punkt, vielleicht ist das die Antwort des Göttlichen an mich: «Geh auf die Suche, immer wieder, und suche in Dir, mit Dir und natürlich auch zusammen mit anderen Menschen. Doch bleib auf der Suche, immer.»

Von Fredy Rechsteiner erfasst am 29.09 2020 20:41

Vorsicht, Rücksicht und Zuversicht

Frank Sachweg unterstellt den Corona-Massnahmenkritikern, sie seien assoziale, unverschämte Egoisten und kennen weder Vorsicht noch Rücksicht. Dabei erkennt er nicht, das diese Personen gerade aus Nächstenliebe die übertriebenen Massnahmen ablehnen. Niemand hat etwas gegen Händewaschen usw. Dies ist der Blitzableiter, der schon immer angewandt wurde. Einfach und wirkungsvoll. Die neuen Massnahmen, die nun aber die physische und psychische Gesundheit angreifen und die Abwehrkräfte schwächen, werden mehr Opfer fordern als die sogenannte Pandemie selbst. Das Coronavirus wird Opfer fordern wie jede schwere Grippewelle bisher, aber es ist keine alles dahinraffende Seuche. Wer das um jeden Preis verhindern will, nimmt auch in Kauf, dass für seine Sicherheit 100tausende Kinder verhungern, hunderte Millionen Menschen ihre existenzielle Lebensgrundlage verlieren oder Tausende in den Suizid getrieben werden. Auch die Folgen von Sauerstoffmangel durch Maskentragen (Förderung von Demenz) oder von gentechnisch hergestellten Impfstoffen werden nicht spurlos an uns vorbeigehen. Wenn nun auch noch das Argument aufgegriffen wird, man dürfe niemanden gefärden, muss grundsätzlich alles verboten werden. Autofahrer gefärden, Alkohol gefärdet, sogar ein Bienenstich kann das Leben bedrohen. Vorsichtig, rücksichtsvoll und zuversichtlich wollen wir alle sein. Die Frage ist, was ist unsere Motivation? Ist es die Liebe oder die Angst? Die Bibel sagt dazu: Wirkliche Liebe ist frei von Angst. Ja, wenn Gottes vollkommene Liebe uns erfüllt, vertreibt sie sogar die Angst. Wer sich also fürchtet und vor der Strafe zittert, bei dem ist Gottes Liebe noch nicht zum Ziel gekommen. 1.Johannes 4:18

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