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Kirche

Pfarrer Paul Wellauer kandidiert für Kirchenratspräsidium

30.01.2021
Der Bischofszeller Gemeindepfarrer Paul Wellauer kandidiert als Nachfolger von Pfarrer Wilfried Bührer als Kirchenratspräsident der Evangelischen Landeskirche Thurgau. Dies hat er im Hinblick auf die Vorsynode-Gespräche bekanntgegeben, die im Februar in allen Thurgauer Regionen dezentral anlaufen.

Paul Wellauer ist in Bussnang aufgewachsen und seit fast zwölf Jahren Pfarrer in der Evangelischen Kirchgemeinde Bischofszell-Hauptwil. Er sei motiviert, sich für die Wahl zum Kirchenratspräsidenten zur Verfügung zu stellen. «Seit ich im Pfarramt bin, interessiert und motiviert mich das Denken und Wirken auf strategisch-planerischer Ebene im grösseren Zusammenhang, und mir liegt die Entwicklung der Thurgauer Kirche sehr am Herzen.»

Kantonal engagiert und vernetzt
Seit Beginn seiner Tätigkeit in Bischofszell engagiert er sich in der kantonalen Kirchensynode, in der Geschäftsprüfungskommission der Synode und gelegentlich in kantonalen Arbeitsgruppen. Die Vernetzung zwischen den Kirchgemeinden sei ihm wichtig, seine Erfahrung als Stiftungsratspräsident der «Stiftung Sozialwerke Pfarrer Ernst Sieber» sei zusätzlich ein wertvoller Erfahrungsschatz, um sich für die Zukunft der Kirche einzusetzen. Als Vorteil sieht er auch seine Erfahrungen in den unterschiedlichsten Kirchgemeinden, in denen er den Puls der Menschen fühlen konnte: Aufgewachsen ist er in einer ländlichen Kirchgemeinde. Bevor er in die mittelgrosse Gemeinde Bischofszell-Hauptwil wechselte, war er viele Jahre Pfarrer in der grossstädtischen Kirchgemeinde Zürich-Altstetten. Er gibt zu bedenken, dass er nur im Falle einer Wahl seine Pfarrstelle in Bischofszell-Hauptwil aufgeben würde. Ansonsten bleibe er weiterhin leidenschaftlich Pfarrer in Bischofszell.

Weiterhin in Kirchgemeinde verwurzelt
Wellauer betont, er sei «nach wie vor mit voller Überzeugung und Herzblut Gemeindepfarrer: Ich liebe die Arbeit an der Basis, die Begegnungen mit Gemeindegliedern, die Arbeit in Teams, die Gestaltung von Unterrichtsstunden und Gottesdiensten.» Er und seine Frau hätten den Umzug nach Bischofszell als Berufung erlebt. Er engagiere sich deshalb auch bei einer Wahl als Kirchenratspräsident gerne weiterhin für eine lebendige und vielfältige Kirchgemeinde. Das sei weiterhin wichtig, um auch als kantonaler Repräsentant der Kirche den Kontakt zur Basis zu pflegen und davon zu profitieren. Für Pfarrstellvertretungen in der eigenen Gemeinde und im ganzen Kanton würde er wie Wilfried Bührer zur Verfügung stehen. Wellauer gibt aber auch zu bedenken, dass die Synode letztes Jahr ermöglicht habe, gegebenenfalls die Stellenprozente anders zu verteilen beziehungsweise für das Präsidium allenfalls aufzustocken. Wie das genau aussehen werde, müsse sich dann in vertiefenden Gesprächen noch weisen.

Mit Behörde abgestimmt
Wellauer hat seine Kandidatur eng mit der Kirchenvorsteherschaft abgestimmt. Die Behörde bedauert es, dass sie im Fall der Wahl einen initiativen Gemeindepfarrer verlieren wird. Sie unterstützt aber die Kandidatur von Paul Wellauer vollumfänglich, weil sie in ihm die geeignete Persönlichkeit sieht, die Thurgauer Landeskirche in die Zukunft zu führen und die Kirchgemeinden nicht nur zu vernetzen, sondern auch zu stärken. Der neue Kirchgemeindepräsident Thomas Friederich sagt, dass er die Zusammenarbeit mit Paul Wellauer in verschiedenen Bereichen der Kirchgemeinde sehr schätze und sich auch bei einer Wahl freue, weiterhin auf die konstruktive Zusammenarbeit mit Wellauer zu zählen. Je nach Entwicklung der Situation werde die Kirchenvorsteherschaft nach der Wahl die nötigen Schritte einleiten. Doch, so Friederich: «So weit sind wir noch lange nicht. So oder so arbeiten wir weiter voll motiviert mit Paul Wellauer zusammen und zählen auf sein Engagement – in welcher Form auch immer.»

Die Wahl des Kirchenratspräsidiums der Evangelischen Landeskirche Thurgau ist in der Synode der Landeskirche für den 5. Juli 2021 angesetzt. Amtsantritt für die Nachfolge von Wilfried Bührer ist der 1. Juni 2022.

Mehr Infos zur Kandidatur: www.paulwellauer.ch

 

(Ruedi Keller, Komitee Paul Wellauer)


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