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Kirche

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20.07.2021
Es geht um nichts weniger als um die Zukunft der Kirche, die einige junge Erwachsene im Kanton Thurgau mitprägen wollen. Erste Ideen sind in den Köpfen, aber der Weg bis zur Umsetzung ist herausfordernd.

Es sind alles kirchlich stark engagierte junge Leute, die sich in der Arbeitsgruppe «Next Generation » (nächste Generation) engagieren. Sie wissen aus eigener Erfahrung, was junge Erwachsene beschäftigt. Und sie wissen nur zu gut, dass die Kirchgemeinden bei dieser Altersgruppe oft einen «weissen Fleck» hätten, sagt Thomas Alder, Jugendbeauftragter der Evangelischen Landeskirche Thurgau: «Gerade ihre Wahrnehmung, dass für sie nichts oder wenig angeboten wird und wurde, motiviert sie mitzudenken. »

Freie Gemeindewahl gewünscht
Man sei, so Alder, bei der spannenden Frage hängengeblieben, ob der «weisse Fleck» durch die einzelnen Kirchgemeinden «bemalt» werden müsse oder ob es die Aufgabe der Kantonalkirche sei, Angebote zu schaffen für junge Erwachsene. In den kommenden Monaten wolle man intensiv daran arbeiten. Es stehe aber auch eine andere Frage im Raum: «Warum können sich junge Erwachsene, die sich beispielsweise dank einer langjährigen Mitarbeit stark mit einer lokalen Gemeinde verbunden fühlen, nicht mehr mit Stimm- und Wahlrecht in der vertrauten Gemeinde einbringen, etwa wenn sie in eine andere Thurgauer Gemeinde umziehen?» Alder bringt damit ein aktuelles Anliegen auf den Punkt: «Die freie Gemeindewahl steht auf der Wunschliste.»

Ausgebremst durch Corona
Die jungen Erwachsenen der Arbeitsgruppe wollen sich laut Alder ausserdem besser im Kanton vernetzen können. Mit dem Instagram- Profil «Whats-Up-At-Church» habe die praktische Umsetzung bereits begonnen. Indes: «Corona hat uns da schon ein wenig ausgebremst.» Trotzdem freut sich Alder, dass die Mitglieder der Arbeitsgruppe (siehe Kasten) motiviert und verbindlich an der Weiterentwicklung der Ideen mitwirken. Ausserdem würden situativ weitere Personen beigezogen.


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