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Politik

«Historischer Schritt für die Gleichstellung»

23.08.2021
Edith Graf-Litscher antwortet auf die Frage, ob «Ehe für alle» in einem Punkt zu weit geht.

«Mich stört es, dass heute gleichgeschlechtlich liebende Menschen in unserem Land rechtlich nicht gleichgestellt sind, weil sie nicht heiraten dürfen und ihnen wichtige Rechte verwehrt bleiben. Ein klares Ja zur «Ehe für alle» wird eine wichtige Signalwirkung auf unsere Gesellschaft, die Arbeitswelt und besonders auf junge Menschen haben. Länder, die die «Ehe für alle» eingeführt haben, konnten die Suizidrate der LGBT-Menschen senken. Auch die Vorurteile gegenüber nicht heterosexuellen Menschen nahmen ab. Das zeigen die Erfahrungen in Ländern wie Dänemark, Schweden und den USA. Unterschiedliche Familienentwürfe und Familienmodelle sind heutzutage Realität und Bestandteil unserer Gesellschaft. Gleichgeschlechtliche Paare sind genauso gute Eltern wie heterosexuelle Paare. Die «Ehe für alle» ermöglicht verheirateten Frauenpaaren den Zugang zu Samenbanken in der Schweiz und die damit verbundene originäre Elternschaft beider Frauen. So haben die Kinder von Geburt an zwei Elternteile. Das ist ein grosser Fortschritt: Diese Regelung stellt das Kindeswohl ins Zentrum, weil die Kinder so auch beim Tod eines Elternteils rechtlich abgesichert sind. Die Schweiz ist das zweitletzte europäische Land, das die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare noch nicht ermöglicht hat. Es ist an der Zeit, dass wir auch im Thurgau Ja zu diesem historischen Schritt der Gleichberechtigung sagen.»

 

(Ernst Ritzi)


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