News aus dem Thurgau

Auch im Notfall muss Verlass sein

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22.11.2018
Müssen Pfarrerinnen und Pfarrer ständig erreichbar sein? Das meint Roland Gahlinger, Geschäftsführer des Verband der Kirchgemeindepräsidenten und -präsidentinnen der Evangelischen Landeskirche Thurgau, dazu.

¬ęWenn es um die Erreichbarkeit der Kirche geht, erinnere mich an eine Notsituation, die ich in meiner Familie erlebt habe. Der Ruf nach einer Pfarrperson wurde mit der Auskunft beantwortet, der Pfarrer sei gerade an einer Sitzung der Synode. Es darf doch nicht sein, dass bei einem medizinischen Notfall √ľber Telefon 112 rasch Hilfe geleistet wird, aber bei einem seelsorglichen Notfall nicht klar ist, wann Hilfe und Unterst√ľtzung zu erwarten sind.
In meiner Zeit als Pr√§sident der Kirchenvorsteherschaft Aadorf- Aawangen haben wir den seelsorglichen Notfalldienst mit einem Mobiltelefon gew√§hrleistet, das immer bei der Pfarrperson war, die gerade Amtswoche hatte. Das verlangt eine gewisse Flexibilit√§t. Da k√∂nnte es geschehen, dass eine Pfarrperson wegen einem dringenden Notfall, die Konfirmanden im Konfirmationsunterricht ¬ęstehen¬Ľ lassen muss. Wirkliche Notf√§lle sind aber selten und wenn nachts auf der Natelnummer die Combox zu h√∂ren ist, die erkl√§rt, ab wann am n√§chsten Morgen wieder eine Pfarrperson zu erreichen ist, dann werden Hilfesuchende das verstehen. Es wird keine Erreichbarkeit rund um die Uhr erwartet, aber eine klare Angabe, wann wieder eine Pfarrperson zu erreichen ist und tags√ľber ein besetztes Telefon und m√∂glichst rasche Hilfe.
Diese Bereitschaft ist gerade f√ľr Mitglieder wichtig, die nur in losem Kontakt zu unserer Kirche stehen. Sie erwarten eine gute und verbindliche Dienstleistung.¬Ľ

 

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