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Die Kirche ins Gespräch bringen

von Ernst Ritzi
min
04.02.2026
Christian Stahmann will mit seinen Texten im Kirchenboten in die Gesellschaft hineinwirken. In der kommenden März-Ausgabe will der Scherzinger Pfarrer der Frage nachgehen, warum auch die Reformierten an der Fasnacht Gefallen gefunden haben.

Als Christian Stahmann für eine Mitarbeit in der Redaktionskommission des Thurgauer Kirchenboten angefragt wurde, musste er nicht lange überlegen. Bevor er im März 2024 die Pfarrstelle in der Kirchgemeinde Scherzingen-Bottighofen übernahm, war der 60-jährige Theologe in seiner deutschen Heimat acht Jahre als Schuldekan tätig.

Mit dem Religionsunterricht an den Schulen war Stahmann auch in kirchenpolitische Fragen involviert: «Die Schule ist ein wichtiger Berührungspunkt zur Gesellschaft.» Auch beim Kirchenboten will er in die Gesellschaft hineinwirken: «Ich möchte dazu beitragen, dass Kirche in der Öffentlichkeit besser und vielleicht auch anders gehört wird.»

Fasnacht ist das nächste Thema

Wie alle neuen Pfarrerinnen und Pfarrer ist Christian Stahmann von der Redaktion des Kirchenboten eingeladen worden, ein Wegzeichen zu schreiben. In der Oktober-Ausgabe 2025 hat er sich – bereits als Mitglied der Redaktionskommission – an der Diskussion zu Halloween beteiligt.

Die Übergänge und Berührungspunkte von Kirche und Gesellschaft interessieren ihn: Als nächstes hat er sich das Thema Fasnacht vorgenommen – ein ursprünglich ausschliesslich mit der katholischen Kirche verbundener Brauch. Auch in seiner Kirchgemeinde ScherzingenBottighofen sucht er als Pfarrer die Verbindung zum Alltag der Menschen: Am Palmsonntag hat er den Esel der Familie Tschumi in den Gottesdienst eingeladen.

«Gemeinde war mein Lehrmeister»

Beim Predigen und Schreiben erkennt Christian Stahmann viele Ähnlichkeiten. In seiner deutschen Heimat ist er in der Nähe von Freiburg im Breisgau während 16 Jahren als Gemeindepfarrer tätig gewesen.

Dabei hat er viel gelernt: «Als Pfarrer musst du über das, was der Glaube ist, so reden, dass die Menschen dich verstehen. Die Gemeinde war mein Lehrmeister. Im Austausch mit der Gemeinde hat sich meine Sprache verändert.» Das Schreiben versteht Christian Stahmann als Prozess, den er so erlebt: «Ich habe unheimlich viele Bilder im Kopf. Ich beginne die Geschichte des Bildes zu erzählen, das ich vor mir sehe, und es kommen die Dinge dazu, die ich in meinem Leben erlebt und erfahren habe.»

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