News aus dem Thurgau

«Prix Diakonie» als Motivationsspritze

min
19.12.2018
Im Rahmen ihres 150-Jahr-Jubiläums lancieren die beiden Thurgauer Landeskirchen gemeinsam einen Diakonie- Preis. Mit einem von der Jubiläums- Stiftung der Thurgauer Kantonalbank (TKB) gesponserten Preisgeld von 10'000 Franken sollen drei besonders unterstützenswerte Projekte von kantonalen Kirchgemeinden, Seelsorgeverbänden oder kirchennahen Vereinen ausgezeichnet werden.

Drei Ideen h√§tte man anfangs gehabt, als man sich sowohl auf katholischer als auch auf evangelischer Seite zusammen √ľberlegte, was man f√ľr das gemeinsame 150-Jahr-Jubil√§um 2019/2020 zum Thema Diakonie auf die Beine stellen kann. Der Vorschlag eines ¬ęPrix Diakonie ¬Ľ hat die Verantwortlichen der Steuergruppe dann letztendlich √ľberzeugt. Mit dem von der TKB Jubil√§ums-Stiftung gesponserten Preis sollen zwei bereits bestehende Projekte und ein Projekt in Teilumsetzung gleichwertig mit je 3'333 Franken pr√§miert und damit die Kreativit√§t und der Mut gest√§rkt werden, soziale Aufgaben mit innovativen Konzepten anzugehen. Diese originellen Projekte einreichen k√∂nnen alle kirchlichen und kirchennahen Organisationen, die im Kanton Thurgau beheimatet sind.

Wert der Diakonie unterstreichen
¬ęF√ľr Menschen, die an der Armutsgrenze leben, ist die diakonische Unterst√ľtzung wichtig. Es gibt schon gute Angebote in diesem Bereich, die wir mit der Preisausschreibung w√ľrdigen wollen. Wir m√∂chten unsere Kirchen¬†aber noch mehr √∂ffnen, da wir ein grosses Bed√ľrfnis danach in der Bev√∂lkerung sp√ľren. Deshalb ist der Preis auch gleichzeitig ein Aufruf zu neuen Ideen¬Ľ, erkl√§rt Judith Meier, Gesch√§ftsleiterin der Caritas Thurgau. Und Diakon Mathias Dietz von der evangelischen Kirchgemeinde Aadorf-Aawangen erg√§nzt: ¬ęDie Kirche soll nicht nur die Verk√ľnderin des Wortes sein, sondern auch Taten sprechen lassen. Alles was die Kirchen und christliche Organisationen bereits anbieten, w√ľrde ohne die viele ehrenamtliche Arbeit nicht existieren. Der Preis ist deshalb auch ein Dankesch√∂n an dieses grosse Engagement im Sinne der christlichen N√§chstenliebe.¬Ľ Beide w√ľnschen sich, dass man mit den bereits vorhandenen oder dem in Entstehung begriffenen Projekt L√ľcken f√ľllen kann, um f√ľr Bed√ľrftige und f√ľr Menschen, die durch die Maschen fallen, etwas zu schaffen, was diese auff√§ngt.

Startschuss im Januar
Zusammen bilden Judith Meier und Mathias Dietz das vorbereitende Kernteam, das den ¬ęPrix Diakonie¬Ľ sp√§ter in die H√§nde einer namhaften Jury √ľbergibt, die f√ľr die Preisvergabe zust√§ndig sein wird. Diese Jury setzt sich aus den beiden Kirchenratspr√§sidenten der Landeskirchen zusammen: Wilfried B√ľhrer und Cyrill Bischof, des¬†Weiteren aus Regierungsrat Jakob Stark, Grossratspr√§sident Turi Schallenberg, Nationalrat Christian Lohr, der Regionalverantwortlichen des Bistums, Margrith M√ľhlebach und der SRF-Korrespondentin Henriette Engbersen. Neben dem sozial-diakonischen Engagement werden auch das Innovationspotenzial sowie die Nachhaltigkeit des Projektes bewertet. Ab dem 7. Januar 2019 k√∂nnen die Projekte nun eingereicht werden, bis und mit sp√§testens 30. September 2019. Die √∂ffentliche Preisvergabe findet dann im Januar 2020 statt. ¬ęWir hoffen auf viele spannende Projekte, sowohl schon bestehende als auch ganz neue. Vielleicht hat eine Kirchgemeinde oder ein kirchlicher Verein schon lange so etwas umsetzen wollen und ist nun durch die Preisausschreibung motiviert, das Vorhaben in diesem Jahr anzugehen¬Ľ, so Mathias Dietz.


(Sarah Stutte, 28. Dezember 2018)

 

Unsere Empfehlungen

Tafelsilber nicht veräussern

Tafelsilber nicht veräussern

Er ist das «rechtliche Gewissen» des evangelischen Kirchenrats im Thurgau – gerade auch in Fragen rund um die Gebäudeinfrastruktur: Hanspeter Heeb ist es wichtig, dem Kirchengut Sorge zu tragen.
Für ein Stück mehr Lebensqualität

Für ein Stück mehr Lebensqualität

Gut ein Jahr nach dem Beginn des Krieges ist in der Ukraine kein Ende des Konflikts in Sicht. Speziell in der Anfangszeit sprangen viele evangelische Kirchgemeinden in die Bresche, um geflüchteten ukrainischen Familien zu helfen. Nachdem Kanton und Gemeinden mittlerweile viele Angebote aufgegleist ...
Ein Sammler von 150 Glocken

Ein Sammler von 150 Glocken

Glocken hängen im Thurgau nicht nur in Kirchtürmen. Glocken kann man auch sammeln, was Heinz Auer aus Bichelsee fast sein Leben lang getan hat.
Als die grossen Glocken Einzug hielten

Als die grossen Glocken Einzug hielten

Im nächsten Jahr wird das grösste Geläut einer evangelischen Kirche im Kanton Thurgau 100 Jahre alt. Im Jahr 1924 wurden sechs der heute sieben Glocken in einer Prozession zur Bergli-Kirche in Arbon gebracht und aufgezogen.