News aus dem Thurgau

Wie junge Leute Kirche leben

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27.10.2022
Im September fand das LK-Festival mit rund 1100 Jugendlichen und jungen Erwachsenen statt. Was gefällt jungen Menschen an dieser Form von Kirche besonders? Und wie stellen sie sich die ideale Gemeinde vor?

Die jungen Teens Club-Leiterinnen und -Leiter Zarina Laager und David Bregenzer aus Romanshorn sowie Svenja Sch√∂nholzer und Dominic Felleiter aus Lengwil nahmen am LKFestival in Amriswil teil. Svenja erz√§hlt: ¬ęUns gef√§llt die lockere und fr√∂hliche Atmosph√§re an diesen Anl√§ssen sehr. Die Predigten sind lebendig, zeitgerecht und alltagsnah gestaltet.¬Ľ Dominic erg√§nzt, dass meist gute Ratschl√§ge dabei seien, die man im Alltag umsetzen k√∂nne. Diese unkomplizierte, moderne Gottesdienstform spreche viele junge Leute an.

Gemeinschaft pflegen, Glauben stärken
Die beiden Paare leiten seit zwei Jahren eine christliche Jugendgruppe in ihrer Kirchgemeinde, den Teens Club (TC). Sie wurden damals von der Pr√§sidentin angesprochen, ob sie die Leitung √ľbernehmen k√∂nnten. Zarina erz√§hlt begeistert: ¬ęWir verstanden uns sofort! Die Teamzusammensetzung ist eine grosse Motivation, aber auch die Freude daran, mit den Jugendlichen Gemeinschaft zu pflegen, auszutauschen und sie im Glauben zu st√§rken.¬Ľ Der Gedanke, TC und Konfirmandenarbeit zu vernetzen, war f√ľr das TC-Team zun√§chst neu und ungew√∂hnlich. Ein grosser Vorteil sei, dass die Gruppengr√∂sse im TC dadurch konstanter sei. Auch die beiden Jugendlager im Jahr, bei denen nicht nur Pfarrteam und ¬ęK√∂nfler¬Ľ, sondern auch TC-Leiter und andere Jugendliche dabei sind, k√§men gut an. Dadurch k√∂nnten die verschiedenen Altersgruppen der Jugendlichen durchmischt und vernetzt werden. Aus diesen neu entstandenen Beziehungen sei sogar ein Jugendhauskreis hervorgegangen.

Kennen, unterst√ľtzen, nachfragen
In der Gemeinde sch√§tzen die jungen Erwachsenen und Jugendlichen, wenn es eine Offenheit f√ľr Neues gibt: ¬ęWir merken, dass es einen grossen Umbruch gab, was das Kirchenleben betrifft. Es wurden schon viele neue Angebote f√ľr Jung und Alt initiiert. Bei uns wird ein grosses Miteinander angestrebt, das insbesondere durch viele Gemeindeausfl√ľge gest√§rkt wird¬Ľ, erkl√§rt Dominic. Zarina erg√§nzt: ¬ęMein Wunsch ist, dass man sich untereinander kennt, unterst√ľtzt und nachfragt, wie es jedem geht. Ich w√ľnsche mir, dass Menschen zusammen √ľber Gott reden, ihn anbeten und suchen ‚Äď egal welches Alter und welche Pr√§gung man hat. Und dass jeder sich ausprobieren darf und seine Begabungen entdecken und einbringen kann und keiner festgefahren immer den gleichen Dienst behalten muss.¬Ľ

 

(Meike Ditthardt)

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