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Kirche

Mosaiksteine für die Zukunft legen

31.10.2016
ERLEN TG. Vielerorts werden in Kirchgemeinden Strategien geschmiedet, wie die Gemeinde der Zukunft aussehen kann – so beispielsweise in Erlen. Es brauche dazu langfristig ausgerichtete Entscheidungen, ist Gemeindeberater Paul Baumann überzeugt.

Von Roman Salzmann

Die Chancen der zukünftigen Gemeindeleitung liegen im fruchtbaren Miteinander von gewählten Behördenmitgliedern, Pfarrperso­nen und diakonischen Mitarbeitenden. Paul Baumann kennt die Rahmenbedingungen und setzt auf zeitgemässe Veränderungsansätze. Er ist selbstständiger Coach und Organisations­entwickler sowie Beauftragter für Gemeinde­entwicklung und Mitarbeiterförderung der Evangelisch-­reformierten Landeskirche des Kantons St.Gallen. 

Persönlichkeit und Gemeinde stärken 

Wer daran interessiert ist, findet in vielen Kirchgemeinden mannigfaltige Möglichkeiten, um die eigene Persönlichkeit zu stärken, den Glauben zu vertiefen und zugleich die Kirchgemeinde für die aktuellen und zukün­ftigen gesellschaftlichen Herausforderungen zu trimmen. Max Wälchli aus Erlen beispiels­weise hat sich jahrzehntelang freiwillig in der Kirchgemeinde engagiert. Seit 16 Jahren ist er Mitglied der Kirchenvorsteherschaft, in den letzten Jahren als Präsident. Wenn er nächstes Jahr von seinem Amt zurücktritt, ist es ihm besonders wichtig, dass die Arbeit von anderen positiv weiterentwickelt wird. Im Lehrgang «Gemeinde gestalten» von Paul Baumann hat er wesentliche Impulse für eine langfristig und personenunabhängig funktionierende Kirchgemeinde erhalten: Während rund zwei Jahren hat er sich zusammen mit Verant­ wortlichen aus anderen Kirchgemeinden mit Lösungsansätzen auseinandergesetzt. Das Seminar öffnete ihm den Blick über die eigene Gemeinde hinaus: «Es bringt neue Ideen, es entstehen wertvolle Kontakte.»

Neues angepackt 

Dadurch hat Wälchli die eigene Gemeinde besser kennengelernt. Er sei bestärkt worden, im sich ständig ändernden Umfeld Neues anzugehen. Entstanden sei dadurch zum Beispiel die Umsetzung des tauforientierten Gemeindebaus mit originellen Ansätzen, bei denen Freiwillige wertschätzend eingesetzt werden: Die Seniorinnen stricken Kinderfinkli, die bei der Geburt eines Kindes den Eltern mit einem Gratulationsschreiben der Kirch­gemeinde zugestellt werden. Das «Singen mit de Chlinschte» ermögliche es, den Kontakt mit den Taufeltern zu pflegen. Damit ist ein Mosaikstein für die langfristige Gemeinde­entwicklung gelegt. 

Nächster Lehrgang «Gemeinde gestalten»: zehn Module von Februar 2017 bis November 2018. Informationsabende (19.15 bis 21.15 Uhr): Dienstag, 8. November, Haus zur Perle, St. Gallen; Donnerstag, 10. November, evangelisches Kirchgemeindehaus, Weinfelden. 


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