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Kirche

«Ich fokussiere mich auf den nächsten Schritt»

Sie ist Quästorin. Hinter diesem altertümlichen Begriff zeigt sich eine dynamische, weltzugewandte Frau. Kathrin Argaud verantwortet die landeskirchlichen Finanzen. Sie ist ehrgeizig im Beruf und im Sport, bewegt sich sicher durch Kontenpläne und Kletterrouten. Und sie strebt Silber in der Ironman Schweizermeisterschaft an.

Von Brunhilde Bergmann

Kathrin Argaud ist ein strukturierter Mensch. Die Fachfrau für Finanz- und Rechnungswesen hat schon immer gerne geplant, dabei auch immer wieder Überraschungen integriert. So wie vor über 30 Jahren, als die gebürtige Emmentalerin ihren späteren Ehemann kennenlernte und in seiner südfranzösichen Heimat heiratete. Ihm verdankt sie den französischen Nachnamen. Seit 1985 wohnt die Familie Argaud mit Sohn und Tochter in Wängi. Dort hat Kathrin Argaud 14 Jahre als Kirchenpflegerin die Geschicke der evangelischen Kirchgemeinde mitgestaltet, bevor sie im Jahr 2011 die Stelle als Quästorin der Landeskirche antrat. «Ich hätte den Begriff Quästorin wohl nicht gekannt, müssten nicht sämtliche Kirchgemeinderechnungen zur Revision eingereicht werden.» Jetzt gehört die Revision dieser Jahresrechnungen zu Argauds Aufgaben.

Wertschätzung spornt an
Kontakt mit den 63 Kirchgemeinden hat die Quästorin auch durch Beratung und fachspezifische Unterstützung. Eine Aufgabe, die sie gerne macht. Die persönlichen Kontakte sind ihr sehr wichtig: «Es gibt ein Vertrauensverhältnis, man kennt und schätzt sich. Immer wieder motivierend ist es für mich, wenn ich weiterhelfen konnte und die Freude und Erleichterung spüre.» Zu ihrer Hauptverantwortung gehören das Führen der Landeskirchenrechnung und Erstellen des Budgets zuhanden des Kirchenrats und der Synode, ausserdem die Abwicklung der Finanzausgleichsbeiträge und die Liegenschaftsverwaltung. «Ich habe
nie ausgelernt», sagt die Frau, die sich fachlich permanent weiterbildet und in der Umstellung des öffentlichen Rechnungswesens eine gute Herausforderung sieht. Trotzdem: Das Erstellen des neuen Kontenplans für die Kirchgemeinden kostet Zeit und Energie. Es wird mit dem Projekt «ök.FiBu» in ökumenischer Zusammenarbeit bewältigt.

«Auf 4000ern fühle ich mich klein»
Kathrin Argaud füllt ihre Energiereserven, indem sie sich sportlich auspowert: «Sport und Bewegung sind Bestandteil meines Lebens. » Oft verbringt sie ihre Mittagspause mit Schwimmen oder Joggen. Der «Ironman 70.3 Switzerland» in Rapperswil mit 1,9 km Schwimmen im Zürichsee, 90km Rennvelostrecke und Halbmarathon gehört fix in ihre Agenda. «Mein Highlight war die Bronzemedaille 2015 in der Schweizermeisterschaft. Jetzt strebe ich in meiner Altersklasse die Silbermedaille an.» Ski- oder Hochtouren locken die Triathletin zu allen Jahreszeiten in die Berge, seit kurzem klettert sie, vorzugsweise im Alpstein. Die Kombination von Kondition und Technik im Fels fasziniert sie. «Wie komme ich weiter? Ich fokussiere mich ganz auf den nächsten Schritt.» Beim Klettern hat sie eine neue Dimension von Freiheit entdeckt: «Auf einem 4000er bin ich wie in einer anderen Welt. Ich fühle mich ganz klein, gleichzeitig spüre ich mich als Teil der grossen, genialen Schöpfung.» Glücklich ist sie auch, wenn sie ihren Garten naturnah gestaltet, fein kocht und Zeit mit der Familie verbringt. Die Spannung zwischen den Polen gibt Kathrin Argaud die nötige Lebensenergie.

 


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