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Kirche

Diplomiert, um Religion zu unterrichten

Zwölf Personen aus den Landeskirchen Thurgau, St. Gallen und Graubünden haben ihre dreijährige Ausbildung zur Fachlehrperson für evangelischen Religionsunterricht auf der Sekundarstufe abgeschlossen. Die Diplomfeier fand am Sonntag, 23. Juni 2019 in der Evangelischen Kirche in Arbon statt.

Der Aufwand für ihre dreijährige Zusatzausbildung hat sich gelohnt. Elf Frauen und ein Mann durften ihr Fähigkeitszeugnis vom Ostschweizer kirchlich-theologischen Ausbildungsverbund OKTAV entgegennehmen. Damit sind sie berechtigt als Fachlehrpersonen Religion an der Oberstufe in den Kantonen AI, AR, GL, GR, SG und TG Religionsunterricht zu erteilen. Die Diplomfeier fand im Rahmen des Gemeindegottesdienstes statt, Gastgeberin war die Evangelische Kirchgemeinde Arbon.

Anschauliche Auslegung des Bibeltextes
Den Gottesdienst zum Thema „Das könnt ihr euch schenken” haben die Diplomanden und der Diplomand gemeinsam gestaltet. Als Predigttext wählten sie mit ihren Kursleitenden Maria Thöni, Graubünden, Tobias Arni, Thurgau, und Holger Brenneisen, St. Gallen, den Text aus 1. Könige 13,1-17. Tobias Arni, Leiter der Thurgauer Fachstelle Religionsunterricht, legte den Bibeltext mit einer anschaulichen Methode aus, die nach der dreijährigen Ausbildung auch den zwölf Kursteilnehmenden vertraut ist. Er überraschte mit einprägsamen Zeichenhandlungen und verknüpfte die Prophetenerfahrung mit prägenden Erlebnissen, die in einer Biografie zur überraschenden Wende führen können.

Kompetenz nicht geschenkt
Pfarrer Holger Brenneisen, Leiter des Religionspädagogischen Instituts St. Gallen, sagte zur feierlichen Diplomübergabe anerkennend: „Euch ist nichts geschenkt worden. Ihr habt euch die Kompetenz sauer verdient“. Mit der erweiterten OKTAV Ausbildung erwarben sich die Teilnehmenden die Fähigkeit zur kirchlichen Bildungsarbeit und zum Erteilen von reformiert-konfessionellem und interkonfessionellem Religionsunterricht auf Sekundarschulstufe. In den ersten beiden Ausbildungsjahren befassten sie sich mit den Modulen Theologie, Religionskunde, Methodik/Didaktik und Pädagogik/Psychologie. Im 3. Jahr sammelten sie die nötige Praxiserfahrung.

Kirchenchor-Premiere
Namens des Kirchenrats ihrer Kantonalkirchen überreichten Barbara Damaschke-Bösch (St. Gallen), Maria Thöni (Graubünden) und Ruth Pfister (Thurgau) den Diplomandinnen und dem Diplomand ihr Zertifikat und ein Geschenk
. Der neugebildete Kirchenchor unter Leitung von Simon Menges verlieh dem Gottesdienst eine feierliche Note mit seinem ersten öffentlichen Auftritt. Die Fest-Gemeinde war nach dem Gottesdienst zum Apéro im Kirchgemeindehaus eingeladen, wo die neuen Fachlehrkräfte herzliche Gratulationen entgegennehmen durften.

(23. Juni 2019, Brunhilde Bergmann)


Von Jürg Hartmann erfasst am 28.11 2019 21:42

Zum Thema "Glaubensvorstellungen"

Fragen an Buddha Fragen an Allah Fragen an Gott Fragen an Manitou Fragen an Mohammed Fragen an das Göttliche im Menschen Wenn ich mir vorstelle, das Göttliche würde mir gegenübersitzen, was wäre dann? So setze ich mich hin und bitte das Göttliche, mir gegenüber Platz zu nehmen. Die Stühle sind bequem, sehr geeignet, ganz hier zu sein. Ganz. Da sitzen wir zwei, schweigsam, nachdenklich aber ganz da. Mich sieht man gut, mich erkennt man gut, das Göttliche aber lässt weder Worte noch Bilder zu, denn in Worte und Bilder gefasst ist das Göttliche nicht mehr göttlich sondern menschlich. Für unsere Kinder sind die Bilder wichtig und notwendig, für erwachsene Menschen bezweifle ich das ernsthaft. Die Antworten aber, die kann ich hören, vielleicht auch wahrnehmen, das reicht, muss reichen. Und so komme ich zu meiner ersten Frage: «Ich weiss, ich könnte Dich jetzt fragen, warum Du all das Schreckliche, Böse und Teuflische auf dieser Welt zulässt, die Kriege, die Gewalt, Vernichtung und Tod. Doch genau diese Frage stelle ich jetzt nicht. Ich versuch’s also andersherum. Ich frage Dich und nur Dich: Wie kommt es denn, dass wir Dich immer wieder fragen, was ich fragen könnte wie oben erwähnt. Wie also kommt das?» Das Göttliche ist irgendwo im Raum, meine ich, seine Stimme aber kann ich klar und deutlich hören, das ist die Hauptsache, und damit höre ich auch seine Antwort. ES sagt: «Deine Frage ist gut, lieber Mensch, ich denke nach. Kannst Du Dir vorstellen, welcher Art meine Gedanken hier sind?» Ich bin überrascht. Da stelle ich ihm eine meiner ganz wichtigen Fragen und nun soll ich mir vorstellen, was ES meint, was ES denkt. Komisch, ungewohnt, ich weiss nicht recht und bin verwirrt. So antworte ich: «Du siehst, Deine Antwort macht mich wirr, die Worte in meinem Kopf fliegen kreuz und quer und suchen nach einer Ordnung. Das will nun heissen, ich denke nach, ich denke laut nach, dann kannst Du meine Gedanken gleich mithören. Also: Deine Antwort wirkt, ich beginne zu suchen, suche jedoch bei mir und in mir. So weit bin ich im Moment.» Das Göttliche antwortet sofort: «Ganz genau, Du hast es erkannt denn Du suchst bei Dir. Du suchst nicht in den Wolken, hinter denen Du mich vermutest, Du suchst nicht beim Papst, meinem angeblichen Stellvertreter auf Erden, Du suchst nicht aussen, sondern innen, das ist der Punkt!» Damit bin ich wieder allein im Raum, allein mit meinen Fragen, ganz auf mich zurückgeworfen, auf mich gestellt. Vielleicht ist das der Punkt, vielleicht ist das die Antwort des Göttlichen an mich: «Geh auf die Suche, immer wieder, und suche in Dir, mit Dir und natürlich auch zusammen mit anderen Menschen. Doch bleib auf der Suche, immer.»

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