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Kirche

«Gemeinsam Grenzen überwinden»

«Die gemeinsamen Erfahrungen am Bodensee-Kirchentag werden uns ein Leben lang positiv begleiten» sagt Gunnar Brendler. Er ist Pfarrer in der evangelischen Kirchgemeinde Kreuzlingen und Mitglied der Geschäftsführung des Bodensee-Kirchentages 2016 (BKT).

Von Micha Rippert

Der Kirchenbote hat mit Gunnar Brendler gesprochen und wollte von ihm wissen, was der BKT ist, was seine Motivation ist als «Mister BKT» und wofür sein Herz schlägt.

Gunnar Brendler, was unterscheidet den BKT von anderen kirchlichen Grossanlässen?

Er ist ökumenisch und international. Schweizerische, deutsche und österreichische Kirchen, egal ob evangelisch, katholisch, orthodox oder freikirchlich, organisieren gemeinsam diesen Grossanlass. Die Konfession oder Nationalität spielt keine Rolle. In zirka 150 Veranstaltungen wollen wir die bunte und lebendige Vielfalt christlicher Lebensäusserungen rund um den See zeigen. Es ist eine «versöhnte Verschiedenheit», die eine extreme Kraft entwickelt und den Besuchern sehr viel zu bieten hat.

Wer steckt hinter der Organisation?

In der Geschäftsführung vertrete ich die Kirchgemeinde Kreuzlingen und die evangelische Landeskirche im Thurgau. Im leitenden Ausschuss sind Leute von überall rund um den Bodensee. Es sind rund 200 engagierte Mitarbeiter, die den Anlass verwirklichen. Die grenz- und konfessionsübergreifende Teamarbeit klappt hervorragend und die unterschiedlichen Systeme erlebe ich als äusserst interessant und bereichernd.

Welche internationale Relevanz hat dieser Anlass?

Der Titel des BKT «Komm ’rüber» nach Apostelgeschichte 16,9 bildet das Programm. Wir wollen über die Grenzen hinweg Begegnungsmöglichkeiten zwischen drei Ländern und allen Konfessionen schaffen. Ausserdem ist Konstanz an einem Junisamstag der perfekte Ort, um einkaufende und geniessende Gäste am Münster mit dem grossen Markt der Möglichkeiten anzusprechen.

Wieso ist es wichtig, dass der BKT stattfindet?

Die Bedeutung dieses Anlasses begründet sich zum einen schon durch die lange Tradition, die er hat. Es gibt ihn in einem zweijährigen Turnus schon seit 34 Jahren. Aber noch viel wichtiger ist, dass der BKT eine immens grosse Öffentlichkeitswirkung hat. Konstanz und Kreuzlingen sind an Sommerwochenenden voll von Besuchern. So sind wir mit der Kirche da, wo die Leute sind. Ich denke, dass wir mit unseren relevanten Themen nichts Besseres für die Kirche und für die Menschen tun können. Wir rechnen mit ca. 8000 Gästen, die aktiv an unseren Veranstaltungen teilnehmen.

Wofür schlägt ihr Herz am BKT?

Ganz klar für das gesamte Projekt. So ist es für mich auch schwer Höhepunkte zu benennen. Es kommt auf die persönlichen Vorlieben an. Von da her bieten wir 150 Highlights, von denen für jeden Gast etwas dabei ist. Ich persönlich halte den Kirchentag für eine sehr gute Gelegenheit, die Kirche in der breiten Öffentlichkeit positiv, bunt und vielfältig zu präsentieren. Das sind Imageeffekte, die von höchster Bedeutung für uns als Kirchen sind. Somit ist meine Motivation, den Besuchern als eine gemeinsame Kirche einen Anlass zu bieten, an dem sie sich wohlfühlen und auf uns aufmerksam werden. 


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