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Gesellschaft

«Musik verleiht ein Gesicht»

27.10.2016
FRAUENFELD TG. Christoph Lowis aus Frauenfeld beantwortet im Interview Fragen zum Organisationsleben und zum christlichen Glauben.

Christoph Lowis

Name: Christoph Lowis (33)

Wohnort: Frauenfeld

Beruf: Kirchenmusiker, Organist, Chorleiter, Musikpädagoge

Kirchliches Engagement: Hauptorganist, Popularmusiker, Leiter des Ressorts Musik, künstlerischer Co-Leiter der Frauenfelder Abendmusiken

Organisation: Vorstandsmitglied im Thurgauischen Organistenverband

Hobbys: bergsteigen, velofahren und joggen

 

Was gefällt Ihnen am Organisationsleben besonders?

Mir gefällt der Austausch unter Gleichgesinnten. Organisten sind in ihren Kirchgemeinden oft Einzelkämpfer, da sie im Verborgenen arbeiten.

Was könnte man verbessern in Ihrer Organisation?

Ich bin noch nicht lange dabei und kann diese Frage deshalb nicht beantworten.

Welchen Beitrag kann Ihre Organisation für die Gesellschaft leisten?

Musik stiftet der Kirche Identifikation und sie verleiht dem Glauben ein Gesicht. Wer singt, betet doppelt, wusste schon Augustinus zu berichten. Ohne die Musik wäre die Kirche arm und unser Gottesdienst einseitig. Wir Kirchenmusiker und Organisten tragen Sorge für eine musikalisch vielfältige Kirche, die singt und klingt. Jeder kann Gott im Gesang und mit Instrumenten loben, es braucht aber neben den Laien auch Profis, die das musikalische Schiff in die Zukunft steuern. Aktuelle Fragen über Nachwuchsprobleme, die Einbindung verschiedener Stile und die allgemeine kirchenmusikalische Zukunft werden im Thurgauischen Organistenverband diskutiert.

Welche Rolle spielt der Glaube in Ihrem Leben? Können Sie dafür ein konkretes Beispiel nennen?

Christus ist Fundament und Anker meines Lebens. Nur Christus kann meinem Leben ein Ziel geben und nur durch ihn macht alles Sinn. Er ist stets für mich da, in guten und in schlechten Zeiten. Mein Glaube ist in den letzten Jahren erst lebendig geworden; immer wieder gibt es als Musiker schwierige Aufgaben, wie zum Beispiel ein grosses Konzert. Früher bin ich bei der Vorbereitung oft sehr nervös geworden, aber durch die Erkenntnis, dass Christus mich führt, habe ich Ruhe gefunden. Er zeigt mir immer den nächsten Schritt und ich weiss, dass er mich nicht verlässt.