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Religionen

Interreligiös unterwegs

«Dialogue en route»: Ein junges Projekt hat sich etabliert. Es schafft Raum für Begegnungen zwischen Menschen, Kulturen und Weltanschauungen. Auf einer Reise durch die Schweiz kann man die religiöse und kulturelle Vielfalt der Schweiz entdecken, zum Beispiel in der Kartause Ittingen.

Der 20-jährige Florian Bachofner engagiert sich bereits seit 2016 im Projekt «Dialogue en route» (Dialog auf Achse) und ist mit Herzblut dabei. Bachofner begleitet verschiedene Gruppen, meist Jugendliche, an die verschiedenen Stationen und führt sie durch das Angebot.

Was die Stille auslöst
Bachofners Aufgabe ist es, in möglichst einfachen Worten zu erklären, was die Kartause Ittingen ausmacht und wie sie mit dem interreligiösen Dialog zusammenhängt. Sein Vater ist Leiter der Erwachsenenbildungsstätte Tecum der Landeskirche in der Kartause – dadurch besteht der persönliche Bezug. Florian Bachofner ist in der ganzen Schweiz für die Förderung des interreligiösen Dialogs unterwegs. Im Moment ist er aber hauptsächlich in der Station Kartause Ittingen im Einsatz. Das Angebot in der Kartause Ittingen mit dem Titel «Gemeinsam still» ermöglicht den Besucherinnen und Besuchern eine Schweigemeditation zu erleben und sich über die Stille, und was sie auslöst, Gedanken machen. So erhalten sie einen Einblick in das Leben der ehemaligen Kartäusermönche. Das zweite Angebot unter dem Titel «Ich und die anderen» regt an, über das individuelle und soziale Dasein nachzudenken. Nebst der Kartause gibt es seit diesem Herbst rund 40 Stationen in der ganzen Schweiz.

«Wir möchten den Dialog zwischen den Religionen und Konfessionen begünstigen», erzählt Bachofner. Die Schweiz gelte als Erfolgsmodell, wie Menschen aus verschiedenen Religionen, Kulturen und Traditionen miteinander leben. «Ich hatte schon immer grosses Interesse an anderen Religionen, an Gesprächen über Religionen und den Wunsch, Menschen aus diversen Glaubensgemeinschaften kennenzulernen», erläutert Bachofner. «Dialogue en route» biete die einzigartige Möglichkeit, mit Hare-Krishna-Mönchen, Buddhisten, Katholiken und unzähligen weiteren Personen gleichen Alters in Kontakt zu treten. Ziel sei es, Vorurteilen, Misstrauen und jeglicher Form von Fundamentalismus den Boden zu entziehen und somit ein friedliches Zusammenleben zu ermöglichen.

Auch für Hauskreise
Das Projekt richtet sich hauptsächlich an Jugendliche und wird von Jugendlichen geführt. Sie erhalten dabei auch Antworten auf persönliche Fragen zum Glauben. Selbstverständlich könne dieses Angebot auch von älteren Personen, zum Beispiel von Hauskreisen, in Anspruch genommen werden, ergänzt Bachofner.


(27. Oktober 2018, Bettina Salzmann)


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