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Kirche, Leben & Glauben

Pak Fredi – ein Urwaldriese im Missionsdschungel

Wo immer draussen «Basel» draufsteht, da kennt man den Pak Fredi, unseren Reiseleiter und Geschichtenerzähler. Zehn Jahre Einsatz in Indonesien (Aufbau und Leitung von Holzfachschulen) und anschliessend 40 Jahre Arbeit für die Basler Mission haben Spuren hinterlassen. Wo Fredi Hirt auftaucht, da wird viel gelacht und in Erinnerungen geschwellt... Er ist ein wandelndes Missionslexikon zur neueren Geschichte der Basler Mission.

Drei Müsterchen:

-      1971 war Fredi Hirt mit seiner Familie gerade seit einem Jahr in Indonesien tätig. Da besuchten sie Studienkollegen, die für die Basler Mission in Sabah tätig waren. Damals waren Reisen auf Sabah ein Abenteuer bei dem man immer auf Überraschungen gefasst sein musste. Zum Beispiel wurde der gebuchte Flug kurzfristig andersweitig eingesetzt, so dass die junge Familie einen grossen Umweg machen musste und die Reise statt der geplanten drei Tage acht Tage dauerte! Als sie schliesslich doch noch ankamen, erlebten sie ermutigende Gemeinschaft und bestiegen mit ihren Freunden den Mount Kinabalu (4095 Meter über Meer) – lange vor allen Touristenströmen. Seit diesen Tagen kennt Fredi Hirt Sabah und hat es immer wieder besucht. 

-      Die Familie Hirt lebte und arbeitete in Indonesien auf der Insel Kalimanten (welche die Malayen Borneo nennen) an der Holzfachschule Mandomai. Diese konnte von der Küste aus nur per Schiff, 70 Kilometer den Fluss hoch, erreicht werden. Geld, Lebensmittel und auch Briefe von zuhause gab es nur an der Küste. Die Holzfachschule wurde von Einheimischen im grossen Umkreis besucht und schon sehr früh wurden auch Mädchen ausgebildet. Im Auftrag der indonesischen Regierung bauten sie unter anderem drei Bogenbrücken aus Eisenholz (70 Meter Spannweite), von denen eine noch bis heute im Betrieb ist. 

-      Zurück in der Schweiz organisierte Fredi Hirt unter anderem unzählige Begegnungsreisen in alle Einsatzgebiete der Basler Mission. Überall ging er mit den Reisegruppen den Einsätzen der Basler Missionare nach, um zu sehen und zu erleben, was davon langfristig geblieben war. In China war die Basler Mission seit 1846 tätig. 1951 musste der letzte Missionar das Land verlassen. Viele hatten ihren Einsatz auch mit dem Leben bezahlt. In den 1980er Jahren war es wieder möglich, nach China zu reisen und Kirchen und Institutionen zu besuchen, die von der Basler Mission gegründet worden waren. 1986 besuchte Fredi Hirt mit der ersten Reisegruppe nach der Kulturrevolution das ehemalige Missionsspital der Basler Mission in Meixian (Hakka-Gebiet, nordöstlich von HongKong). Das Spital ist heute ein Regierungsspital mit 3500 Betten und 1000 Ärzten. 2017 wurde im Rahmen der Feierlichkeiten zum 120-Jahr-Jubiläum des Spitals auch ein Museum eingerichtet, das die Entstehungsgeschichte des Spitals aufzeigt inklusive der wichtigen Rolle der verschiedenen Basler Missionare. 

Obwohl Fredi seit 16 Jahren pensioniert ist, sprüht er nur so vor Energie und Freude an den verschiedenen Begegnungen auf den Reisen. Auch unsere Sabah-Reise wird nicht seine letzte sein...


(8. November 2018)


Von Jürg Hartmann erfasst am 28.11 2019 21:42

Zum Thema "Glaubensvorstellungen"

Fragen an Buddha Fragen an Allah Fragen an Gott Fragen an Manitou Fragen an Mohammed Fragen an das Göttliche im Menschen Wenn ich mir vorstelle, das Göttliche würde mir gegenübersitzen, was wäre dann? So setze ich mich hin und bitte das Göttliche, mir gegenüber Platz zu nehmen. Die Stühle sind bequem, sehr geeignet, ganz hier zu sein. Ganz. Da sitzen wir zwei, schweigsam, nachdenklich aber ganz da. Mich sieht man gut, mich erkennt man gut, das Göttliche aber lässt weder Worte noch Bilder zu, denn in Worte und Bilder gefasst ist das Göttliche nicht mehr göttlich sondern menschlich. Für unsere Kinder sind die Bilder wichtig und notwendig, für erwachsene Menschen bezweifle ich das ernsthaft. Die Antworten aber, die kann ich hören, vielleicht auch wahrnehmen, das reicht, muss reichen. Und so komme ich zu meiner ersten Frage: «Ich weiss, ich könnte Dich jetzt fragen, warum Du all das Schreckliche, Böse und Teuflische auf dieser Welt zulässt, die Kriege, die Gewalt, Vernichtung und Tod. Doch genau diese Frage stelle ich jetzt nicht. Ich versuch’s also andersherum. Ich frage Dich und nur Dich: Wie kommt es denn, dass wir Dich immer wieder fragen, was ich fragen könnte wie oben erwähnt. Wie also kommt das?» Das Göttliche ist irgendwo im Raum, meine ich, seine Stimme aber kann ich klar und deutlich hören, das ist die Hauptsache, und damit höre ich auch seine Antwort. ES sagt: «Deine Frage ist gut, lieber Mensch, ich denke nach. Kannst Du Dir vorstellen, welcher Art meine Gedanken hier sind?» Ich bin überrascht. Da stelle ich ihm eine meiner ganz wichtigen Fragen und nun soll ich mir vorstellen, was ES meint, was ES denkt. Komisch, ungewohnt, ich weiss nicht recht und bin verwirrt. So antworte ich: «Du siehst, Deine Antwort macht mich wirr, die Worte in meinem Kopf fliegen kreuz und quer und suchen nach einer Ordnung. Das will nun heissen, ich denke nach, ich denke laut nach, dann kannst Du meine Gedanken gleich mithören. Also: Deine Antwort wirkt, ich beginne zu suchen, suche jedoch bei mir und in mir. So weit bin ich im Moment.» Das Göttliche antwortet sofort: «Ganz genau, Du hast es erkannt denn Du suchst bei Dir. Du suchst nicht in den Wolken, hinter denen Du mich vermutest, Du suchst nicht beim Papst, meinem angeblichen Stellvertreter auf Erden, Du suchst nicht aussen, sondern innen, das ist der Punkt!» Damit bin ich wieder allein im Raum, allein mit meinen Fragen, ganz auf mich zurückgeworfen, auf mich gestellt. Vielleicht ist das der Punkt, vielleicht ist das die Antwort des Göttlichen an mich: «Geh auf die Suche, immer wieder, und suche in Dir, mit Dir und natürlich auch zusammen mit anderen Menschen. Doch bleib auf der Suche, immer.»

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