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Kirche, Leben & Glauben

Am Grab von Stefan Rennstich

In der Nähe von Kudat ganz im Norden von Sabah wirkten einst die Thurgauer Missionarsfamilie Honegger als erste unter dem Stamm der Rungus. Hinter ihrem Missionarshaus stiessen wir auf eine Gedenkstätte und erlebten bewegende Momente.

Die Übersetzung des Textes auf dem Gedenkstein lautet:

"Stefan, Sohn von Karl Rennstich, ist vor 50 Jahren von uns gegangen, in der Zeit als seine Eltern unter den Rungus als christliche Missionare gedient haben. Er wurde im Garten dieses besonderen Missionshauses begraben. So ist er zur Brücke und zum Zeichen der Solidarität, Freundschaft und Partnerschaft in Jesus geworden zwischen den Missionaren und dem Volk der Rungus. Wir verdanken ihnen so viel. Sie haben ein Leben verloren, aber wir haben dafür das 'Leben' gewonnen. Stefan, unser Bruder in Christus, auch wenn du von uns gegangen bist, wirst du für immer in unseren Herzen bleiben als lieber Bruder.
Diese Erinnerungsstätte wurde bewusst gebaut, um an die Beziehung zwischen der PCS (Protestant Church of Sabah) und all den Missionaren zu erinnern. Es ist ein Zeichen und ein Ausdruck der Dankbarkeit der PCS. Es soll die Ehren, die uns Hoffnung, Liebe und Glauben gebracht haben. Wir waren einst weit weg und am Boden, aber jetzt sind wir Gott nach, denn Jesus liebt uns mehr und weit über unser Begreifen hinaus.
Danke, Familie Rennstich, dass ihr uns geliebt habt so wie Jesus liebt. Mögen eure Seelen im Frieden ruhen bis wir uns wiedersehen, wenn Jesus kommt."


(Samuel Kienast-Bayer, 11. November 2018)


Von Jürg Hartmann erfasst am 28.11 2019 21:42

Zum Thema "Glaubensvorstellungen"

Fragen an Buddha Fragen an Allah Fragen an Gott Fragen an Manitou Fragen an Mohammed Fragen an das Göttliche im Menschen Wenn ich mir vorstelle, das Göttliche würde mir gegenübersitzen, was wäre dann? So setze ich mich hin und bitte das Göttliche, mir gegenüber Platz zu nehmen. Die Stühle sind bequem, sehr geeignet, ganz hier zu sein. Ganz. Da sitzen wir zwei, schweigsam, nachdenklich aber ganz da. Mich sieht man gut, mich erkennt man gut, das Göttliche aber lässt weder Worte noch Bilder zu, denn in Worte und Bilder gefasst ist das Göttliche nicht mehr göttlich sondern menschlich. Für unsere Kinder sind die Bilder wichtig und notwendig, für erwachsene Menschen bezweifle ich das ernsthaft. Die Antworten aber, die kann ich hören, vielleicht auch wahrnehmen, das reicht, muss reichen. Und so komme ich zu meiner ersten Frage: «Ich weiss, ich könnte Dich jetzt fragen, warum Du all das Schreckliche, Böse und Teuflische auf dieser Welt zulässt, die Kriege, die Gewalt, Vernichtung und Tod. Doch genau diese Frage stelle ich jetzt nicht. Ich versuch’s also andersherum. Ich frage Dich und nur Dich: Wie kommt es denn, dass wir Dich immer wieder fragen, was ich fragen könnte wie oben erwähnt. Wie also kommt das?» Das Göttliche ist irgendwo im Raum, meine ich, seine Stimme aber kann ich klar und deutlich hören, das ist die Hauptsache, und damit höre ich auch seine Antwort. ES sagt: «Deine Frage ist gut, lieber Mensch, ich denke nach. Kannst Du Dir vorstellen, welcher Art meine Gedanken hier sind?» Ich bin überrascht. Da stelle ich ihm eine meiner ganz wichtigen Fragen und nun soll ich mir vorstellen, was ES meint, was ES denkt. Komisch, ungewohnt, ich weiss nicht recht und bin verwirrt. So antworte ich: «Du siehst, Deine Antwort macht mich wirr, die Worte in meinem Kopf fliegen kreuz und quer und suchen nach einer Ordnung. Das will nun heissen, ich denke nach, ich denke laut nach, dann kannst Du meine Gedanken gleich mithören. Also: Deine Antwort wirkt, ich beginne zu suchen, suche jedoch bei mir und in mir. So weit bin ich im Moment.» Das Göttliche antwortet sofort: «Ganz genau, Du hast es erkannt denn Du suchst bei Dir. Du suchst nicht in den Wolken, hinter denen Du mich vermutest, Du suchst nicht beim Papst, meinem angeblichen Stellvertreter auf Erden, Du suchst nicht aussen, sondern innen, das ist der Punkt!» Damit bin ich wieder allein im Raum, allein mit meinen Fragen, ganz auf mich zurückgeworfen, auf mich gestellt. Vielleicht ist das der Punkt, vielleicht ist das die Antwort des Göttlichen an mich: «Geh auf die Suche, immer wieder, und suche in Dir, mit Dir und natürlich auch zusammen mit anderen Menschen. Doch bleib auf der Suche, immer.»

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