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Gesellschaft

Herausgefordert selber zu denken

«Reformiert» – was meinen wir damit? Elisabeth Rickenbach hat diese Frage aus ihrer Sicht beantwortet.

«In meinem Glauben geprägt haben mich meine Jahre im Cevi, im Christlichen Verein Junger Menschen. Dort habe ich erlebt und erfahren, dass Glauben etwas Persönliches ist. Im kirchlichen Unterricht habe ich diese persönliche – an Jesus Christus orientierte - Glaubensbeziehung zum Teil vermisst. Auf der Suche nach meiner kirchlichen Zugehörigkeit habe ich auch Freikirchen kennengelernt. Wenn ich mich schliesslich für die reformierte Landeskirche entschieden habe, wohl deshalb, weil in der Landeskirche eine gewisse Offenheit gelebt wird und sie deshalb in der Gesellschaft eine grössere Akzeptanz geniesst. Die Bibel leitet mich in meinem Glauben. Als Reformierte sind wir dazu legitimiert über unseren Glauben zu reden. Wir sind herausgefordert selber zu denken. Das war und ist für mich nicht in allen Lebenslagen immer nur einfach. Und doch haben auch Traditionen ihren Wert, wenn sie nicht zu «eng» verstanden und gelebt werden. Sie können Halt geben und uns ein Stück weit vom «Selber müssen» entlasten. So habe ich kürzlich den Ewigkeitssonntag als Ort und Anlass erlebt, an dem das Gedenken an die Verstorbenen einen Platz gefunden hat. Zum selbst verantworteten persönlichen Glauben gehört auch das Wirken in der Gemeinschaft und in der Gesellschaft - in meinem Fall zum Beispiel in der Politik. Ich bin gefordert, meinen Beitrag zu leisten, damit Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung auf dieser Welt wachsen können.»


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