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Kultur

«Zwei Himmel über dem Thurgau»

11.05.2020
In der Reihe des Historischen Vereins erscheint das Buch «Zwei Himmel über dem Thurgau». Das Buch dreht sich um die Geschichte der Landeskirchen im Kanton Thurgau.

Anlass zum Buch ist das Jubiläum des Landeskirchenrechtes, welches mit der Kantonsverfassung am 28. Februar 1869 vom Thurgauer Volk deutlich angenommen wurde. In fünf Aufsätzen werden die komplexen historischen Prozesse der Vor- und Nachgeschichte dieses Ereignisses beleuchtet.

Neugestaltung der Beziehung
Thematisiert wird das Verhältnis von Kirche und Staat vom 18. bis ins 21. Jahrhundert. Nach einer religionsphilosophischen Einleitung von Religionswissenschaftler Reto Friedmann erzählt der evangelische Theologe Rudolf Gebhard die Entstehung der beiden Landeskirchen in seinem Aufsatz als Freiheitsgeschichte. Freiheit sei das grosse Schlagwort der Zeit gewesen, auf das sich alle katholischen und protestantischen partei- und kirchenpolitischen Gruppierungen beriefen.

Entwicklung des Zivilstandswesens
Der Historiker André Salathé widmet sich der Entwicklung des Zivilstandwesens im 19. Jahrhundert. In seinem Aufsatz geht es unter anderem um die Erfassung der Ereignisse Geburt, Eheschliessung und Tod. Und um die langsame Veränderung des Verhältnisses der Menschen zu diesen Ereignissen und deren Niederschlag im Zivilrecht.

Religion in der Schule
Dass Staat und Kirche immer in einer Beziehung zueinander stehen und diese mit dem Wandel der Gesellschaft neu verhandelt werden muss, wird exemplarisch beim Thema Religion in der Schule deutlich. Die Erziehungswissenschaftlerin Carla Aubry zeigt in ihrem Beitrag auf, dass neben der Auflösung der konfessionellen Schulen vor allem auch die Frage um die Hoheit über den Religionsunterricht bereits Mitte des 19. Jahrhunderts zu einem Konflikt zwischen Staat und Kirche führte.

Sonderweg mit Armenfürsorge
Mit drei Biografien zeichnet die Historikerin Heidi Witzig in den Dörfern evangelisch Aadorf, katholisch Wuppenau und evangelisch Aawangen den Umgang mit verarmten Familien nach. Während das Zivilstandwesen im Vergleich zum Schulwesen bereits weniger im Fokus der Säkularisierung stand, so schien sich um das Armenwesen niemand streiten zu wollen. Der Kanton Thurgau schlug in diesem Bereich einen für die Schweiz einmaligen Sonderweg ein: Das Armenwesen verblieb bis 1966 in der Zuständigkeit der Landeskirchen.

Band mit Zeichnungen
Es sei ein Set an Zugängen zu einer Geschichte zusammengekommen, welche den Thurgau stark geprägt hat und heute auf eine veränderte Weise immer noch prägt, heisst es im Vorwort der beiden Herausgeber, Reto Friedmann und André Salathé. Zudem sei es das erste Mal, dass ein Band der Thurgauer Beiträge zur Geschichte durchgängig mit eigens für ihn angefertigten Zeichnungen ausgestattet wurde. Gezeichnet wurden diese von Johanna Müller, die auch das Wimmelbild zum Jubiläum gestaltet hat. (pd)

So lässt sich das Buch bestellen

Zum Jubiläum erscheint das Buch «Zwei Himmel über dem Thurgau» in der Reihe des Historischen Vereins. Das Buch zur Geschichte der Landeskirchen im Kanton Thurgau kann ab 12. Mai 2020 über http://www.hvtg.ch/publikationen.php oder per Mail über staatsarchiv@tg.ch bestellt werden. (pd)


Von Jürg Hartmann erfasst am 28.11 2019 21:42

Zum Thema "Glaubensvorstellungen"

Fragen an Buddha Fragen an Allah Fragen an Gott Fragen an Manitou Fragen an Mohammed Fragen an das Göttliche im Menschen Wenn ich mir vorstelle, das Göttliche würde mir gegenübersitzen, was wäre dann? So setze ich mich hin und bitte das Göttliche, mir gegenüber Platz zu nehmen. Die Stühle sind bequem, sehr geeignet, ganz hier zu sein. Ganz. Da sitzen wir zwei, schweigsam, nachdenklich aber ganz da. Mich sieht man gut, mich erkennt man gut, das Göttliche aber lässt weder Worte noch Bilder zu, denn in Worte und Bilder gefasst ist das Göttliche nicht mehr göttlich sondern menschlich. Für unsere Kinder sind die Bilder wichtig und notwendig, für erwachsene Menschen bezweifle ich das ernsthaft. Die Antworten aber, die kann ich hören, vielleicht auch wahrnehmen, das reicht, muss reichen. Und so komme ich zu meiner ersten Frage: «Ich weiss, ich könnte Dich jetzt fragen, warum Du all das Schreckliche, Böse und Teuflische auf dieser Welt zulässt, die Kriege, die Gewalt, Vernichtung und Tod. Doch genau diese Frage stelle ich jetzt nicht. Ich versuch’s also andersherum. Ich frage Dich und nur Dich: Wie kommt es denn, dass wir Dich immer wieder fragen, was ich fragen könnte wie oben erwähnt. Wie also kommt das?» Das Göttliche ist irgendwo im Raum, meine ich, seine Stimme aber kann ich klar und deutlich hören, das ist die Hauptsache, und damit höre ich auch seine Antwort. ES sagt: «Deine Frage ist gut, lieber Mensch, ich denke nach. Kannst Du Dir vorstellen, welcher Art meine Gedanken hier sind?» Ich bin überrascht. Da stelle ich ihm eine meiner ganz wichtigen Fragen und nun soll ich mir vorstellen, was ES meint, was ES denkt. Komisch, ungewohnt, ich weiss nicht recht und bin verwirrt. So antworte ich: «Du siehst, Deine Antwort macht mich wirr, die Worte in meinem Kopf fliegen kreuz und quer und suchen nach einer Ordnung. Das will nun heissen, ich denke nach, ich denke laut nach, dann kannst Du meine Gedanken gleich mithören. Also: Deine Antwort wirkt, ich beginne zu suchen, suche jedoch bei mir und in mir. So weit bin ich im Moment.» Das Göttliche antwortet sofort: «Ganz genau, Du hast es erkannt denn Du suchst bei Dir. Du suchst nicht in den Wolken, hinter denen Du mich vermutest, Du suchst nicht beim Papst, meinem angeblichen Stellvertreter auf Erden, Du suchst nicht aussen, sondern innen, das ist der Punkt!» Damit bin ich wieder allein im Raum, allein mit meinen Fragen, ganz auf mich zurückgeworfen, auf mich gestellt. Vielleicht ist das der Punkt, vielleicht ist das die Antwort des Göttlichen an mich: «Geh auf die Suche, immer wieder, und suche in Dir, mit Dir und natürlich auch zusammen mit anderen Menschen. Doch bleib auf der Suche, immer.»

Von Fredy Rechsteiner erfasst am 29.09 2020 20:41

Vorsicht, Rücksicht und Zuversicht

Frank Sachweg unterstellt den Corona-Massnahmenkritikern, sie seien assoziale, unverschämte Egoisten und kennen weder Vorsicht noch Rücksicht. Dabei erkennt er nicht, das diese Personen gerade aus Nächstenliebe die übertriebenen Massnahmen ablehnen. Niemand hat etwas gegen Händewaschen usw. Dies ist der Blitzableiter, der schon immer angewandt wurde. Einfach und wirkungsvoll. Die neuen Massnahmen, die nun aber die physische und psychische Gesundheit angreifen und die Abwehrkräfte schwächen, werden mehr Opfer fordern als die sogenannte Pandemie selbst. Das Coronavirus wird Opfer fordern wie jede schwere Grippewelle bisher, aber es ist keine alles dahinraffende Seuche. Wer das um jeden Preis verhindern will, nimmt auch in Kauf, dass für seine Sicherheit 100tausende Kinder verhungern, hunderte Millionen Menschen ihre existenzielle Lebensgrundlage verlieren oder Tausende in den Suizid getrieben werden. Auch die Folgen von Sauerstoffmangel durch Maskentragen (Förderung von Demenz) oder von gentechnisch hergestellten Impfstoffen werden nicht spurlos an uns vorbeigehen. Wenn nun auch noch das Argument aufgegriffen wird, man dürfe niemanden gefärden, muss grundsätzlich alles verboten werden. Autofahrer gefärden, Alkohol gefärdet, sogar ein Bienenstich kann das Leben bedrohen. Vorsichtig, rücksichtsvoll und zuversichtlich wollen wir alle sein. Die Frage ist, was ist unsere Motivation? Ist es die Liebe oder die Angst? Die Bibel sagt dazu: Wirkliche Liebe ist frei von Angst. Ja, wenn Gottes vollkommene Liebe uns erfüllt, vertreibt sie sogar die Angst. Wer sich also fürchtet und vor der Strafe zittert, bei dem ist Gottes Liebe noch nicht zum Ziel gekommen. 1.Johannes 4:18

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