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Gesellschaft

24’000 Worte pro Sekunde

24.05.2021
Die Covid-19-Situation trägt dazu bei, dass soziale Medien intensiver genutzt werden. Das spürt auch die Evangelische Landeskirche des Kantons Thurgau. Bereits in vielen Kirchgemeinden werden Facebook & Co eingesetzt, um kirchlichen Inhalt zu teilen. Der Kirchenrat des Kantons Thurgau hat sich dazu entschieden, vermehrt auf Bewegtbilder zu setzen.

Gerda Schärer, Kirchenrätin der Evangelischen Landeskirche des Kantons Thurgau, betont, dass sich der Kirchenrat schnell einig war, Videos einzusetzen. In der heutigen Zeit verbreite sich ein grosser Teil von Informationen über die sozialen Medien, sei es über Youtube, Instagram oder Facebook. Die Videos sollen die Printmedien und die Webseite ergänzen. Damit werde ein neuer Zugang zur Kirche geschaffen. Man hoffe, damit mehr Menschen zu erreichen.

Neues Logo «Kreuz im Licht»
Der Kirchenrat will im ersten Video in einer zeitgemässen Art aufzeigen, dass die Evangelische Landeskirche des Kantons Thurgau mit dem neuen Logo «Kreuz im Licht» in der Öffentlichkeit in einem neuen Kleid in Erscheinung tritt. Das Video soll die Kommunikation des neuen Logos im Kirchenboten, in der Presse, auf der Webseite sowie auf den internen Kanälen unterstützen. Videos seien ein Kommunikationsmittel und dienten als «Türöffner », so Ernst Ritzi, Aktuar des Kirchenrats. Dario Hässig, der Produzent des ersten Videos, sagt, dass das Medium Video zurzeit eine häufig genutzte Form für Online-Inhalte sei, die am meisten Interaktionen mit sich bringe. Die Kirche könne Themen in einem Video viel lebendiger präsentieren als in einem Text. Darauf setzt Ritzi, denn Hässig ist als Fotografie- Student an der Schule für Gestaltung St. Gallen und Jungunternehmer im Bereich von Bewegtbildern einer, der es wissen muss.

Videos werden ergänzt
Kirchenmitglieder können sich in kurzer Zeit und bequem am Smartphone oder am Computer informieren. Wer Interesse hat, wird auf der Webseite der Landeskirche oder im Kirchenboten mit weiterführenden Informationen versorgt. Ernst Ritzi: «Wir wollen, dass die Menschen sich in unsere Botschaften vertiefen, sich aktiv beteiligen und so von den kirchlichen Angeboten profitieren können.» Mit der Bettagsbotschaft beispielsweise soll nicht nur das Interesse geweckt werden, sondern man will die Menschen zum Nachdenken anregen. Mit den Videos sollen die Kirchbürgerinnen und Kirchbürger und die Kirchgemeinden auf Angebote aufmerksam werden, die einen Mehrwert bieten. Das erste Video wird im Juni 2021 veröffentlicht.

Weitere Videos folgen
Weitere Videos, wie zum Beispiel die Bettagsbotschaft 2021, ein Berufsportrait einer Religionslehrperson und ein Vorstellungsvideo der Erwachsenenbildungsstätte Tecum sind für den Juli, August und November geplant. Dario Hässig betont, dass mit einem Video unmissverständlich erklärt werden kann, um welches Thema es sich handelt. Oft reiche eine Bildstrecke nicht dazu aus, um Informationen auf verständliche Art zu publizieren. Des Weiteren sei es bequemer, ein Video zu konsumieren statt einer Bildstrecke mit Begleittext. «Wenn ein Bild mehr als tausend Worte sagt, dann sagt ein Video mindestens 24'000 Worte pro Sekunde», so Dario Hässig. Er könne sich gut vorstellen, eine Art Videopodcast von verschiedenen Gottesdiensten zu machen oder regelmässige Themenexkurse ausserhalb der Kirche zu dokumentieren. So könne eine zweite Schiene geschaffen werden, um beispielsweise die wöchentlichen Gottesdienstinhalte zu gestalten.

 

(Bettina Salzmann)


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