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Gesellschaft

Türen öffnen sich

20.09.2021
Ab diesem Sommer haben die Sonderschulen Ekkharthof und Glarisegg ihre Türen für den heilpädagogischen Religionsunterricht geöffnet. Was hat zu diesem «Umdenken» geführt?

Die Sonderschule Glarisegg in Steckborn führte anfangs Schuljahr den Religionsunterricht ein. Schulleiterin Anja Bolliger erhofft sich viel vom Jahresprojekt: «Unsere Schülerinnen und Schülern sollen sich mit zentralen Alltagsthemen transkulturell auseinandersetzen können.» Die Kinder mit Beeinträchtigung dürfen sich mit der Unterstützung von Lehrpersonen in Zusammenarbeit mit Diakon Marcel Urban auf den Religionsunterricht einlassen.

Auch Elisabeth Stickl, Schulleiterin vom Ekkharthof in Lengwil, ist glücklich über das neue Schulfach. Ein Punkt sei ihr dabei besonders wichtig: «Wir möchten, dass unsere Schülerinnen und Schüler das gleiche Angebot erhalten wie in Regelschulen.» Mit der heilpädagogischen Zusatzausbildung könne die Religionslehrerin Claudia Wirz auf die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen eingehen und die religiösen Inhalte sinnhaft vermitteln.

Pfarrer und Verantwortlicher der Fachstelle Integration Haru Vetsch kämpft schon länger dafür, dass in allen Sonderschulen der heilpädagogische Religionsunterricht stattfinden kann. Bisher war das in nur vier von insgesamt 16 Sonderschulen der Fall. «Viele Eltern waren hilflos und haben sich an die zuständige Pfarrperson und an die Schulleitung gewandt», so Vetsch. Nun haben sich zwei weitere Sonderschulen dafür entschieden, den Religionsunterricht einzuführen. Das freut Vetsch: «Ein totaler Paradigmenwechsel.» pd

 

Ökumenische Zusatzausbildung für heilpädagogischen Religionsunterricht ab Januar 2022: www.kirchliche-heilpaedagogik.ch


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