News aus dem Thurgau

Das gute Leben auch nach Corona behalten

min
23.05.2020
Peter Schüle, Pfarrer im Ruhestand, antwortet auf die Frage, wie er den «Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung» unter einen Hut bringt.

«Jetzt kann ich sogar wieder Vögel hören – kein Flugzeug am Himmel in diesen Corona-Zeiten. Und ich sehe, rieche und koste auch mehr auf meinen gemächlichen Spaziergängen: etwa die Bärlauchblüten, die jetzt als weisses Pesto nach Knoblauch und Honig duften – ein Corona- Produkt. Das «gute Leben», neben all den Schattenseiten dieser Zeit, möchte ich uns auch für nachher erhalten. Doch aus der Traum: Warum wird die Swiss ohne eine einzige ökologische Bedingung wieder hochgefahren? Warum stehen die Leute am ersten Tag danach bei Chanel und Co. wieder Schlange? Sind wir von Kapital und Konsum dermassen versklavt? «Sind wir dressierte Affen, die auf den Glitzer des Konsums hereingefallen sind und den Planeten ruinieren?», fragt Nico Peach. Und Jesus sagt es so: «Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.» Mammon, das scheinbar selbstwachsende Geld und goldene Kalb. Darum hoffe, bete und handle ich darauf, dass wir hinüberretten, was wir während fast zwei Monaten auch erlebt haben: das gute Leben eben. Jetzt wo wir coronahalber auf das Hamsterrad verzichten, müsste es uns leichter fallen, das Gute zu bewahren. Wie es Jesus verheisst: «Ich bin gekommen, damit sie Leben in Fülle haben.»»


Hier geht es zur Diskussion.

Unsere Empfehlungen

Eine Hand voll Glück in der Verenaschlucht

Eine Hand voll Glück in der Verenaschlucht

Seit dem Mittelalter pilgern Menschen in die Verenaschlucht, um ihre Hand in ein Felsloch zu legen und sich etwas zu wünschen. Aber auch sonst ist der Ort märchenhaft-verwunschen. Fünfter und letzter Teil der Sommerserie «Wandern auf spirituellen Pfaden».
Glauben durch Mode weitertragen

Glauben durch Mode weitertragen

Ihre eigene christliche Kleidermarke «TheSavior» ist ihr Herzensprojekt. Mit bunten Designs wollen Tobias Graf aus Mauren und Nadina Leuenberger aus Kirchberg Menschen in Kontakt mit dem Evangelium bringen.
Lasten auf dem Nollen abgelegt

Lasten auf dem Nollen abgelegt

Am 1. August versammelten sich mehrere hundert Menschen auf dem Nollen. Der Nationalfeiertag stand im Zeichen vom Kreuz im Schweizer Wappen, von der Vergebung, der Dankbarkeit und der Hoffnung. Zudem luden die Teilnehmenden ihre «Lasten» ab.
Vom Hotel bis in die Kirche

Vom Hotel bis in die Kirche

Bibeln verteilen, mit Menschen über den Glauben sprechen und Kirchgemeinden unterstützen: Dafür engagiert sich Fredy Baumann aus Mauren beim Gideonbund. Die christliche Vereinigung ist seit 65 Jahren in der Schweiz tätig und erreicht Menschen an den unterschiedlichsten Orten.