News aus dem Thurgau

Kritisches Denken als zentrales Ziel

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24.03.2020
Thomas Merz, Prorektor der Pädagogischen Hochschule Thurgau, gibt seine Einschätzung zu «Fake news» ab.

┬źBei uns an der P├Ądagogischen Hochschule (PH) Thurgau ist ausdr├╝cklich ein Ausbildungsthema, was es heisst, sich kritisch zu informieren ÔÇô oder sich ├╝berhaupt bewusst zu werden, welche Bedeutung Medien f├╝r unser Denken und Handeln haben. Das meiste, was wir ├╝ber unsere Welt zu wissen glauben, wissen wir nur ├╝ber Medien. Bei solchen Themen nehme ich unsere Studierenden sehr interessiert wahr. Viele werden sich dabei bewusst, wie wichtig es ist, dass wir uns fundiert und m├Âglichst vielseitig informieren ÔÇô ganz grunds├Ątzlich als B├╝rgerinnen und B├╝rger, aber nat├╝rlich besonders auch als Lehrpersonen.

Gl├╝cklicherweise haben wir im Lehrplan der Thurgauer Volksschule neu den Bereich Medien und Informatik. Da ist ein Kernanliegen, Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler aller Stufen in ihrer Informationskompetenz zu f├Ârdern. Altersgerecht kann das schon im Kindergarten anhand von Bildern oder Geschichten geschehen.

Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler in selbst├Ąndigem, kritischem Denken zu f├Ârdern, ist seit der Aufkl├Ąrung zentrales Ziel der Schule insgesamt. Insofern ist das nicht neu, aber die stets und ├╝berall pr├Ąsenten digitalen Medien bringen noch einmal ganz andere Herausforderungen. Aber machen wir uns keine Illusion: Sich vertieft zu informieren und zu unterscheiden zwischen richtig und falsch, zwischen Halbwahrheit und Korrektheit, zwischen Wahrheit und L├╝ge, ist immer noch sehr schwierig, auch wenn wir uns noch so sehr darum bem├╝hen.┬╗

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