News aus dem Thurgau

Regina Schmid ist neue evangelische Synodepräsidentin

von Claudia Koch
min
30.06.2026
Wahlen, die Jahresrechnung 2025 sowie eine Motion standen am 29. Juni 2026 an der Sitzung der Synode, des evangelischen Kirchenparlaments, in der Kartause Ittingen im Mittelpunkt.

Regina Schmid heisst die neue evangelische Synodepräsidentin für die Amtsperiode 2026-2030. Die Präsidentin der evangelischen Kirchenvorsteherschaft in Lommis erhielt von den 101 stimmberechtigen Synodalen 67 Stimmen. Andreas Rippert aus Frauenfeld, der sich ebenfalls für das Amt beworben hatte, konnte 33 Stimmen für sich gewinnen. Schmid folgt auf Pfarrer Haru Vetsch aus Frauenfeld, der nach vier Jahren mit dankenden Worten und mit einem Gedicht des Kirchenrats verabschiedet wurde. Als Vizepräsident amtet die nächsten vier Jahre Pfarrer Emmelius Steffen aus Aadorf.

Einstimmig neu oder wiedergewählt wurden die Mitglieder des Synodalbüros, die Mitglieder der Geschäftsprüfungskommission sowie die Mitglieder der Redaktionskommission. Die neue Präsidentin zeigte sich erfreut und führte versiert durch die weiteren Geschäfte. Als Mitglied der Synode der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz EKS schlug sie Vizepräsident Pfarrer Steffen Emmelius vor. «Als Vizepräsident und späterer Präsident kann er acht Jahre Mitglied sein. Damit ist für Kontinuität gesorgt», so Schmid. Die Synodalen folgten einstimmig ihrem Vorschlag.

Höhere Steuereinnahmen

Der Jahresbericht 2025 sowie die Jahresrechnung erhielten von der Geschäftsprüfungskommission GPK Lob. «Es ist erfreulich, über einen positiven Abschluss zu befinden. Ausserdem ist der Sparwille des Kirchenrates ersichtlich», sagte Michael Raduner von der GPK. Tatsächlich schliesst die Jahresrechnung 2025 mit einem Plus von 290'594 Franken ab, dies auch dank höherer Steuererträge. Die Jahresrechnung wurde diskussionslos genehmigt und der Überschuss dem Eigenkapital zugewiesen. Weitere Traktanden, wie der Schenkungsvertrag mit der Thurgauischen Evangelischen Frauen- und Familienhilfe tef und der Baurechtsvertrag mit dem Verein «Chinderhuus Sunnehof» erhielten ebenfalls Zustimmung. Der Antrag des Kirchenrates, das Pensum der Seelsorgestelle in der Rehaklinik Dussnang auf deren Wunsch um 20 Prozent zu erhöhen, wurde auch angenommen.

Auslegeordnung sämtlicher kirchlichen Berufe

Für Diskussionen und etwas Verwirrung sorgte die Motion «Aufwertung des Berufsbildes von Diakoninnen und Diakonen» von Michael Tschumi aus Frauenfeld. Mit dieser Motion sollten die diakonischen Berufe mit einer fairen und transparenten Lohnstruktur attraktiver gemacht werden. Susanne Aschmann von der GPK empfahl den Synodalen, die Motion als nicht erheblich zu erklären, da der Kirchenrat einen Beirat einberufen hat. «Dieser Beirat ist bereits daran, eine Auslegeordnung sämtlicher kirchlichen Berufe zu erstellen und nicht gesondert nur eine Berufsgattung anzuschauen», sagte Kirchenrätin Ruth Pfister. Sie ist zusammen mit neun weiteren Personen aus verschiedenen kirchlichen Berufsgruppen im Beirat. Dort sollen einige Vorschläge der Motion miteinfliessen. Es gab viele Voten für und gegen die Notwendigkeit der Motion. Verwirrung kam auf, als Michael Tschumi über die drei Anträge in der Motion abstimmen lassen wollte. Die Geschäftsordnung zeigte aber klar auf: Die Motion wird als Ganzes erheblich oder nicht erheblich erklärt. Zweidrittel der Synodalen erklärten die Motion als nicht erheblich.

 

Unsere Empfehlungen

Die Synode wählt

Die Synode wählt

An der Synodesitzung der Evangelischen Landeskirche Thurgau vom 29. Juni steht die Wahl des Präsidiums sowie des Synodalbüros und der ständigen Kommissionen im Mittelpunkt.