News aus dem Thurgau

Präsidentin mit «PS»

von Claudia Koch
min
27.07.2026
Pferdestärken spielen im Leben von Regina Schmid gleich in zweifacher Weise eine grosse Rolle. Die neue Synodepräsidentin erzählt, warum sie sich für das Amt beworben hat, welchen Wunsch sie für die nächsten vier Jahre hat und was sie in ihrer Freizeit macht.

«Ich bin als Bauernmädchen auf einem Hof in Zezikon aufgewachsen, mit Kühen, Geissen, Schafen und Pferden. Von Kindesbeinen an bin ich zusammen mit meinen drei älteren Geschwistern geritten», sagt Regina Schmid, die heute in Lommis lebt. Sie besuchte das Gymnasium Friedberg in Gossau, welches ihre christlichen Werte nachhaltig prägte. Anschliessend absolvierte sie ein Jurastudium Liz I in Zürich.

Pferdestärken hier und dort

Um während der Semesterferien Geld fürs Studium zu verdienen, nahm sie einen Job an, der ebenfalls mit Pferdestärken zu tun hat: Sie fuhr Lastwagen für eine Transportfirma. Auch heute noch setzt sie sich hinters LKW-Steuer, um beispielsweise Pferde zu transportieren. Durch eine Schulfreundin wurde ihr Interesse am Immobilienbereich geweckt, in dem sie sich diversifiziert in Bewirtschaftung, Schätzung und Verkauf ausbilden liess. Seit über drei Jahren schätzt sie Liegenschaften für den Kanton.

Gleichgesinnt unterwegs sein

Nebst ihrem Job und ihrer Pferdeleidenschaft ist sie seit 2020 Präsidentin der Kirchgemeinde Lommis. «Ein Aufruf im Gemeindeblättli erregte mein Interesse an diesem Amt», erinnert sie sich. Ihr gefalle es, zusammen das kirchliche Leben zu gestalten. Dabei müsse man nicht immer gleicher Meinung sein, aber gleichgesinnt, fügt sie an. Wichtig sei, am gleichen Strick in die gleiche Richtung zu ziehen. Kürzlich feierte die Kirche Lommis ihr 60-jähriges Bestehen. Schmid sagt dazu: «Ein wunderbarer Anlass mit Gastrednern, Musik, Mittagessen und vielen Rückmeldungen.»

Fortbestand der Kirche sichern

Nach der letzten Synodesitzung fragte Regina Schmid Haru Vetsch, welche Voraussetzungen und welchen Arbeitsaufwand es als Präsidentin benötigt. Im Frühling 2026 fragte er nach, ob sie immer noch interessiert sei. So stellte sie sich als Kandidatin auf und konnte sich an der Wählerversammlung Ende Mai präsentieren. Als Synodepräsidentin möchte sie den Fortbestand der Kirche sichern und die Menschen zum Mitmachen animieren. Ihr Wunsch für die nächsten vier Jahre: Miteinander den Weg beschreiten und den Glauben sichtbar leben. Auch möchte sie gerne Anlässe in anderen Kirchgemeinden besuchen, um Menschen vor Ort kennenzulernen.

 

Synodejournal


Wahlen.
Pfarrer Steffen Emmelius, Aadorf, wurde als Synode-Vizepräsident und als Mitglied der Synode der Evangelisch- reformierten Kirche Schweiz gewählt. Als Aktuarinnen amten die nächsten vier Jahre Johanna Pilat und Elsbeth Graf. Einstimmig gewählt wurden die Mitglieder des Synodebüros, der GPK sowie der Synode- Redaktionskommission.

Rechnung. Die Jahresrechnung 2025 – unter anderem dank höheren Steuereinnahmen mit einem Plus von 290'594 Franken – wurde einstimmig genehmigt. Der Überschuss wird dem Eigenkapital zugewiesen.

«tef». Die Synode stimmte dem Schenkungsvertrag mit der Thurgauischen Evangelischen Frauenhilfe «tef» sowie dem Baurechtsvertrag mit dem Verein «Chinderhuus Sunnehof» in Romanshorn zu.

Reha-Seelsorge. Die Rehaklinik Dussnang möchte die Seelsorgestelle auf insge- SYNODEJOURNAL samt 100 Prozent erhöhen. Die Synode stimmte zu, die evangelische Seelsorgestelle um 20 Prozent von aktuell 30 auf 50 Prozent zu erhöhen.

Unerheblich. Die Motion «Aufwertung des Berufsbildes von Diakoninnen und Diakonen» wurde nach intensiver Pround Contra-Diskussion mit 66 zu 20 Stimmen und mehreren Enthaltungen als nicht erheblich erklärt. ck

 

 

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