News aus dem Thurgau
Evangelische Kirchgemeinde Thal-Lutzenberg

Thal ist bei der Personalsuche gefordert

von Roman Salzmann
min
06.11.2026
Die Thematik, wie sich die Kirchgemeinde entwickeln könnte, stand hoffnungsvoll im Fokus des Zukunftscafés von Evangelisch Thal-Lutzenberg. Die Kirchenvorsteherschaft orientierte zudem über den Stand des angekündigten Neuanfangs, der sich in personeller Hinsicht herausfordernd gestaltet.

Rund 50 Mitglieder und engagierte freiwillige Mitarbeitende der Evangelischen Kirchgemeinde Thal-Lutzenberg machten sich am vergangenen Samstag, 31. Oktober 2026 im Kirchgemeindehaus Buechen Gedanken über die Zukunft der Kirchgemeinde. Ebenso informierte die Kirchenvorsteherschaft über den Stand der Arbeiten im Zusammenhang mit diversen Stellenbesetzungen, zumal beide Pfarrerinnen per Ende April 2027 in den Ruhestand treten werden.

Herausfordernde Personalsuche

Kirchenvorsteherin Denise Scholze informierte in ihrer Funktion als Präsidentin der Personalfindungskommission kurz über den Stand des Bewerbungsprozesses. Sie erklärte, dass die Vorsteherschaft bewusst nach Pfarrpersonen und nach Verantwortlichen im Bereich Sozialdiakonie Ausschau halte, die sich die Arbeit eigenverantwortlich mit Blick auf die Bedürfnisse der Gesamtgemeinde aufteilen sollen. Damit könnten die verschiedenen Aufgaben optimal und nach Stärken und Ausbildungsschwerpunkten verteilt werden: «Wir haben erwartungsgemäss nicht sehr viele Bewerbungen erhalten, weil in den Bereichen Pfarramt und Diakonie Personalmangel herrscht.» Sie freute sich aber doch mitteilen zu können, dass gewisse Gespräche in eine gute Richtung tendieren. Sie sei verhalten optimistisch, dass «sich zumindest für einen Teil der Stellenprozente erste Lösungsansätze anbahnen».

Jugendarbeiter erhielt anderes Jobangebot

Leider musste sie auch bekannt geben, dass der erst im Sommer angestellte Kinder- und Jugendarbeiter Timon Huber die Kirchgemeinde Ende Januar 2027 wieder verlassen wird. Er gewährleiste einen geordneten Übergang, sei aber nach reiflicher Überlegung zum Schluss gekommen, dass sein neues berufliches, kirchliches Umfeld besser mit seiner persönlichen Vision und seinen Werten übereinstimme.

Pfarrhaus: Abklärungen laufen

Im Zusammenhang mit dem Auszug von Pfarrerin Barbara Köhler aus dem Pfarrhaus in Thal erklärte der für Liegenschaften zuständige Kirchenvorsteher Fabian Aemisegger, dass man verschiedene Aspekte im Auge habe: Erstens müsse man abwarten, wie sich die Stellenbesetzungen ergeben. Zweitens werde abgeklärt, welche Renovationsarbeiten am 100-jährigen Haus nötig sind und wie die Liegenschaft je nach Entwicklung alternativ genutzt werden könnte.

Angeregte Diskussionen

In interaktiven Gruppenarbeiten hatten die Kirchbürgerinnen und Kirchbürger Gelegenheit, ihre persönlichen Anliegen einzubringen. Sie diskutierten angeregt über die freiwerdenden Stellen in den Bereichen Pfarramt und Diakonie und wünschten sich integrierende Persönlichkeiten. Die Idee der Kirchenvorsteherschaft wurde begrüsst, ein sich gut ergänzendes Team zusammenzustellen, das als Ganzes für die gesamte Kirchgemeinde und nicht für einzelne Orte zuständig ist. Ein grosses Anliegen war es den Anwesenden, dass Familien und junge Menschen gut betreut werden. Es gelte Taufen und Konfirmationen als wichtige Anknüpfungspunkte für die Aufrechterhaltung beziehungsweise die Vertiefung des Kontakts zu nutzen. In der Kinder- und Jugendarbeit wurde Potenzial ausgemacht, und es wurde laut über eine Jungschar nachgedacht. Zum Gottesdienstangebot wurde festgehalten, dass es sinnvoll wäre, die Gottesdienste abwechselnd jeden zweiten Sonntag in Buechen beziehungsweise Thal abzuhalten. Ein Fahrdienst wurde ebenfalls angeregt. Betreffend das freiwerdende Pfarrhaus in Thal sprach man sich tendenziell dafür aus, das Gebäude zu behalten. Beide Kirchen seien weiterhin wichtig, und in den beiden Kirchgemeindehäusern wurden Chancen ausgemacht, sie bewusst als Orte gemeinsamer Aktivitäten zu positionieren – egal ob für eigene oder Drittveranstaltungen. Die Anwesenden spürten ausserdem die Tendenz, dass Freiwillige eher zur Mitarbeit gewonnen werden können, wenn sie mit weniger grossen Aufgaben betraut werden. Dieser Entwicklung müsse man Rechnung tragen.

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