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Gesellschaft

Woran möchte ich teilhaben?

Was erwarten Sie von sorgenden Gemeinschaften? Diese Frage hat Margrit Gentsch, Kirchenvorsteherin der Evangelischen Kirchgemeinde Bürglen, beantwortet.

«Laut dem Duden heisst Partizipation ‹Teilhaben›. Dieses Wort ist bei mir nach dem Impulsabend Diakonie zum Thema ‹Lebensqualität durch Nähe in Frauenfeld hängengeblieben. Die Frage ist: Woran möchte ich teilhaben? Natürlich an den Annehmlichkeiten dieser Welt. Und klar, an den Fortschritten der Technik und des Gesundheitswesens. Ich will aber auch partizipieren an der Natur, also der Schöpfung. Diese hält aber auch Ungeahntes, Unangenehmes und Unbequemes bereit. In einer Gesellschaft wie der unsrigen muss ich auch daran teilhaben. Das geht aber nur, wenn ich achtsam unterwegs bin und mich bemühe um Gerechtigkeit und um die Sorge für die Mitmenschen. Ich kann auf dem Partizipationspfad nicht allein unterwegs sein. Wir kennen ja das von der geteilten Freude und vom geteilten Leid! Also will ich in einer sorgenden Gemeinschaft mit ähnlich Denkenden unterwegs sein – völlig gleich müssen sie nicht sein, ich brauche vielleicht auch unkonventionelle Ideen, um einen spannenden Pfad zu gehen. Sorgende Gemeinschaften dürfen sich auch immer wieder hinterfragen, sich erneuern und am Netzwerk – zum Beispiel in der Gemeinde – arbeiten. Und was, wenn sich bei mir die Frage anschleicht, ob ich halt ein ‹Gutmensch› bin, dass ich mich um andere sorge? Dann sage ich mir, dass ich ja auch immer wieder spüre, dass andere sich um mich sorgen. Das ist bestimmt ein gutes Gefühl.»


Von Jürg Hartmann erfasst am 28.11 2019 21:42

Zum Thema "Glaubensvorstellungen"

Fragen an Buddha Fragen an Allah Fragen an Gott Fragen an Manitou Fragen an Mohammed Fragen an das Göttliche im Menschen Wenn ich mir vorstelle, das Göttliche würde mir gegenübersitzen, was wäre dann? So setze ich mich hin und bitte das Göttliche, mir gegenüber Platz zu nehmen. Die Stühle sind bequem, sehr geeignet, ganz hier zu sein. Ganz. Da sitzen wir zwei, schweigsam, nachdenklich aber ganz da. Mich sieht man gut, mich erkennt man gut, das Göttliche aber lässt weder Worte noch Bilder zu, denn in Worte und Bilder gefasst ist das Göttliche nicht mehr göttlich sondern menschlich. Für unsere Kinder sind die Bilder wichtig und notwendig, für erwachsene Menschen bezweifle ich das ernsthaft. Die Antworten aber, die kann ich hören, vielleicht auch wahrnehmen, das reicht, muss reichen. Und so komme ich zu meiner ersten Frage: «Ich weiss, ich könnte Dich jetzt fragen, warum Du all das Schreckliche, Böse und Teuflische auf dieser Welt zulässt, die Kriege, die Gewalt, Vernichtung und Tod. Doch genau diese Frage stelle ich jetzt nicht. Ich versuch’s also andersherum. Ich frage Dich und nur Dich: Wie kommt es denn, dass wir Dich immer wieder fragen, was ich fragen könnte wie oben erwähnt. Wie also kommt das?» Das Göttliche ist irgendwo im Raum, meine ich, seine Stimme aber kann ich klar und deutlich hören, das ist die Hauptsache, und damit höre ich auch seine Antwort. ES sagt: «Deine Frage ist gut, lieber Mensch, ich denke nach. Kannst Du Dir vorstellen, welcher Art meine Gedanken hier sind?» Ich bin überrascht. Da stelle ich ihm eine meiner ganz wichtigen Fragen und nun soll ich mir vorstellen, was ES meint, was ES denkt. Komisch, ungewohnt, ich weiss nicht recht und bin verwirrt. So antworte ich: «Du siehst, Deine Antwort macht mich wirr, die Worte in meinem Kopf fliegen kreuz und quer und suchen nach einer Ordnung. Das will nun heissen, ich denke nach, ich denke laut nach, dann kannst Du meine Gedanken gleich mithören. Also: Deine Antwort wirkt, ich beginne zu suchen, suche jedoch bei mir und in mir. So weit bin ich im Moment.» Das Göttliche antwortet sofort: «Ganz genau, Du hast es erkannt denn Du suchst bei Dir. Du suchst nicht in den Wolken, hinter denen Du mich vermutest, Du suchst nicht beim Papst, meinem angeblichen Stellvertreter auf Erden, Du suchst nicht aussen, sondern innen, das ist der Punkt!» Damit bin ich wieder allein im Raum, allein mit meinen Fragen, ganz auf mich zurückgeworfen, auf mich gestellt. Vielleicht ist das der Punkt, vielleicht ist das die Antwort des Göttlichen an mich: «Geh auf die Suche, immer wieder, und suche in Dir, mit Dir und natürlich auch zusammen mit anderen Menschen. Doch bleib auf der Suche, immer.»

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