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Leben & Glauben

«Tanzen beflügelt»

Mario Gambarini aus Felben-Wellhausen spricht im Interview über Line-Dance und den Mut, neue Herausforderungen anzunehmen.

Mario Gambarini

Alter: 59
Wohnort: Felben-Wellhausen
Beruf: Maurerpolier, Baustoffprüfer Betonbau
Kirchliches Engagement: Mitglied der Kirchenvorsteherschaft in der Evangelischen Kirchgemeinde Felben-Wellhausen
Organisation: Country Line-Dance Club, Baukaderverein Frauenfeld
Hobbys: tanzen, schwimmen, Musik

Was gefällt Ihnen am Vereinsleben besonders?
Das Vereinsleben gibt neue Impulse und Weitsicht. Zum Abschalten und Auftanken pflegen wir unsere Hobbys mit Leidenschaft. Seit 30 Jahren sind meine Frau und ich zusammen mit tollen Kollegen in Tanzclubs aktiv dabei und schwelgen so im Rhythmus der Musik schwerelos dahin. Ein Hobby verbindet Jung und Alt in jeglicher Art von Aktivität. Das Planen eines Projektes im Verein, das Erstellen von Dokumentationen dazu und das Lernen von Neuem: Diese Dinge halten mich frisch.

Was könnte man verbessern in Ihrem Verein?
Im Allgemeinen wird es immer schwieriger, einen Verein aufrechtzuerhalten, da die Mitarbeit viel Engagement und Zeitaufwand erfordert und die Bereitschaft in der Gesellschaft mitzuarbeiten, schwindet. Junge Mitglieder im Vereinsvorstand sollten gut begleitet werden, denn so kann für eine motivierte Ablösung gesorgt werden.

Welche Rolle spielt der Glaube in Ihrem Leben? Können Sie dafür ein konkretes Beispiel nennen?
Wichtige Wünsche können durch den Glauben an Gott in Erfüllung gehen. Mit 59 habe ich meine Stelle verloren. Ich habe für neue Herausforderungen gebetet, die in meinem Alter und Lohnklasse jedoch dünn gesät sind. Kurz darauf sind einige mögliche Angebote eingegangen. Bei meiner Vorstellung habe ich von meinem Arbeitgeber erfahren, dass bei ihm das Alter nicht primär zählt, sondern Berufserfahrung und Interesse am Neuen. Mein Mut, auch eine neue Herausforderung anzunehmen, hat überzeugt und ich habe die Stelle erhalten.

Gibt es etwas, was die Kirche von Ihrem Verein lernen könnte?
Es ist schwierig, Vergleiche anzubringen. Das Tanzen beflügelt und beschwingt. Es fördert die Geselligkeit und Kollegialität auf guter Basis. Die Tätigkeit in der Kirche kann uns jedoch auch beflügeln, indem wir zum Beispiel an einem Familienanlass oder Seniorenausflug leuchtende Augen sehen und die Gemeindemitglieder mit schönen Erinnerungen nach Hause gehen.

Interview: Micha Rippert