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Leben & Glauben

«Meine persönliche Weltreise»

Der Weltgebetstag bietet spannende Einblicke in fremde Länder. Heuer schaut die Welt auf Suriname. Im Thurgau tragen Helferinnen wie Eva Boss zum Gelingen bei.

Mit dem Thema «Gottes Schöpfung ist sehr gut» wird am Freitag, 2. März, der Weltgebetstag gefeiert. Das kleine Land Suriname im Norden Südamerikas ist der Gastgeber. Bevor ein solcher Tag vonstattengeht, ist viel Planung, Vorbereitung und Umsetzung nötig. Neben dem Workshop, in dem Suriname vorgestellt wird, muss auch die Feier vorbereitet werden. Eva Boss, Mitglied des Vorbereitungsteams, ist schon seit vielen Jahren dabei und weiss, wie viel es braucht: «Ich wende etwa 100 Stunden für den Weltgebetstag und die Feier in meiner Kirchgemeinde Aadorf-Aawangen auf.» Die Arbeit sei es ihr Wert. «Die Vorbereitungen zum Weltgebetstag sind für mich jedes Jahr wie ein Stück meiner eigenen Weltreise», sagt sie stolz. Sie lerne jedes Jahr neue Länder und deren Kulturen kennen. Ausserdem finde sie es spannend, wie die Gottesdienste in anderen Ländern begangen werden.

Schritt für Schritt
Die Vorbereitung zum Weltgebetstag verläuft in verschiedenen Phasen. Zuerst informieren sich die Veranstalterinnen selbst über das Gastgeberland und bekommen einen ersten Bezug dazu. Diesen Bezug gilt es an die Interessierten der verschiedenen Kirchgemeinden weiterzugeben. Dazu veranstaltet das Organisationsteam eine Vorbereitungstagung mit einigen Workshops. Im Anschluss an die Workshops und die Liturgie wird die eigentliche Feier gemeinsam gestaltet. Nach der Tagung planen die Teilnehmer jeweils die Feier in der eigenen Kirchgemeinde. Ein Schritt, der Eva Boss besonders fasziniert: «Es ist jedes Jahr wieder erstaunlich, wie vielfältig ein Gottesdienst gestaltet werden kann.»

Verschwenderischer Lebensstil
Unter dem Motto «Gottes Schöpfung ist sehr gut» möchten die Veranstalter dieses Jahr auf einen verschwenderischen Lebensstil und seine Folgen aufmerksam machen. Eva Boss erklärt: «Wir vom Vorbereitungsteam versuchen mit kleinen Anspielungen, auf die Möglichkeiten eines sinnvollen Umgangs mit Ressourcen im Thurgau hinzuweisen.» Den Organisatorinnen geht es aber in erster Linie nicht darum, dass die Besucher geläutert die Feier verlassen. Im Vordergrund des Weltgebetstags steht das Leben im Gastgeberland. Eva Boss betont: «Die Lebenssituation der Frauen aus dem Gastgeberland ist in manchen Ländern nicht einfach – gerade bei speziellen Staatsstrukturen. Deshalb hoffe ich, dass die Besucher der Gottesdienste vor allem die Anliegen dieser Frauen mitnehmen.»

(19. Februar 2018, Bericht: Pascal Häderli, Bild: zVg)

Suriname: armes Land

Die ehemalige niederländische Kolonie liegt im Norden Südamerikas und grenzt an Guyana, Brasilien sowie Französisch-Guyana. Die Amtssprache ist heute noch Niederländisch. Mit gut 500'000 Einwohnern zählt Suriname zu den kleineren Ländern in Südamerika. Die Hälfte der Bevölkerung sind Christen. Daneben sind auch der Hinduismus und der Islam stark vertreten. Da Suriname ein sehr armes Land ist, erhoffen sich die Menschen, in der Hauptstadt Paramaribo ihr Glück zu finden. Darum ist Paramaribo mit 250'000 Einwohnern auch die grösste Stadt in Suriname. Seit der Einführung der Demokratie im Jahre 1987 ist das Land politisch stabil. ph


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Der Kirchenbote bietet auch den Kleinen die Gelegenheit, Religion näher kennenzulernen. Auf der Kinderseite erfahren Mädchen und Buben auf spielerische Art mehr über die Bibel und haben die Chance, beim Rätsel-Wettbewerb einen tollen Preis zu gewinnen.

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