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Leben & Glauben

«Hohe Wertschätzung»

Daniela Leuenberger ist Katechetin am Heilpädagoischen Zentrum HPZ in Frauenfeld. Im Interview erzählt sie, wieso der heilpädagogische Unterricht so wichtig ist und was ihr selbst am besten daran gefällt.

Daniela Leuenberger


Alter:
 57
Wohnort: Häuslenen
Beruf: Familienfrau, Katechetin für Regel- und heilpädagogischen Unterricht
Kirchliches Engagement: Vorstand Verein tecum, Katechetin
Organisation: Heilpädagogisches Zentrum Frauenfeld HPZ
Hobbys: Singen, Gitarre spielen, Velofahren, Ferien mit unserm «Bulli»

Was gefällt Ihnen am Mitwirken in Ihrer Organisation besonders?
Durch meine Arbeit in der Heilpädagogischen Schule in Frauenfeld begegne ich dem Leben in seiner ganzen Vielfalt. Ich erlebe die Echtheit in den Begegnungen mit den Schülerinnen und Schülern sowie die Herausforderung, die Geschichten der Bibel so zu gestalten, dass diese mit möglichst vielen Sinnen greifbar und erlebbar werden. Aber auch das innige, fröhliche und manchmal laute Singen mit den Schülern ist eine schöne Abwechslung.

Was könnte man verbessern in Ihrer Organisation?
Aufgrund unseres festen Platzes im Unterrichtsplan, erleben ich und meine katholische Kollegin eine hohe Wertschätzung von der Schule. Dank der Evangelischen Kirchgemeinde dürfen wir ausserdem in hellen, grossen Räumen unterrichten. Meiner Meinung nach gibt es nichts, was noch verbessert werden könnte.

Welchen Beitrag kann Ihre Organisation für die Gesellschaft leisten?
Kinder, denen aus irgendwelchen Gründen der Besuch der Regelschule verwehrt ist, finden bei uns einen Ort, an dem sie ihre Begabungen entfalten können. Sie werden gefördert und gefordert. Sind die Kinder zu Jugendlichen herangewachsen, wird, in Zusammenarbeit mit Eltern, Lehrpersonen, Schule und Berufsberatung, der geeignete Ort gesucht für die Zukunft. Zum Beispiel eine Lehrstelle.

Welche Rolle spielt der Glaube in Ihrem Leben? Können Sie dafür ein konkretes Beispiel nennen?
Vor bald 30 Jahren stand ich vor einer Aufgabe, der ich mich nicht gewachsen sah. Ich konnte ihr aber nicht ausweichen. Am Neujahrsgottesdienst bekam ich die Losung: «Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.» Bis heute bekomme ich aus dieser Gnade Kraft und bin sehr dankbar dafür. 

Gibt es etwas, was die Kirche von Ihrer Organisation lernen könnte? 
Eine Gemeinschaft ist erst vollständig und damit eine wirkliche Gemeinschaft, wenn alle dazu gehören. Es soll selbstverständlich sein, dass alle Menschen in jedem Gottesdienst, jeder kirchlichen Veranstaltung willkommen sind.

(23. März 2018, Text: Pascal Häderli, Bild: zVg)


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