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Leben & Glauben

Von Engeln und Chaos

Meist setzt man sich nicht freiwillig mit den Schattenseiten des Lebens auseinander. Man wird ungewollt damit konfrontiert. Sich mit den schönen Dingen des Lebens, den Sternstunden, wie sie Peter Schulthess nennt, auseinanderzusetzen, liegt viel mehr in der Natur des Menschen. Peter Schulthess kennt beide Seiten.

Bis 2017 war Peter Schulthess Pfarrer in der reformierten Kirchgemeinde Pfäffikon ZH. Während 25 Jahren als Pfarrer, Notfallseelsorger und Ausbildner lernte er die schönen wie auch die traurigen Seiten des Lebens kennen. Durch seine Tätigkeiten und seine Forschungsarbeit im Bereich des Übersinnlichen wurde er inspiriert, darüber mehrere Bücher zu schreiben. Im Buch «Hiobsbotschaften – Erfahrungen aus der Notfallseelsorge» erzählt Schulthess auf fesselnde und zutiefst bewegende Art von seinen Erlebnissen als Notfallseelsorger. Er kommt auf Situationen zu sprechen, in denen Jugendliche, Eltern, Kinder und Freunde mit dem Tod konfrontiert wurden. Er beschreibt, wie er in diesen Situationen stets auf seinen Glauben angewiesen war. Der Glaube gab ihm damals und heute Halt und hilft ihm aus diesem «Chaos», wie er es selbst nennt, das Beste zu machen. Schulthess bietet in diesem Buch zudem praktische Tipps, wie man Menschen, die einen Schicksalsschlag erlebt haben, begegnen und sie unterstützen kann.

Engel in heutiger Zeit
Dass man sich in der heutigen Welt gegen das Verstauben von Engeln wehrt, erkennt man nicht nur an der aufwendigen Reinigung des 1,2 Tonnen schweren Schutzengels von Niki de Saint Phalle in der Haupthalle des Zürcher Hauptbahnhofs. In seinem Buch «Wie Engel begleiten» erzählt Schulthess von Erfahrungen mit Engeln in biblischer und heutiger Zeit. Mit verschiedenen Fragen rund um Erlebnisse mit Engeln wandte er sich mit mehreren Zeitungsinseraten an die Bevölkerung. Schulthess erhielt so viele Rückmeldungen, dass er all diese Erlebnisse im vorliegenden Buch zusammenfasste. In spannenden Vergleichen mit der Bibel und der eigenen Engelserfahrung führt der Autor erstaunliche Entdeckungen ans Licht.

«Engel haben nicht immer Flügel» – Autorenlesung mit Peter Schulthess; Musik von Lisa Straub, Musikund Bewegungstherapeutin; 28. September 2018, 19.15 Uhr, Kartause Ittingen. Eintritt frei.


(28. August 2018, Micha Rippert)


Von Jürg Hartmann erfasst am 28.11 2019 21:42

Zum Thema "Glaubensvorstellungen"

Fragen an Buddha Fragen an Allah Fragen an Gott Fragen an Manitou Fragen an Mohammed Fragen an das Göttliche im Menschen Wenn ich mir vorstelle, das Göttliche würde mir gegenübersitzen, was wäre dann? So setze ich mich hin und bitte das Göttliche, mir gegenüber Platz zu nehmen. Die Stühle sind bequem, sehr geeignet, ganz hier zu sein. Ganz. Da sitzen wir zwei, schweigsam, nachdenklich aber ganz da. Mich sieht man gut, mich erkennt man gut, das Göttliche aber lässt weder Worte noch Bilder zu, denn in Worte und Bilder gefasst ist das Göttliche nicht mehr göttlich sondern menschlich. Für unsere Kinder sind die Bilder wichtig und notwendig, für erwachsene Menschen bezweifle ich das ernsthaft. Die Antworten aber, die kann ich hören, vielleicht auch wahrnehmen, das reicht, muss reichen. Und so komme ich zu meiner ersten Frage: «Ich weiss, ich könnte Dich jetzt fragen, warum Du all das Schreckliche, Böse und Teuflische auf dieser Welt zulässt, die Kriege, die Gewalt, Vernichtung und Tod. Doch genau diese Frage stelle ich jetzt nicht. Ich versuch’s also andersherum. Ich frage Dich und nur Dich: Wie kommt es denn, dass wir Dich immer wieder fragen, was ich fragen könnte wie oben erwähnt. Wie also kommt das?» Das Göttliche ist irgendwo im Raum, meine ich, seine Stimme aber kann ich klar und deutlich hören, das ist die Hauptsache, und damit höre ich auch seine Antwort. ES sagt: «Deine Frage ist gut, lieber Mensch, ich denke nach. Kannst Du Dir vorstellen, welcher Art meine Gedanken hier sind?» Ich bin überrascht. Da stelle ich ihm eine meiner ganz wichtigen Fragen und nun soll ich mir vorstellen, was ES meint, was ES denkt. Komisch, ungewohnt, ich weiss nicht recht und bin verwirrt. So antworte ich: «Du siehst, Deine Antwort macht mich wirr, die Worte in meinem Kopf fliegen kreuz und quer und suchen nach einer Ordnung. Das will nun heissen, ich denke nach, ich denke laut nach, dann kannst Du meine Gedanken gleich mithören. Also: Deine Antwort wirkt, ich beginne zu suchen, suche jedoch bei mir und in mir. So weit bin ich im Moment.» Das Göttliche antwortet sofort: «Ganz genau, Du hast es erkannt denn Du suchst bei Dir. Du suchst nicht in den Wolken, hinter denen Du mich vermutest, Du suchst nicht beim Papst, meinem angeblichen Stellvertreter auf Erden, Du suchst nicht aussen, sondern innen, das ist der Punkt!» Damit bin ich wieder allein im Raum, allein mit meinen Fragen, ganz auf mich zurückgeworfen, auf mich gestellt. Vielleicht ist das der Punkt, vielleicht ist das die Antwort des Göttlichen an mich: «Geh auf die Suche, immer wieder, und suche in Dir, mit Dir und natürlich auch zusammen mit anderen Menschen. Doch bleib auf der Suche, immer.»

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