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Leben & Glauben

Weiter wie bisher ist keine Option

Was meint Karl Heuberger zu den beiden Volksinitiativen für fair produzierte Lebensmittel und die Stärkung einer vielfältigen kleinbäuerlichen Schweizer Landwirtschaft?

«‹Um die Weltbevölkerung auch in den kommenden Jahrzehnten ernähren zu können, braucht es einen systematischen und radikalen Wechsel in der landwirtschaftlichen Praxis, Forschung und Entwicklung›: Zu dieser Schlussfolgerung kam der Weltlandwirschaftsbericht schon vor zehn Jahren. 58 Staaten, darunter auch die Schweiz, hatten sich mit der Unterzeichnung dieses Berichts verpflichtet, sich für die Umsetzung dessen zentraler Empfehlungen einzusetzen. Eine der Kernaussagen des Berichts lautet: Die kleinbäuerliche, ökologische Landwirtschaft ist der sicherste Garant für eine ausreichende und gesunde Ernährung. In unserer Hilfswerkarbeit mit der ländlichen Bevölkerung im Süden sind wir auch konfrontiert mit Entwicklungen, die zu mehr Hunger führen. Die Ausweitung von Plantagen für Soja und Ölpalmen und weiteren Exportprodukten verdrängen den Anbau von Grundnahrungsmitteln in dramatischer Weise. In Äthiopien werden Blumen für den europäischen Markt produziert. Das dafür benötigte Wasser fehlt für die dringend benötigte Bewässerung für den Anbau von Grundnahrungsmitteln. Die Forderungen der beiden Initiativen stimmen mit den Empfehlungen des Weltlandwirtschaftsberichts überein. Wir sind nicht allein, in vielen Ländern gibt es starke Bewegungen, die sich für die dringend nötigen Veränderungen einsetzen. Eine Annahme der beiden Vorlagen wird für unsere Partner im Süden, die sich in ihrem Kontext für die Existenzsicherheit der ländlichen Bevölkerung einsetzen, eine starke Ermutigung sein.»

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Von Jürg Hartmann erfasst am 28.11 2019 21:42

Zum Thema "Glaubensvorstellungen"

Fragen an Buddha Fragen an Allah Fragen an Gott Fragen an Manitou Fragen an Mohammed Fragen an das Göttliche im Menschen Wenn ich mir vorstelle, das Göttliche würde mir gegenübersitzen, was wäre dann? So setze ich mich hin und bitte das Göttliche, mir gegenüber Platz zu nehmen. Die Stühle sind bequem, sehr geeignet, ganz hier zu sein. Ganz. Da sitzen wir zwei, schweigsam, nachdenklich aber ganz da. Mich sieht man gut, mich erkennt man gut, das Göttliche aber lässt weder Worte noch Bilder zu, denn in Worte und Bilder gefasst ist das Göttliche nicht mehr göttlich sondern menschlich. Für unsere Kinder sind die Bilder wichtig und notwendig, für erwachsene Menschen bezweifle ich das ernsthaft. Die Antworten aber, die kann ich hören, vielleicht auch wahrnehmen, das reicht, muss reichen. Und so komme ich zu meiner ersten Frage: «Ich weiss, ich könnte Dich jetzt fragen, warum Du all das Schreckliche, Böse und Teuflische auf dieser Welt zulässt, die Kriege, die Gewalt, Vernichtung und Tod. Doch genau diese Frage stelle ich jetzt nicht. Ich versuch’s also andersherum. Ich frage Dich und nur Dich: Wie kommt es denn, dass wir Dich immer wieder fragen, was ich fragen könnte wie oben erwähnt. Wie also kommt das?» Das Göttliche ist irgendwo im Raum, meine ich, seine Stimme aber kann ich klar und deutlich hören, das ist die Hauptsache, und damit höre ich auch seine Antwort. ES sagt: «Deine Frage ist gut, lieber Mensch, ich denke nach. Kannst Du Dir vorstellen, welcher Art meine Gedanken hier sind?» Ich bin überrascht. Da stelle ich ihm eine meiner ganz wichtigen Fragen und nun soll ich mir vorstellen, was ES meint, was ES denkt. Komisch, ungewohnt, ich weiss nicht recht und bin verwirrt. So antworte ich: «Du siehst, Deine Antwort macht mich wirr, die Worte in meinem Kopf fliegen kreuz und quer und suchen nach einer Ordnung. Das will nun heissen, ich denke nach, ich denke laut nach, dann kannst Du meine Gedanken gleich mithören. Also: Deine Antwort wirkt, ich beginne zu suchen, suche jedoch bei mir und in mir. So weit bin ich im Moment.» Das Göttliche antwortet sofort: «Ganz genau, Du hast es erkannt denn Du suchst bei Dir. Du suchst nicht in den Wolken, hinter denen Du mich vermutest, Du suchst nicht beim Papst, meinem angeblichen Stellvertreter auf Erden, Du suchst nicht aussen, sondern innen, das ist der Punkt!» Damit bin ich wieder allein im Raum, allein mit meinen Fragen, ganz auf mich zurückgeworfen, auf mich gestellt. Vielleicht ist das der Punkt, vielleicht ist das die Antwort des Göttlichen an mich: «Geh auf die Suche, immer wieder, und suche in Dir, mit Dir und natürlich auch zusammen mit anderen Menschen. Doch bleib auf der Suche, immer.»

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