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Leben & Glauben

«Gemeinschaft pflegen»

Christoph Stäheli geht gerne in die Natur und staunt über ihre «unbegreifliche» Vielfalt. Am Naturschutzverein schätzt er die Gemeinschaft.

Christoph Stäheli


Alter:
 54
Wohnort: Schönenberg
Beruf: Schulpräsident, Ranger
Kirchliches Engagement: Mitglied der Kirchgemeinde Sulgen-Kradolf, Mitglied des Kirchenchors
Mitgliedschaften: Natur- und Vogelschutz AST, Kulturverein Steinacker
Hobbys: Holzerei, Wandern, Natur- und Vogelschutz, Imkerei, Kultur und Kunst

Was gefällt Ihnen am Vereinsleben besonders?
Vereinsleben bedeutet für mich, mit unterschiedlichen Menschen Gemeinschaft zu pflegen und mit Gleichgesinnten echte Aufgaben und Projekte umzusetzen.

Was könnte man verbessern in Ihren Vereinen?
Man ist nie perfekt. So gibt es immer etwas, das man anders oder besser machen könnte. In einem Verein geht es um Gemeinschaft und nicht um die Optimierung wovon auch immer. Vielleicht ist das einer der Unterschiede zu unserer Arbeitswelt.

Welchen Beitrag können Ihre Vereine für die Gesellschaft leisten?
Im Natur- und Vogelschutz setzen wir uns ganz konkret für den Schutz und Erhalt der Schöpfung ein. Und mit Kultur und Musik, sei es im Kulturverein oder im Kirchenchor, geht es ganz einfach darum, sich selber und anderen Freude zu bereiten.

Welche Rolle spielt der Glaube in Ihrem Leben? Können Sie dafür ein konkretes Beispiel nennen?
Ich würde mich nicht als gläubige Person bezeichnen. Ich bin vielmehr ein Zweifler in Glaubensfragen. Allerdings glaube ich an das Leben und dessen Veränderung. Wenn ich mich in der Natur aufhalte, bin ich vermutlich diesem «Glauben» am nächsten. Es ist das Staunen über so viel Unbegreifliches. Da frage ich mich oft – was ist der Antrieb dieser Vielfalt?

Gibt es etwas, was die Kirche von Ihrem Verein lernen könnte?
Ich wünsche mir, dass die Kirche diese Vielfalt des Lebens unabhängig von Religion, Rasse oder Gesinnung lebt und den Menschen Lebensfreude vermittelt und sie nicht an irgendwelche religiösen Abhängigkeiten oder Dogmen kettet. Etwas, was ich an unserer Kirchgemeinde besonders schätze: Nach einem Gottesdienst sind nie einfach Fragen geklärt, sondern sie sind dort erst entstanden.


(17. Dezember 2018, Interview: Pascal Häderli)


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