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Leben & Glauben

«Etwas fürs Ohr und die Seele»

«Die Gemeinschaft im kirchlichen Leben sollte immer wieder neu und mit Freude geübt werden», sagt Heidi Kirchhoff. Sie engagiert sich im Thurgauer Festchor und im Verein Sonnenburg.

Heidi Kirchhoff


Alter:
 64
Wohnort: Riedt bei Erlen
Beruf: Geschäftsleiterin Conex Familia (teilpensioniert)
Kirchliches Engagement: Rechnungsprüfungskommission und Mitglied Trägerkreis der Jungschar Kirchgemeinde Erlen
Mitgliedschaften: Thurgauer Festchor, Verein Sonnenburg Weinfelden
Hobbys: singen und wandern

 

Was gefällt Ihnen am Vereinsleben besonders?
Das Vereinsleben stärkt den sozialen Zusammenhalt in einer Gesellschaft, schafft Identität und ermöglicht es, mit Gleichgesinnten Kontakte zu pflegen. Vereine sind ausgesprochen wichtig, denn sie erhalten die Vielfalt von Ideen, Überzeugungen und Gemeinschaften.

Was könnte man verbessern in Ihrem Verein?
Wünschenswert wäre, wenn sich Vereinsmitglieder noch stärker zugehörig fühlen und sich vermehrt unkompliziert einbringen und mitgestalten würden.

Welchen Beitrag kann Ihr Verein für die Gesellschaft leisten?
Der Thurgauer Festchor erreicht mit seinen Auftritten und Konzerten einen breiten Teil der Bevölkerung und kann so viele Menschen musikalisch erfreuen und ihnen etwas ins Ohr und in die Seele mitgeben. Der Verein Sonnenburg bietet Menschen mit besonderen Bedürfnissen einen Lebensort, an dem sie angenommen sind und in ihrer Persönlichkeit und Eigenständigkeit gestärkt werden.

Welche Rolle spielt der Glaube in Ihrem Leben? Können Sie dafür ein konkretes Beispiel nennen?
Mein Glaube hilft mir täglich, die schönen aber auch belastenden Momente des Alltags einzuordnen. Er hilft mir zudem, mit meinen Mitmenschen in Würde und Respekt umzugehen.

Gibt es etwas, was die Kirche von Ihrem Verein lernen könnte?
Die Gemeinschaft im kirchlichen Leben sollte immer wieder neu und mit Freude geübt werden, dabei gilt es auch, offen zu bleiben für neue Themen, Strukturen usw. So kann man mit frohem Lied durch die Tage gehen.

 

(Interview: Jana Grütter, 24. Januar 2020)


Von Jürg Hartmann erfasst am 28.11 2019 21:42

Zum Thema "Glaubensvorstellungen"

Fragen an Buddha Fragen an Allah Fragen an Gott Fragen an Manitou Fragen an Mohammed Fragen an das Göttliche im Menschen Wenn ich mir vorstelle, das Göttliche würde mir gegenübersitzen, was wäre dann? So setze ich mich hin und bitte das Göttliche, mir gegenüber Platz zu nehmen. Die Stühle sind bequem, sehr geeignet, ganz hier zu sein. Ganz. Da sitzen wir zwei, schweigsam, nachdenklich aber ganz da. Mich sieht man gut, mich erkennt man gut, das Göttliche aber lässt weder Worte noch Bilder zu, denn in Worte und Bilder gefasst ist das Göttliche nicht mehr göttlich sondern menschlich. Für unsere Kinder sind die Bilder wichtig und notwendig, für erwachsene Menschen bezweifle ich das ernsthaft. Die Antworten aber, die kann ich hören, vielleicht auch wahrnehmen, das reicht, muss reichen. Und so komme ich zu meiner ersten Frage: «Ich weiss, ich könnte Dich jetzt fragen, warum Du all das Schreckliche, Böse und Teuflische auf dieser Welt zulässt, die Kriege, die Gewalt, Vernichtung und Tod. Doch genau diese Frage stelle ich jetzt nicht. Ich versuch’s also andersherum. Ich frage Dich und nur Dich: Wie kommt es denn, dass wir Dich immer wieder fragen, was ich fragen könnte wie oben erwähnt. Wie also kommt das?» Das Göttliche ist irgendwo im Raum, meine ich, seine Stimme aber kann ich klar und deutlich hören, das ist die Hauptsache, und damit höre ich auch seine Antwort. ES sagt: «Deine Frage ist gut, lieber Mensch, ich denke nach. Kannst Du Dir vorstellen, welcher Art meine Gedanken hier sind?» Ich bin überrascht. Da stelle ich ihm eine meiner ganz wichtigen Fragen und nun soll ich mir vorstellen, was ES meint, was ES denkt. Komisch, ungewohnt, ich weiss nicht recht und bin verwirrt. So antworte ich: «Du siehst, Deine Antwort macht mich wirr, die Worte in meinem Kopf fliegen kreuz und quer und suchen nach einer Ordnung. Das will nun heissen, ich denke nach, ich denke laut nach, dann kannst Du meine Gedanken gleich mithören. Also: Deine Antwort wirkt, ich beginne zu suchen, suche jedoch bei mir und in mir. So weit bin ich im Moment.» Das Göttliche antwortet sofort: «Ganz genau, Du hast es erkannt denn Du suchst bei Dir. Du suchst nicht in den Wolken, hinter denen Du mich vermutest, Du suchst nicht beim Papst, meinem angeblichen Stellvertreter auf Erden, Du suchst nicht aussen, sondern innen, das ist der Punkt!» Damit bin ich wieder allein im Raum, allein mit meinen Fragen, ganz auf mich zurückgeworfen, auf mich gestellt. Vielleicht ist das der Punkt, vielleicht ist das die Antwort des Göttlichen an mich: «Geh auf die Suche, immer wieder, und suche in Dir, mit Dir und natürlich auch zusammen mit anderen Menschen. Doch bleib auf der Suche, immer.»

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