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Spiritualität

Gestärkt und bereichert

Wie ihre Persönlichkeit gestärkt worden ist und wie dadurch ihr Leben verändert wurde, erzählen die beiden Thurgauerinnen Doris Guhl und Jeannette Kohli.

Doris Guhl, Bäuerin aus Oppikon, und Jeannette Kohli, Coiffeuse aus Pfyn, haben vergangenes Jahr ein Seminar besucht, das gleichsam eine «Revision» war. Die beiden Frauen sind sich einig: Ihr Leben wurde bereichert.

Frische Luft bekommen
«Ich habe nicht damit gerechnet, dass ein Seminar so grossen Einfluss auf mein Leben haben kann», sagt Jeannette Kohli. «Ich habe mehr entdeckt, als ich erwartet habe.» Durch einen Flyer sei sie eher zufällig darauf aufmerksam geworden. «Jedes einzelne Modul hat mich sofort angesprochen. Mit 45 Jahren stehe ich mitten im Leben und wollte dieses aus einem neuen Blickwinkel betrachten, um frische Luft unter meine Flügel zu bekommen.» Jeannette Kohli erzählt begeistert von der intensiven Zeit, in der sie gelernt habe, belastende familiäre Situationen in Frieden abzuschliessen und hinter sich zu lassen. «Das hat mich sehr entlastet, ich hege keinen Groll mehr und bin dadurch viel versöhnlicher geworden. Das spürt auch mein Partner.» Ihr stünden heute Werkzeuge zur Verfügung, mit denen sie Krisen meistern könne, denn «jeder Mensch hat mal eine Krise.» Mit verschiedensten Methoden seien bei den Seminarteilnehmenden Knoten gelöst worden, so etwa in Gruppengesprächen, indem Situationen nachgestellt wurden oder auch dank Körperarbeit. Der Austausch unter den Kursteilnehmenden sei sehr wertvoll gewesen. «Angesichts anderer Schicksale bin ich demütig geworden.»

Freier geworden
«Früher hatte ich eine ziemlich harte Schale », erzählt Doris Guhl. Über die Erkenntnisse «Gewaltfreier Kommunikation» habe sie Schritt für Schritt gelernt, ihre Panzerung aufzutun und über ihre Gefühle zu sprechen. Das habe etwas ausgelöst. Ein weiterer Schritt in ihrer Persönlichkeitsentwicklung war dann vergangenes Jahr die Teilnahme am Revision- Seminar, das auch Jeannette Kohli besucht hatte. «Ich wollte meinen Problemen auf den Grund gehen, mir mehr Klarheit über mein Leben verschaffen und mein Funktionieren reflektieren. » Doris Guhl hat Antworten bekommen: «Meine Welt hat sich aufgetan, ich bin freier geworden und kann einen Bogen von meiner Geschichte über das Jetzt bis hin in die Zukunft spannen.»


(Barbara Hettich, 24. Januar 2020)

Persönlichkeit entwickeln

Revision – Seminar zur Persönlichkeitsentwicklung in der Kartause Ittingen: Einstiegstag 22. Februar 2020, danach vier Wochenenden im April, Juni, September und November (Anmeldung für die Wochenenden erst nach dem Einstiegstag). Mehr Infos: www.tecum.ch (Link «Wachsen und Heilwerden»). het


Von Jürg Hartmann erfasst am 28.11 2019 21:42

Zum Thema "Glaubensvorstellungen"

Fragen an Buddha Fragen an Allah Fragen an Gott Fragen an Manitou Fragen an Mohammed Fragen an das Göttliche im Menschen Wenn ich mir vorstelle, das Göttliche würde mir gegenübersitzen, was wäre dann? So setze ich mich hin und bitte das Göttliche, mir gegenüber Platz zu nehmen. Die Stühle sind bequem, sehr geeignet, ganz hier zu sein. Ganz. Da sitzen wir zwei, schweigsam, nachdenklich aber ganz da. Mich sieht man gut, mich erkennt man gut, das Göttliche aber lässt weder Worte noch Bilder zu, denn in Worte und Bilder gefasst ist das Göttliche nicht mehr göttlich sondern menschlich. Für unsere Kinder sind die Bilder wichtig und notwendig, für erwachsene Menschen bezweifle ich das ernsthaft. Die Antworten aber, die kann ich hören, vielleicht auch wahrnehmen, das reicht, muss reichen. Und so komme ich zu meiner ersten Frage: «Ich weiss, ich könnte Dich jetzt fragen, warum Du all das Schreckliche, Böse und Teuflische auf dieser Welt zulässt, die Kriege, die Gewalt, Vernichtung und Tod. Doch genau diese Frage stelle ich jetzt nicht. Ich versuch’s also andersherum. Ich frage Dich und nur Dich: Wie kommt es denn, dass wir Dich immer wieder fragen, was ich fragen könnte wie oben erwähnt. Wie also kommt das?» Das Göttliche ist irgendwo im Raum, meine ich, seine Stimme aber kann ich klar und deutlich hören, das ist die Hauptsache, und damit höre ich auch seine Antwort. ES sagt: «Deine Frage ist gut, lieber Mensch, ich denke nach. Kannst Du Dir vorstellen, welcher Art meine Gedanken hier sind?» Ich bin überrascht. Da stelle ich ihm eine meiner ganz wichtigen Fragen und nun soll ich mir vorstellen, was ES meint, was ES denkt. Komisch, ungewohnt, ich weiss nicht recht und bin verwirrt. So antworte ich: «Du siehst, Deine Antwort macht mich wirr, die Worte in meinem Kopf fliegen kreuz und quer und suchen nach einer Ordnung. Das will nun heissen, ich denke nach, ich denke laut nach, dann kannst Du meine Gedanken gleich mithören. Also: Deine Antwort wirkt, ich beginne zu suchen, suche jedoch bei mir und in mir. So weit bin ich im Moment.» Das Göttliche antwortet sofort: «Ganz genau, Du hast es erkannt denn Du suchst bei Dir. Du suchst nicht in den Wolken, hinter denen Du mich vermutest, Du suchst nicht beim Papst, meinem angeblichen Stellvertreter auf Erden, Du suchst nicht aussen, sondern innen, das ist der Punkt!» Damit bin ich wieder allein im Raum, allein mit meinen Fragen, ganz auf mich zurückgeworfen, auf mich gestellt. Vielleicht ist das der Punkt, vielleicht ist das die Antwort des Göttlichen an mich: «Geh auf die Suche, immer wieder, und suche in Dir, mit Dir und natürlich auch zusammen mit anderen Menschen. Doch bleib auf der Suche, immer.»

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