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Spiritualität

«Stille zieht Engel an»

17.11.2020
Seit zehn Jahren ist Walter Büchi im Ruhestand. Der langjährige Präsident der Redaktionskommission des Thurgauer Kirchenboten schenkt den Leserinnen und Lesern eine besondere Weihnachtserzählung mit Engeln in der Hauptrolle.

«Warten ist gut. Erwarten ist schon zu viel.» So beschreibt Walter Büchi gute Voraussetzungen für mögliche Erfahrungen mit den Boten Gottes. Ihn führten die Jahre seiner Tätigkeit als Leiter des «tecum» immer tiefer in die Stille.

Vom SRF in die Kartause
«Eine Weiterbildung am Beginn meiner Tätigkeit beim ‹tecum› gab mir einen entscheidenden Impuls», erinnert sich der frühere Redaktionsleiter des Schweizer Radio und Fernsehens (SRF). «Mich bewegten gerade weltpolitische Themen, vor allem der Kriegsbeginn im Irak, als ich im Kloster Kappel Grundlagen der Meditation erlernen durfte: Stille, Sitzen, Atmen ohne Zwang – das war damals etwas ganz Neues. Diese Erfahrung hat mich tief beeindruckt. Bereits mit einem Bein in der Kartause, war ich davon ‹angesteckt›».

Kontinuität geschaffen
«Dort ist mir ein kleines Büchlein von Christoph Hürlimann begegnet. Und damit kamen die Engel zu mir», erzählt Walter Büchi in Erinnerung an diese Zeit. «Überhaupt waren Bücher für mich eine Quelle der Inspiration.» Er berichtet, dass damals keine Zeit war für längere Weiterbildungen. «Informationen, die ich brauchte, bekam ich über Publikationen. Und ich habe diese Freiheit genossen, mit der ich das ‹tecum› mitgestalten und an die damaligen Bedürfnisse der Menschen anpassen durfte.» Der entscheidende Aspekt sei dabei die Stille gewesen, stellt Walter Büchi fest und zielt damit auch auf das Erbe der Kartause, das es weiterzutragen galt. «Viele Menschen suchten die Stille, konnten sie aber nicht aushalten. Ich habe an der Stille nie gelitten. Damals kamen Leute, die auf irgendeine Weise mit Meditation in Berührung gekommen waren. Sie kamen und gingen wieder. Mir war es wichtig, eine gewisse Kontinuität hineinzubringen. Ich rief eine Meditationsgruppe ins Leben. Diese habe ich bis in dieses Jahr 2020 geleitet.»

Nicht beherrschbar
«Engel lieben die Stille. Sie zieht sie an», sagt Walter Büchi. Die Haltung des Menschen sei für die Erfahrung mit den «guten Mächten Gottes» absolut bedeutsam. «Voraussetzung ist, den Umgang mit ihnen einzuüben», ermutigt Büchi. «Warten. Warten. Sie lassen sich nicht belehren. Nicht beherrschen.» Und er zitiert eine Sequenz aus einem Gedicht von Paul Konrad Kurz: «Manchmal, nachts, ein Anflug, Berührung von Sekunden.» So sei das mit den Engeln. «Die Engel, die ich mag, sind ernst, gross oder dynamisch», erzählt Walter Büchi. «Die Darstellungen an den Klöstern im Nordosten von Rumänien haben es mir angetan. Sie zeigen Engel mit grosser, bewegender Kraft.» Das Bild von einem hat er extra für das Interview von der Wand im Haus abgenommen: «Sie ruhen so in sich. Wie dieser», kommentiert Walter Büchi. «Ähnliche habe ich nur im Südtirol im Benediktinerkloster Marienberg entdeckt. Und dann waren da noch die frühmittelalterlichen Wandgemälde in einem Kartäuserkloster in Slowenien...» Wenn er davon erzählt, ist die Kraft der ihn bis heute bewegenden Begegnungen im Raum spürbar.

Jetzt erst recht
«Engel können bei Dir sein im Leiden, sie können das Heilende in der spirituellen Kraft, die sie bedeuten, spürbar machen», fasst Walter Büchi die Bedeutung der Engel in Worte. Auch am Ende dieses so herausfordernden Jahres werden sie das Wort ergreifen. «Vielleicht ein wenig so wie: Jetzt erst recht!», lächelt Walter Büchi. «Dafür stehen Advent und Weihnachten. Wenn der Engel ins Dunkel der Nacht spricht: Fürchte Dich nicht!»

«Hier gehts zur Weihnachtserzählung Die Besucher»

(Karin Kaspers Elekes)


Von Jürg Hartmann erfasst am 28.11 2019 21:42

Zum Thema "Glaubensvorstellungen"

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Von Fredy Rechsteiner erfasst am 29.09 2020 20:41

Vorsicht, Rücksicht und Zuversicht

Frank Sachweg unterstellt den Corona-Massnahmenkritikern, sie seien assoziale, unverschämte Egoisten und kennen weder Vorsicht noch Rücksicht. Dabei erkennt er nicht, das diese Personen gerade aus Nächstenliebe die übertriebenen Massnahmen ablehnen. Niemand hat etwas gegen Händewaschen usw. Dies ist der Blitzableiter, der schon immer angewandt wurde. Einfach und wirkungsvoll. Die neuen Massnahmen, die nun aber die physische und psychische Gesundheit angreifen und die Abwehrkräfte schwächen, werden mehr Opfer fordern als die sogenannte Pandemie selbst. Das Coronavirus wird Opfer fordern wie jede schwere Grippewelle bisher, aber es ist keine alles dahinraffende Seuche. Wer das um jeden Preis verhindern will, nimmt auch in Kauf, dass für seine Sicherheit 100tausende Kinder verhungern, hunderte Millionen Menschen ihre existenzielle Lebensgrundlage verlieren oder Tausende in den Suizid getrieben werden. Auch die Folgen von Sauerstoffmangel durch Maskentragen (Förderung von Demenz) oder von gentechnisch hergestellten Impfstoffen werden nicht spurlos an uns vorbeigehen. Wenn nun auch noch das Argument aufgegriffen wird, man dürfe niemanden gefärden, muss grundsätzlich alles verboten werden. Autofahrer gefärden, Alkohol gefärdet, sogar ein Bienenstich kann das Leben bedrohen. Vorsichtig, rücksichtsvoll und zuversichtlich wollen wir alle sein. Die Frage ist, was ist unsere Motivation? Ist es die Liebe oder die Angst? Die Bibel sagt dazu: Wirkliche Liebe ist frei von Angst. Ja, wenn Gottes vollkommene Liebe uns erfüllt, vertreibt sie sogar die Angst. Wer sich also fürchtet und vor der Strafe zittert, bei dem ist Gottes Liebe noch nicht zum Ziel gekommen. 1.Johannes 4:18

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