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Leben & Glauben

«Ich lebe!»

26.01.2021
Alleine zu leben, bedeutet nicht automatisch, einsam zu sein: Maria Figi macht Mut, Gottvertrauen zu haben und sich mit der eigenen Lebenssituation zu versöhnen.

Die 84-jährige Maria Figi aus Wängi fühlt sich auch sieben Jahre nach dem Tod ihres Mannes und trotz Distanz in Coronazeiten von Gott und der Gemeinschaft getragen, auch wenn Kontakte zu Söhnen und Enkelkindern sich meist nur noch auf Telefonate beschränken: «Ich fühle mich nicht allein. Ich habe eine liebe, gute Nachbarschaft und eine soziale Kirchgemeinde.»

Grosser Garten, spontane Gespräche
Sie ist ein Beispiel, wie man das Alter und auch das Alleinsein geniessen kann. Sie sei schon oft gefragt worden, was sie denn mache, was sie mit zwei Worten auf den Punkt bringt: «Ich lebe!» Ihr Glaube sei ihr in dieser Situation eine wichtige Stütze. In der Coronazeit geniesse sie ihren grossen Garten besonders, «obwohl ich einmal gesagt habe, ich heirate nur einen Mann ohne Garten», sagt sie mit einem Augenzwinkern und freut sich, wenn sich spontan Gespräche über den Gartenzaun hinweg ergeben.

Verhängnisvolle Tabu-Themen
Maria Figi belegt es: Reden ist Gold. Ihr Gemeindepfarrer und für Seelsorge zuständiger kantonaler Kirchenrat Lukas Weinhold aus Wängi sieht aber gerade hierin ein doppeltes Problem: Obwohl Einsamkeit und Corona in den Medien immer stärker gewichtet werden, stellt er bei den Menschen fest, dass beides Tabu-Themen sind, über die man nicht wirklich persönlich reden möchte. Das kann verhängnisvoll sein. Marko Hurst bestätigt, dass es hilfreich sein kann, Situationen der Einsamkeit – zum Beispiel wenn man in der Isolation oder Quarantäne ist – «erst einmal so zu akzeptieren wie sie sind». Er ist leitender Arzt der Psychiatrischen Dienste Thurgau und des Thurgauer Kriseninterventionszentrums, das die Corona-Hotline betreut. Er sei aber «zuversichtlich, dass es der Grossteil einigermassen gut verkraftet. Ich versuche, diese Zuversicht zu verkörpern. Das ist wichtig, wenn man therapeutisch tätig ist.»

Lesen Sie hier den ganzen Artikel zum Thema «Einsamkeit».

Hier finden Sie das Insist-Magazin zum Thema «Einsamkeit».


Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) Thurgau hat im Zusammenarbeit mit den Landeskirchen und dem Kanton Thurgau eine Videoreihe zum Thema «Einsamkeit» realisiert:

Hier finden Sie weitere Videobeiträge in der SRK-Serie.

 

Lifestyle – oder die Angst, etwas zu verpassen

Ein Lebensstil aus Südkorea schwappt auf Europa über. «Honjok» nennt er sich, propagiert die Kunst allein zu leben und treibt zuweilen sonderbare Blüten bis hin zur «Hochzeit allein». Er zeigt aber auch, dass – gesund gelebtes – Alleinsein durchaus glücklich machen kann. So wie das Paulus bereits in der Bibel mit der geistlichen Gabe der Ehelosigkeit skizziert hat. Benediktinermönch Gregor Brazerol lädt aufgrund eigener Erfahrungen zu einer biblischen Entdeckungsreise ein. Der Benediktinermönch und Leiter der Klostergemeinschaft Fischingen schreibt im Magazin Insist, dass selbstgewählte Einsamkeit «eine eigene Qualität» habe und «neue Zugänge zum Leben » schenke. Ob das alle «Lifestyle-Einsamen» wirklich so im Fokus haben, wagt Thomas Alder, Jugendbeauftragter der Evangelischen Landeskirche Thurgau zu bezweifeln. Das Singlesein als «hipper» Lebensstil habe auch etwas zu tun habe mit der «Multioptions- Gesellschaft»: «Mir fällt auf, dass sich vor allem junge Menschen gerne alle Optionen bis am Schluss offen lassen, aus Angst, das beste Angebot zu verpassen. Das führt dazu, dass man sich weniger verpflichten möchte.» Indes: Gemäss der Schweizer Einsamkeitsstatistik fühlen sich gerade Jugendliche einsam – fast die Hälfte. Thomas Alder: «Was Jugendliche in ihrem Lebensstil möglicherweise verpassen, ist die Erfüllung, die man nur in tiefen, langjährigen Beziehungen findet». sal


Von Jürg Hartmann erfasst am 28.11 2019 21:42

Zum Thema "Glaubensvorstellungen"

Fragen an Buddha Fragen an Allah Fragen an Gott Fragen an Manitou Fragen an Mohammed Fragen an das Göttliche im Menschen Wenn ich mir vorstelle, das Göttliche würde mir gegenübersitzen, was wäre dann? So setze ich mich hin und bitte das Göttliche, mir gegenüber Platz zu nehmen. Die Stühle sind bequem, sehr geeignet, ganz hier zu sein. Ganz. Da sitzen wir zwei, schweigsam, nachdenklich aber ganz da. Mich sieht man gut, mich erkennt man gut, das Göttliche aber lässt weder Worte noch Bilder zu, denn in Worte und Bilder gefasst ist das Göttliche nicht mehr göttlich sondern menschlich. Für unsere Kinder sind die Bilder wichtig und notwendig, für erwachsene Menschen bezweifle ich das ernsthaft. Die Antworten aber, die kann ich hören, vielleicht auch wahrnehmen, das reicht, muss reichen. Und so komme ich zu meiner ersten Frage: «Ich weiss, ich könnte Dich jetzt fragen, warum Du all das Schreckliche, Böse und Teuflische auf dieser Welt zulässt, die Kriege, die Gewalt, Vernichtung und Tod. Doch genau diese Frage stelle ich jetzt nicht. Ich versuch’s also andersherum. Ich frage Dich und nur Dich: Wie kommt es denn, dass wir Dich immer wieder fragen, was ich fragen könnte wie oben erwähnt. Wie also kommt das?» Das Göttliche ist irgendwo im Raum, meine ich, seine Stimme aber kann ich klar und deutlich hören, das ist die Hauptsache, und damit höre ich auch seine Antwort. ES sagt: «Deine Frage ist gut, lieber Mensch, ich denke nach. Kannst Du Dir vorstellen, welcher Art meine Gedanken hier sind?» Ich bin überrascht. Da stelle ich ihm eine meiner ganz wichtigen Fragen und nun soll ich mir vorstellen, was ES meint, was ES denkt. Komisch, ungewohnt, ich weiss nicht recht und bin verwirrt. So antworte ich: «Du siehst, Deine Antwort macht mich wirr, die Worte in meinem Kopf fliegen kreuz und quer und suchen nach einer Ordnung. Das will nun heissen, ich denke nach, ich denke laut nach, dann kannst Du meine Gedanken gleich mithören. Also: Deine Antwort wirkt, ich beginne zu suchen, suche jedoch bei mir und in mir. So weit bin ich im Moment.» Das Göttliche antwortet sofort: «Ganz genau, Du hast es erkannt denn Du suchst bei Dir. Du suchst nicht in den Wolken, hinter denen Du mich vermutest, Du suchst nicht beim Papst, meinem angeblichen Stellvertreter auf Erden, Du suchst nicht aussen, sondern innen, das ist der Punkt!» Damit bin ich wieder allein im Raum, allein mit meinen Fragen, ganz auf mich zurückgeworfen, auf mich gestellt. Vielleicht ist das der Punkt, vielleicht ist das die Antwort des Göttlichen an mich: «Geh auf die Suche, immer wieder, und suche in Dir, mit Dir und natürlich auch zusammen mit anderen Menschen. Doch bleib auf der Suche, immer.»

Von Fredy Rechsteiner erfasst am 29.09 2020 20:41

Vorsicht, Rücksicht und Zuversicht

Frank Sachweg unterstellt den Corona-Massnahmenkritikern, sie seien assoziale, unverschämte Egoisten und kennen weder Vorsicht noch Rücksicht. Dabei erkennt er nicht, das diese Personen gerade aus Nächstenliebe die übertriebenen Massnahmen ablehnen. Niemand hat etwas gegen Händewaschen usw. Dies ist der Blitzableiter, der schon immer angewandt wurde. Einfach und wirkungsvoll. Die neuen Massnahmen, die nun aber die physische und psychische Gesundheit angreifen und die Abwehrkräfte schwächen, werden mehr Opfer fordern als die sogenannte Pandemie selbst. Das Coronavirus wird Opfer fordern wie jede schwere Grippewelle bisher, aber es ist keine alles dahinraffende Seuche. Wer das um jeden Preis verhindern will, nimmt auch in Kauf, dass für seine Sicherheit 100tausende Kinder verhungern, hunderte Millionen Menschen ihre existenzielle Lebensgrundlage verlieren oder Tausende in den Suizid getrieben werden. Auch die Folgen von Sauerstoffmangel durch Maskentragen (Förderung von Demenz) oder von gentechnisch hergestellten Impfstoffen werden nicht spurlos an uns vorbeigehen. Wenn nun auch noch das Argument aufgegriffen wird, man dürfe niemanden gefärden, muss grundsätzlich alles verboten werden. Autofahrer gefärden, Alkohol gefärdet, sogar ein Bienenstich kann das Leben bedrohen. Vorsichtig, rücksichtsvoll und zuversichtlich wollen wir alle sein. Die Frage ist, was ist unsere Motivation? Ist es die Liebe oder die Angst? Die Bibel sagt dazu: Wirkliche Liebe ist frei von Angst. Ja, wenn Gottes vollkommene Liebe uns erfüllt, vertreibt sie sogar die Angst. Wer sich also fürchtet und vor der Strafe zittert, bei dem ist Gottes Liebe noch nicht zum Ziel gekommen. 1.Johannes 4:18

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