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Leben & Glauben

Wiehern statt Muhen

17.08.2021
Thomas Michel war einst Pfarrer im Thurgau. Mitten in der Coronrapandemie ist er mit seiner Frau in die Vorgesen gezogen, um Pferdewagenferien anzubieten.

Die Kirchgemeinde Wigoltingen-Raperswilen war für Pfarrer Thomas Michel die erste Station nach dem Studium. 18 Jahre wirkte er dort. Dann zog es ihn über Thunstetten nach Muhen im Kanton Aargau. Vor Kurzem wagte er mit seiner Frau Corinne Michel-Kundt einen noch grösseren Sprung. Und zwar nach Fontenois-la-Ville in den französischen Vogesen. Dort übernehmen sie zwölf Pferdewagen, mit denen sie Ferientouren anbieten. Die beiden übernehmen ein Geschäft, das in den letzten Jahren heruntergewirtschaftet worden ist und ohne sie wohl hätte schliessen müssen. «Unter anderem, weil keiner im Dorf die Sprache der deutschen und Deutschschweizer Touristen spricht», sagte Thomas Michel gegenüber der «Aargauer Zeitung». Seine Frau und er werden neben den Pferdewagenferien Events und Schulungen für Teams in besonderer Umgebung anbieten.

Covid als Stein oder Vorteil
Zum Betrieb gehören auch ein Bauernhaus aus dem 18. Jahrhundert und 18 Hektaren Weideland. Die zum Einsatz kommenden Comtois-Rösser sind klein und kräftig. Mitten in der Pandemie in den Tourismus einzusteigen, mache den beiden keine Angst, betont Michel. Die Mission sei gewesen, das Geschäft wieder in Gang zu bringen. Covid könne dabei ein Stein im Weg oder aber ein Vorteil sein. Denn jetzt werde eine abgelegene Gegend auf dem Land plötzlich attraktiv für Ferien. (pd)

 

Leserschaftsaktion


Pferdewagenferien bei Thomas und Corinne Michel-Kundt können auf der Webseite www.roulottesfontenois.fr gebucht werden. Die Leserinnen und Leser des Kirchenboten profitieren bei der Buchung im September und Oktober 2021 von zehn Prozent Rabatt. Dafür muss bei der Buchung einfach das Stichwort «Kibo-Rabatt» angegeben werden.


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