Reparieren im Gottesdienst?
Zu seinem Engagement für die «Flickstatt» meint Tömy Gyger: «Reparieren war schon immer mein Ding. Meine beiden Kinder und auch die Grosskinder wussten und wissen, dass wenn etwas kaputt ist, das zuerst von mir begutachtet oder repariert wird. Meist kann es repariert werden.»
Einblick in die «Flickstatt»
Mit dem Slogan «Wertvoll leben – der Mehrwert der Dinge» will die Schöpfungszeit 2026 den ideellen, sozialen und persönlichen Wert ansprechen, den scheinbar alltägliche Dinge in unserem Leben gewinnen und erhalten können.
Der Schöpfungszeitgottesdienst, zu dem die Arbeitsgruppe Schöpfungszeit der Landeskirche am 6. September in die evangelische Kirche nach Neukirch-Egnach einlädt, will einen Anstoss zu einer Kreislaufwirtschaft geben, in der Produkte und Materialien möglichst lange im Umlauf bleiben und Abfälle weitgehend vermieden werden. Konkret wird das Thema im Gottesdienst im Gespräch mit Tömy Gyger, Leiter der «Flickstatt» Egnach.
Die «Flickstatt» ist ein kostenloses Repair Café, in dem ehrenamtliche Profis defekte Alltagsgegenstände reparieren, um Abfall zu reduzieren. Anschliessend an den Gottesdienst besteht die Möglichkeit, in der «Flickstatt» vor Ort Gegenstände reparieren zu lassen und bei einem Apéro noch etwas zu verweilen.
Dankbarkeit als Haltung gefragt
Die Liturgie, die die Arbeitsgruppe Schöpfungszeit der Landeskirche zum Thema «Wertvoll leben – der Mehrwert der Dinge» erarbeitet hat, bezieht sich auf das Bibelwort aus Deuteronomium 8, 10: «Wenn du isst und satt wirst, dann danke dem Herrn, deinem Gott!» Der Text ermutigt zu Dankbarkeit, die den Besitz als Gabe Gottes und nicht als eigene Leistung und Erfolg betrachtet.
Schöpfungszeit-Gottesdienst mit Einblick in die «Flickstatt»
Wann?
Sonntag, 6. September, 9.45 Uhr
Wo?
Evangelische Kirche Neukirch-Egnach
Reparieren im Gottesdienst?