News aus dem Thurgau

«Sind Sie eine Feministin, Frau Famos?»

von Nicole Noelle und Stefan Degen
min
01.02.2026
Rita Famos ist die erste Frau an der Spitze der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS). Nach fünf Amtsjahren hat die EKS-Präsidentin ein Buch über weibliche Führung herausgegeben. Im Gespräch sagt Famos, wo die Kirche der Gesellschaft voraus sei, und beantwortet die Frage, ob sie sich als Feministin bezeichnen würde.

Rita Famos, ein Buch ĂĽber weibliche FĂĽhrung mĂĽsste im Jahr 2026 doch ĂĽberflĂĽssig sein. Weshalb ist es das nicht?

Rita Famos: In vielen evangelischen Kirchen Europas können Frauen ordiniert werden. Aber sie sind noch lange nicht überall in führenden Positionen angekommen. Zudem gibt es Rückschläge in der Gleichstellung: Trends wie Tradwives und die Manosphere.

Darum ist es wichtig, dass wir sagen: Weibliche Führung in Kirchen ist nicht einfach ein Spleen von ein paar Frauen in der Geschichte, sondern eine Entwicklung, die weitergehen muss. Weltweit gesehen sind die evangelischen Kirchen Europas, die Frauen zu allen Leitungsämtern zulassen, eher ein Sonderfall.

Also ist das Buch ein Wink mit dem Zaunpfahl an andere Kirchen?

Kein Wink mit dem Zaunpfahl – das ist mir zu überheblich – sondern eine Ermutigung für Frauen, die weltweit in vielen christlichen Kirchen für Gleichstellung kämpfen.

Nach Ihrer Wahl vor fünf Jahren waren Sie irritiert, weil fast nur darüber berichtet wurde, dass Sie eine Frau sind – weniger über Ihre theologischen Positionen oder Ihre Führungserfahrung. Hat sich das geändert?

Ja, langsam. Jetzt steht nicht mehr mein Geschlecht im Fokus, sondern es wird ĂĽber die Themen berichtet, die mir wichtig sind. Oder sie werden kritisiert, was ja auch gut ist.

Gab es Situationen, in denen Sie dachten: Das wĂĽrde einem Mann nicht passieren?

Als ich 2024 in einem Interview bei Radio SRF sagte, Missbrauch komme auch in evangelischen Kirchen vor, gab es interne Kritik. Ich mache die Kirche schlecht, hiess es. Und dort habe ich mich schon gefragt: Wie wäre es gewesen, wenn das ein Mann gesagt hätte?

Bei Menschen, die die Kirchengeschichte geprägt haben, kommen einem zunächst Männer in den Sinn: Augustinus, Luther, Zwingli, Barth. Liegt das daran, dass Frauen weniger Einfluss hatten – oder daran, dass es vor allem Männer waren, die die Kirchengeschichte schrieben?

Sicher das Zweite. Die Geschichte der Kirche wurde bis vor kurzem vorwiegend von Männern geschrieben. Mittlerweile gibt es aber auch Publikationen, die zum Beispiel die wichtige Rolle der Frauen in der Reformation aufzeigen.

Wir stellen in dieser Ausgabe Frauen vor, die die Kirche geprägt haben. Welche Frau der Kirchengeschichte hätten Sie gerne persönlich getroffen?

Clara Ragaz wäre sicher sehr spannend gewesen. Oder Greti Caprez, die erste gewählte Pfarrerin in der Schweiz. Furna, ihre Kirchgemeinde, wählte sie gegen den Willen der Bündner Kantonalkirche als Pfarrerin. Oder Charlotte von Kirschbaum, Karl Barths Vertraute – wie das für sie war, in ihrer schwierigen Rolle an seiner Seite.

Wichtige Theologinnen für meine Entwicklung waren auch Elisabeth Moltmann Wendel und Dorothee Sölle. Sie zu treffen, wäre inspirierend.

Elise Pfister wurde 1918 ordiniert, musste aber bis vor Bundesgericht – weil der Regierungsrat Frauen als «Nicht-Aktivbürgerinnen» für nicht wählbar hielt. Sie starb 1944, ohne je das vollwertige Pfarramt erlebt zu haben. Die Kirche war dem Staat damals voraus. Wo steht sie heute?

Ich bin stolz, dass der Frauenanteil in unserer Synode höher ist als im Nationalrat. Und 11 von 25 Präsidien der Kantonalkirchen sind in Frauenhand – das übersteigt den Anteil bei börsenkotierten Unternehmen. Wir haben das ohne Quote erreicht, ich denke, hier sind wir nach wie vor der Gesellschaft voraus.

Eine Studie der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen hält fest: Frauen werden häufig Rollen der Fürsorge und des Dienens zugestanden – nicht aber Positionen, die Autorität verkörpern. Wie steht es bei den Schweizer Reformierten?

Bei den strategischen Leitungen haben wir etliche Frauen. Bei den operativen – Kirchenschreiber, Abteilungsleitungen – sind es noch mehrheitlich Männer. Und was ich wirklich bedauere: Der Beruf der Katechetin, oft schlecht bezahlt, mit kleinen Pensen, wird fast ausschliesslich von Frauen ausgeübt. Das sollte sich ändern. Denn ich bin überzeugt: gerade für Männer der Generation Z, die Teilzeit arbeiten und Familienverantwortung übernehmen wollen wäre Katechet, Religionslehrer ein attraktiver Beruf.

Wie sieht es bei informellen Machtstrukturen aus?

Dort können wir uns verbessern. Seilschaften zu bilden und Frauen im mittleren Kader nachzuziehen, ist wichtig. Entscheidend ist nicht, die erste Frau zu sein – sondern nicht die letzte.

Welches Vorurteil gegenĂĽber Frauen bringt Sie auf die Palme?

Viele Männer haben das Gefühl, sie müssten Frauen unter ihre Fittiche nehmen. Im Stil von: «Jetzt schauen wir, wie wir dich unterstützen können – und zeigen dir, wie man das macht.» Oder: «Du weisst schon, wie Kommunikation funktioniert?» Ja, natürlich weiss ich das. Es ist gut gemeint – aber das ist Mansplaining. Da reagiere ich zunehmend allergisch.

Selbstbewusste Frauen scheinen Männer zu verunsichern.

Man wird als Frau viel kritischer beäugt, darf sich weniger Fehler erlauben. Und viele sind irritiert, wenn eine Frau Lust am Streiten hat – dann ist sie gleich eine «Emanze».

Im Buch schreiben Sie, an der Gleichstellung in allen Ämtern und Gremien messe sich die Glaubwürdigkeit der Kirche. Im Klartext: Die Römisch-katholische Kirche macht sich unglaubwürdig.

Meine biblischen Leitsterne sind der Schöpfungsbericht – Gott schuf den Menschen als Mann und Frau, beide nach seinem Ebenbild – und der Galaterbrief: «Da ist weder Jude noch Grieche, weder Sklave noch Freier, nicht Mann und Frau. Ihr seid alle eins in Christus.»

Wenn die Kirche das nicht in allen Funktionen abbildet, verpasst sie etwas. Anselm Grün hat es kürzlich schön formuliert: Theologisch liegt alles auf dem Tisch, was die Gleichstellung von Frauen in allen Ämtern rechtfertigt.

Also finden Sie es unglaubwĂĽrdig?

So will ich es nicht formulieren. Ich kann einer anderen Kirche nicht ihre Glaubwürdigkeit absprechen. Für uns Reformierte gilt aber: Wir wären unglaubwürdig, wenn wir die theologische Gleichwertigkeit von Frauen und Männern bekennen, sie aber nicht in unseren Ämtern und Leitungsfunktionen leben würden. Jede Kirche muss sich dieser Frage selber stellen.

Hand aufs Herz: Ist es den Kirchenmitgliedern eigentlich nicht egal, ob eine Frau oder ein Mann der Kirche vorsteht?

Nein, das glaube ich nicht.

Warum nicht?

Ich glaube, sie sind stolz, einer Kirche anzugehören, die bei der Gleichstellung vorangeht. Gerade heute hat mir eine Frau erzählt, sie sei froh, reformiert zu sein – sie müsse sich nicht für die Kirche entschuldigen, was den Umgang mit Homosexualität angeht, was die Stellung der Frau anbelangt. Das ist also ein Grund reformiert zu sein – aber nicht der einzige.

Sie haben ein Buch über weibliche Leadership herausgegeben. Ist denn «weibliche» Führung das Ziel – nicht einfach eine gute Führung?

Gute Führung ist nur dann gut, wenn sie beide Geschlechter einbezieht. Ich bin eine Verfechterin von durchmischten Teams, nicht nur in Bezug auf das Geschlecht, sondern auch auf Alter und beruflichen Hintergrund. Gute Führung wird leider immer noch mit dem starken Mann verbunden, der sagt, wo es lang geht. Aber ich glaube: In der Krise braucht es starke Netzwerke, nicht starke Autoritäten.

Führen Frauen denn anders als Männer?

Nicht unbedingt. Die Vielfalt, wie Frauen führen, ist riesig – Frauen können auch eher männlich konnotierte Qualitäten aufweisen und umgekehrt. Aber ich merke auch: Das Gespräch mit Frauen über Führung ist anders als mit Männern. Mit Männern geht es schnell darum, einander zu zeigen, was man alles erreicht hat.

Mit Frauen erlebe ich es so, dass wir gemeinsam über unsere Führung nachdenken: Machen wir es gut? Und was können wir besser machen? Das finde ich eine Qualität.

Frauen kommen oft genau dann an die Spitze, wenn eine Institution in der Krise steckt. Vertrauensbeweis oder Fallstrick?

Es ist beides. Aber die Gefahr des Scheiterns ist riesig. Und wenn es nicht läuft, steht die Frau oft als Versagerin da, auch wenn es einem männlichen Kollegen vermutlich ähnlich gegangen wäre.  

Sie selbst wurden 2020 mitten in der Krise um Ihren Vorgänger als EKS-Präsidentin gewählt.

Ja. Es haben nur zwei Frauen kandidiert. Kein Mann. Vielleicht trauen sich Frauen das auch eher zu, in Krisen das Ruder zu ĂĽbernehmen. Weil sie davon ausgehen, dass Leitung immer geteilt ist und nicht auf ihren Schultern allein lastet.

Welche Entscheidung ist Ihnen bis heute am schwersten gefallen?

Ă–ffentlich zu benennen, dass Missbrauch auch in der reformierten Kirche ein Thema ist. Ich habe lange ĂĽberlegt, wie ich das mache. Im Nachhinein war es die richtige Entscheidung. Jetzt haben wir gemeinsame Schutzstandards verabschiedet, eine Studie aufgegleist, wir sind daran Richtlinien fĂĽr Anerkennungsleistungen und eine nationale Kontaktstelle einzurichten.

Heisst das, Frauen sind in der reformierten Kirche heute besser geschĂĽtzt als noch vor fĂĽnf Jahren?

Das hoffe ich – und nicht nur Frauen, sondern auch Kinder und weitere vulnerable Personen. Die Schutzkonzepte sind in Kraft, die Meldewege bekannt. Aber ob Frauen wirklich besser geschützt sind, das werden erst spätere Studien zeigen.

Zur akademischen Theologie: Die meisten Professuren in der Schweiz sind von Männern besetzt. Haben weibliche Perspektiven genügend Stellenwert an den theologischen Fakultäten?

Nein. Es ist wie bei allen Fakultäten: eine leckende Pipeline. Mehr Frauen als Männer studieren Theologie, aber je weiter man die akademische Karriereleiter hochgeht, desto weniger Frauen sind noch da.

Und wo ist das Leck?

Laut einer Studie von Margit Osterloh und Katja Rost – die bei manchen einen Aufschrei auslöste – ist die kritische Phase, wenn Frauen Mütter werden. Viele haben die Sehnsucht, Zeit mit ihren Kindern zu verbringen. Das war bei mir auch so.

Das muss man akzeptieren und Strukturen schaffen, damit Frauen auf diesem Weg nicht verloren gehen. Zum Beispiel mit Jobsharing und Teilzeitarbeit. Dass dies möglich ist, zeigt Stefanie von Orelli in ihrem Essay in meinem Buch auf. Hier haben die theologischen Fakultäten Nachholbedarf.

Dorothee Sölle war eine der profiliertesten Theologinnen des 20. Jahrhunderts – und blieb im deutschsprachigen Raum zeitlebens ohne Lehrstuhl. Ist feministische Theologie noch ein Karriererisiko?

Nein, das glaube ich nicht. Es sind die Strukturen, die Frauen weniger Möglichkeiten geben – nicht der feministische Ansatz. Und ich möchte betonen: Nur weil man Frau ist, interessiert man sich nicht automatisch für feministische Theologie. Die Palette von Themen, die Frauen in der Wissenschaft bespielen, ist riesig.

Was würde sich ändern, wenn es mehr Theologieprofessorinnen gäbe?

Die Perspektive würde breiter: andere Forschungsansätze, eine breitere Themenpalette, mehr Praxisbezug. Und Exegetinnen sind extrem wichtig.

Wozu braucht es denn feministische Exegese?

Um das wieder herauszuarbeiten, was durch die männlich-patriarchale Entwicklung der Kirche verschüttet wurde. Schon in den frühesten christlichen Gemeinden hatten Frauen wichtige Funktionen und Autorität, das sehen wir bei Paulus. In Römer 16 erwähnt er die Diakonin Phöbe und die Apostelin Junia ...

... die manchen Auslegern derart nicht in den Kram passte, dass sie daraus den männlichen «Junias» machten...

Genau. Die Auslegungsgeschichte war fatal. Aber es schimmert noch durch – in den Texten selbst.

Bezeichnen Sie sich als Feministin?

Ich bin eine emanzipierte Frau – das habe ich quasi mit der Muttermilch aufgesogen. Nicht, weil meine Mutter eine Feministin war, sondern weil sie alleinerziehend war und ihre Frau gestanden hat.

Für mich war immer klar: Frauen können alle Funktionen übernehmen. Ich habe von der feministischen Theologie profitiert, die mir eine neue Welt eröffnet hat. Aber ich habe nie selbst feministische Theologie betrieben und würde mich auch nicht als Feministin bezeichnen – sondern als selbstbewusste Frau, die sich für Gleichstellung einsetzt.

War Jesus der erste Feminist?

Jede Epoche sieht in Jesus, was sie sehen will. Mal wird er zum ersten Sozialisten, mal zum ersten Feministen. Aber das sind spätere Zuschreibungen.

Ich würde sagen: Jesus ist unvoreingenommen an Geschlechterbilder herangegangen. Im Lukasevangelium nehmen Frauen eine herausragende Rolle ein. Das ist unbestritten. Leider wurde das durch die männlich-patriarchale Entwicklung der Kirche immer wieder verschüttet.

18 Frauen in FĂĽhrungspositionen kommen in Ihrem Buch zu Wort. Was haben Sie von ihnen gelernt?

Da kommt vieles zu Sprache. Was fast alle berichten: Bevor sie ihre Führungsaufgaben übernahmen, haben sie sich gefragt: Kann ich das? Will ich das? Manche denken, das sei wieder typisch Frau. Aber ich finde: Gute Führungspersonen stellen sich immer wieder diesen Fragen, Frauen und Männer.

Sie schreiben im Buch, Sie stehen auf den Schultern mutiger Vorreiterinnen. Auf wessen Schultern soll Ihre Nachfolgerin einmal stehen?

Auf den Schultern von Frauen – und Männern –, die sich dafür eingesetzt haben, dass Führung paritätisch ist. Und dass die reformierte Kirche wahrgenommen wird als das, was sie ist: eine progressive, theologisch offene, gleichgestellte Kirche. Das gelingt uns noch nicht gut genug. Wir sollten mutiger hinstehen und zeigen, was uns ausmacht.

Zum Schluss: Was geben Sie jungen Theologinnen mit auf den Weg?

Bleibt immer mit einem Bein im Beruf. Geht nie ganz raus. Bleibt zu 50, 60 Prozent arbeitstätig, damit ihr den Anschluss nicht verliert. Damit ihr, wenn der Moment kommt, in Führungspositionen zu gehen, die Erfahrung mitbringt.

Und an die jungen Männer: Gebt eurer Partnerin die Möglichkeit, über 50 Prozent tätig zu sein. Teilt die Verantwortung. Es ist entscheidend, dass unsere Kinder von Frauen und Männern gleichermassen Rollenmodelle mitnehmen können.

 

Buch über Frauen in Führungspositionen

Vor Kurzem ist das von Rita Famos herausgegebene Buch «Leadership – Weibliche Perspektiven» erschienen.

Im Buch kommen 18 Frauen in Führungspositionen zu Wort, darunter Bundesrätin Karin Keller-Sutter, die Zürcher Kirchenratspräsidentin Esther Straub und Antje Jackelén, erste Frau an der Spitze der schwedischen Kirche.

Rita Famos (Hg.): Leadership – Weibliche Perspektiven. TVZ. 284 Seiten. Ca. CHF 32.–. ISBN 978-3-290-18781-1

Unsere Empfehlungen

Ein zweites Leben für alte Dinge

Ein zweites Leben für alte Dinge

Bis 4. Oktober steht die Schöpfungszeit unter dem Motto «Der Mehrwert der Dinge». In der Brockenstube der reformierten Kirchgemeinde Eschenz-Burg sorgt Erika Schwarz dafür, dass Aussortiertes neue Besitzer findet. Der Erlös kommt Hilfswerken und Projekten zugute.
Mit eigener Stimme Ja sagen

Mit eigener Stimme Ja sagen

Meist liegt der Täufling im Arm der Eltern. Manchmal aber steht jemand selbst am Taufstein oder im Wasser: eine Jugendliche, die als Kind nicht getauft wurde und sich vor der Konfirmation dafür entscheidet. Oder ein Mensch mitten im Leben, der auf Umwegen zum Glauben gefunden hat. Erwachsenentaufen ...
Neutralität: Wie strikt solls sein?

Neutralität: Wie strikt solls sein?

Die Neutralitätsinitiative will verhindern, dass die Schweiz Wirtschaftssanktionen mitträgt, wie sie die EU gegen Russland verhängt hat. Aus Sicht der Initianten ist die Schweiz damit zur «Kriegspartei» geworden. Der Bundesrat sieht darin ein Bekenntnis zum Völkerrecht.
Von Fischern und Fischen

Von Fischern und Fischen

Immer wieder ist in Zeiten des Klimawandels von Schöpfungsverantwortung die Rede. Die Berufsfischer am Bodensee nehmen aktiv diesen Auftrag an. An ihrem Alltag lassen sich wie unter einem Mikroskop die gesellschaftlichen Herausforderungen einer nachhaltigen Wirtschaft erkennen.