News aus dem Thurgau

Wegzeichen von Hanna Röthlisberger

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25.09.2022
Seid nicht geldgierig, und lasst euch genügen an dem, was da ist. Denn er hat gesagt: «Ich will dich nicht verlassen und nicht von dir weichen.»

Ich w√ľrde mich selbst nicht als geldgierig beschreiben, aber ich erwische mich immer wieder bei dem Gedanken: ¬ęWenn ich endlich wieder Ferien habe, wenn ich endlich meinen Traumk√∂rper habe, wenn ich endlich die Liebe meines Lebens gefunden habe, oder wenn ich endlich keine Schularbeit mehr machen muss, dann wird mein Leben so viel besser sein und ich werde endlich gl√ľcklich sein!¬Ľ

Ich sehne mich immer nach dem, was ich nicht habe. Doch wieviel brauche ich noch, um gl√ľcklich zu sein? Der Autor des Hebr√§erbriefs erinnert die Leser daran, was Jesus f√ľr uns getan hat. Er will den Glauben der Empf√§ngerinnen und Empf√§nger erneuern und st√§rken, denn sie haben nachgelassen, in ihrem Verhalten und in ihrem Vertrauen auf Gott.

Ich glaube, es ist normal und total menschlich, Phasen zu haben, in denen man eine st√§rkere Beziehung zu Gott hat, und Phasen, in denen es einem schwerer f√§llt. In solchen Zeiten hilft es, sich daran zu erinnern, was Gott bereits alles getan hat: Sei es im pers√∂nlichen Leben, in dem eines Bekannten oder in dem einer Person aus der Bibel. So erinnert auch der Autor des Hebr√§erbriefs an einen Zuspruch von Gott an Josua. ¬ęIch will dich nicht verlassen und nicht von dir weichen.¬Ľ (Josua 1,5) Der Autor will damit seinen Leserinnen und Lesern klar machen, dass Gott immer f√ľr sie sorgen wird.

Wir sollen nicht nach Geld oder anderen weltlichen Dinge streben, wir sollen nach Gott streben, denn er ist der, der f√ľr uns sorgt und uns jeden Tag zur Seite steht. Gott hat Josua versprochen, nicht von seiner Seite zu weichen und das hat er eingehalten. Gott ist ein Gott, der seine Versprechen h√§lt.

Hast du in deinem Leben auch schon so einen Zuspruch von Gott gekriegt? Sei es dein Taufvers, der Vers, den du zu deiner Konfirmation bekommen hast oder sonst eine Ermutigung, wo Gott persönlich zu dir gesprochen hat. Ich will dich ermutigen, dich heute daran zu erinnern und dieses Versprechen von Gott, wieder neu in deinem Herzen aufleben zu lassen.

Das Versprechen von Gott an Josua hat ihn getragen und ihm Hoffnung auf seinem Weg geschenkt, es hat sein Leben ver√§ndert. Ich bin √ľberzeugt, an Gott und seine Zusagen zu glauben, ist eine t√§gliche Entscheidung. Jeden Tag entscheide ich mich neu, Gottes Versprechen f√ľr mein Leben zu glauben und ihm zu vertrauen.

Lasst uns in Erinnerungen schwelgen, was Gott schon alles getan hat und darauf vertrauen, dass er f√ľr uns sorgt, bei allem, was auf uns zukommt. Bei Gott haben wir genug.

 

(Hanna Röthlisberger)

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