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Leben & Glauben

Kein staatliches Feigenblatt

Was meint Markus Hausamann zu den beiden Volksinitiativen für fairer produzierte Lebensmittel und die Stärkung einer vielfältigen kleinbäuerlichen Schweizer Landwirtschaft?

«Einheimische Lebensmittel erfüllen bereits höchste Ansprüche an den Tier- und Umweltschutz sowie ans Arbeitsrecht. Dafür sorgen gut ausgebildete Bäuerinnen und Bauern, eine strenge Gesetzgebung und aufwändige Kontrollen. Diese Qualitätsstrategie ermöglicht uns, uns am Markt von der ausländischen Produktion abzuheben. Die gleiche Qualität auch vom Ausland einzufordern funktioniert nicht. Selbst wenn unsere Bestimmungen in den Herkunftsländern eingehalten würden, kämen die Importprodukte zu tieferen Preisen an die Grenze, weil dort das Lohnniveau, die Bodenpreise und die Preise für Hilfsstoffe bedeutend billiger sind als hierzulande. Sie würden dann als «gleichwertige » Güter am Markt unsere einheimischen Produkte verdrängen. Es ist aber für den Bund schlicht unmöglich, unsere Arbeits-, Anbau- und Tierhaltungsrichtlinien auf fremdem Territorium in der gleichen Güte zu kontrollieren und durchzusetzen. Entsprechende Einfuhrbewilligungen kämen somit einem staatlichen Feigenblatt gleich und die Konsumenten würden getäuscht. Zudem ist die übrige Schweizer Wirtschaft zur Sicherung unserer Arbeitsplätze auf Exporte angewiesen. Es ist im heutigen Zeitalter der bilateralen Handelsabkommen undenkbar, für Lebensmittel geringerer Standards einfach die Grenze dicht zu machen. Letztlich würde die Annahme der beiden Initiativen genau das Gegenteil bewirken, von dem was sie beabsichtigen; eine weitere Verlagerung der Nahrungsmittelproduktion ins Ausland und längere unökologische Transportwege.»

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Von Jürg Hartmann erfasst am 28.11 2019 21:42

Zum Thema "Glaubensvorstellungen"

Fragen an Buddha Fragen an Allah Fragen an Gott Fragen an Manitou Fragen an Mohammed Fragen an das Göttliche im Menschen Wenn ich mir vorstelle, das Göttliche würde mir gegenübersitzen, was wäre dann? So setze ich mich hin und bitte das Göttliche, mir gegenüber Platz zu nehmen. Die Stühle sind bequem, sehr geeignet, ganz hier zu sein. Ganz. Da sitzen wir zwei, schweigsam, nachdenklich aber ganz da. Mich sieht man gut, mich erkennt man gut, das Göttliche aber lässt weder Worte noch Bilder zu, denn in Worte und Bilder gefasst ist das Göttliche nicht mehr göttlich sondern menschlich. Für unsere Kinder sind die Bilder wichtig und notwendig, für erwachsene Menschen bezweifle ich das ernsthaft. Die Antworten aber, die kann ich hören, vielleicht auch wahrnehmen, das reicht, muss reichen. Und so komme ich zu meiner ersten Frage: «Ich weiss, ich könnte Dich jetzt fragen, warum Du all das Schreckliche, Böse und Teuflische auf dieser Welt zulässt, die Kriege, die Gewalt, Vernichtung und Tod. Doch genau diese Frage stelle ich jetzt nicht. Ich versuch’s also andersherum. Ich frage Dich und nur Dich: Wie kommt es denn, dass wir Dich immer wieder fragen, was ich fragen könnte wie oben erwähnt. Wie also kommt das?» Das Göttliche ist irgendwo im Raum, meine ich, seine Stimme aber kann ich klar und deutlich hören, das ist die Hauptsache, und damit höre ich auch seine Antwort. ES sagt: «Deine Frage ist gut, lieber Mensch, ich denke nach. Kannst Du Dir vorstellen, welcher Art meine Gedanken hier sind?» Ich bin überrascht. Da stelle ich ihm eine meiner ganz wichtigen Fragen und nun soll ich mir vorstellen, was ES meint, was ES denkt. Komisch, ungewohnt, ich weiss nicht recht und bin verwirrt. So antworte ich: «Du siehst, Deine Antwort macht mich wirr, die Worte in meinem Kopf fliegen kreuz und quer und suchen nach einer Ordnung. Das will nun heissen, ich denke nach, ich denke laut nach, dann kannst Du meine Gedanken gleich mithören. Also: Deine Antwort wirkt, ich beginne zu suchen, suche jedoch bei mir und in mir. So weit bin ich im Moment.» Das Göttliche antwortet sofort: «Ganz genau, Du hast es erkannt denn Du suchst bei Dir. Du suchst nicht in den Wolken, hinter denen Du mich vermutest, Du suchst nicht beim Papst, meinem angeblichen Stellvertreter auf Erden, Du suchst nicht aussen, sondern innen, das ist der Punkt!» Damit bin ich wieder allein im Raum, allein mit meinen Fragen, ganz auf mich zurückgeworfen, auf mich gestellt. Vielleicht ist das der Punkt, vielleicht ist das die Antwort des Göttlichen an mich: «Geh auf die Suche, immer wieder, und suche in Dir, mit Dir und natürlich auch zusammen mit anderen Menschen. Doch bleib auf der Suche, immer.»

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