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Leben & Glauben

«Etwas Neues ausprobieren»

Christa Ackermann engagiert sich als Leiterin einer PluSportgruppe. Die Menschen mit Beeinträchtigung rückten ihren Alltag immer wieder zureckt, sagt sie. In ihrem Alltag sei ihr das Gespräch mit Gott sehr wichtig.

Christa Ackermann


Alter:
 52
Wohnort: Zihlschlacht
Beruf: Hausfrau, Bäuerin, Gemeinderätin
Kirchliches Engagement: Mesmerin
Mitgliedschaften: PluSportgruppe Weinfelden (Leiterin), Gemeinderätin Zihlschlacht-Sitterdorf
Hobbys: lesen, den Garten mit vielen Blumen für den Kirchenschmuck pflegen, E-Bike fahren

Was gefällt Ihnen am Vereinsleben besonders?
Der Kontakt mit den behinderten Sportlerinnen und Sportlern ist mir sehr wichtig und ich finde ihn sehr wertvoll. Diese Menschen rücken meinen Alltag immer wieder zurecht. Auch Planen ist sehr wichtig, aber oft ist spontanes Umorganisieren gefragt. Dadurch bleibt man sehr geschmeidig. Seit ich im Gemeinderat bin, ist nicht mehr alles schwarz oder weiss. Man hat Einblick in viele Themen, über die man sich vorher noch nie Gedanken gemacht hat.

Was könnte man verbessern in Ihrem Verein?
PluSport Schweiz fordert einen besseren Ausbildungsstand der Leiterinnen und Leiter. Daran sind wir im Team ganz fest am Arbeiten. Im Verein herrscht eine tolle Stimmung, wir feiern dieses Jahr 50 Jahre Plusportgruppe Weinfelden. Im Gemeinderat fallen immer wieder neue Traktanden an. Bei jedem versuchen wir, wenn möglich, gute Lösungen zu finden.

Welchen Beitrag können Ihre Organisationen für die Gesellschaft leisten?
Wir fordern die Sportler auf, etwas Neues auszuprobieren. An Turnfesten werden sie mit nichtbehinderten Sportlern gemischt. Schranken fallen und alle profitieren. In der Politischen Gemeinde versuchen wir mit einigen Anlässen die Einwohner zu unterhalten, zum Beispiel beim Ostereiersuchen im Hudelmoos.

Welche Rolle spielt der Glaube in Ihrem Leben? Können Sie dafür ein konkretes Beispiel nennen?
Ich bin keine grosse Bibelleserin, aber das Gespräch mit Gott ist mir sehr wichtig. Im Alltag gibt es so viele Gelegenheiten, für etwas zu danken oder für jemanden zu bitten. Alle zwei Wochen besuche ich ausserdem eine Frauengruppe, in der intensiv über Gott und die Welt diskutiert und sehr viel gelacht wird.

Gibt es etwas, was die Kirche von Ihren Organisationen lernen könnte?
Die Unbeschwertheit unserer Sportlerinnen und Sportler wünsche ich allen Verantwortlichen in Kirche und Politik. Nicht zu selbstkritisch sein, auch wenn einmal etwas schief geht. Das bezieht sich auch auf mich als Mesmerin und Gemeinderätin.

(29. Oktober 2018, Interview: Pascal Häderli)


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