News aus dem Thurgau

Vertraulich und offen austauschen

von Cornelia Brunner-Scherrer
min
06.09.2026
Mit dem Grosselternsein beginnt ein neuer Lebensabschnitt, der eine Menge neuer und spannender Erfahrungen und Herausforderungen mit sich bringt. Der Grosseltern-Treff schafft Raum, sich mit anderen auszutauschen, Fragen und Erfahrungen in die Runde einzubringen und zu besprechen.

Der Grosseltern-Treff der Reformierten Kirchgemeinde Furttal im Kanton Zürich wird fünfmal jährlich angeboten. Dieser wurde 2023 von der Grossmutter und pensionierten Logopädin und Heilpädagogin, Edith Loosli, initiiert, gemeinsam mit Sozialdiakonin Ariane Schwickert konzipiert, und findet seit April 2024 regelmässig statt. Geleitet wird der überkonfessionelle Treff von Edith Loosli und Ariane Schwickert.

Ariane Schwickert, wie ist das Projekt entstanden?

Die Idee für den Grosseltern-Treff ging von Edith Loosli aus, die sich bereits als Freiwillige in einem unserer Projekte engagierte. Aus dem Bedürfnis heraus, sich mit anderen Grosseltern auszutauschen, suchte sie im Internet nach bereits vorhandenen Möglichkeiten und wurde fündig im Generationenhaus Bern. Nach einem Besuch in Bern stand fest, dass wir ein ähnliches Angebot im Furttal aufbauen möchten.

Was haben Sie mit dem Projekt schon erreicht?

Inzwischen finden die Treffen im dritten Jahr statt und sind fester Bestandteil unseres Angebotes. Viele der Teilnehmenden sind fast jedes Mal dabei, es kommen aber auch immer wieder neue Leute hinzu.

Im Laufe der Zeit hat sich eine Vertrauensbasis entwickelt, die mit sich bringt, dass man sich zusammen offen austauschen kann. Wichtig dabei ist, dass die Schweigepflicht beachtet wird und keine persönlichen Informationen nach aussen gelangen, denn es kann heikel sein, die Familiensituation in einer Gemeinde darzustellen.

Was können andere Kirchgemeinden von Ihrem Projekt lernen?

Sowohl die Bilder von Familie als auch die Vorstellung vom Grosselternsein befinden sich laufend im Wandel. Heutzutage sind Grosseltern oft ein fester Bestandteil des Betreuungsplans.

Der Grosseltern-Treff ermöglicht, mit Betroffenen Erfahrungen auszutauschen und ihre Fragen bezüglich Zusammenspiels von drei Generationen zu stellen und zu klären. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass eine Gruppengrösse von acht bis zwölf Teilnehmenden ideal ist.

 

Grossmütter tauschen sich beim Grosseltern-Treff aus. (Bild: zVg)
Ariane Schwickert und Edith Loosli. (Bild: zVg)

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