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Was tun, wenn nichts mehr planbar ist?

Wie gehen Menschen damit um, wenn in ihrem Beruf wegen der Covid-19-Situation nichts mehr planbar ist? Gibt es Strategien,
die im Umgang mit der Ungewissheit und der Unberechenbarkeit helfen?

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Am nächsten Sonntag ins Theater, in den Sommerferien eine Bergtour und im Herbst das grosse Familienfest zum runden Geburtstag: Die meisten Menschen sind es gewohnt zu planen und freuen sich auf das, was sie sich für die nächsten Wochen und Monate vorgenommen haben. In der Coronakrise ist das anders: Wie die kommenden Monate verlaufen werden, ist ungewiss. Jede einzelne Person, jede Familie oder Gruppe, die ganze Gesellschaft kann keine verlässlichen Pläne machen. Und niemand weiss, wie lange diese unsichere Zeit anhält.

Einzelne Branchen besonders betroffen
Die Coronasituation hat gezeigt, wie schnell sich Sicherheiten in Luft auflösen können. Nichts ist mehr planbar, alles wird ständig wieder über den Haufen geworfen, storniert, abgesagt, verschoben… Es gibt Berufsgruppen und Wirtschaftsbranchen, die von den Massnahmen, die der Staat zum Schutz der Bevölkerung vor der Corona-Pandemie getroffen hat, und von der Ungewissheit, wie es weitergeht, besonders betroffen sind, zum Beispiel die Gastronomie und die Eventbranche.

Denken in Möglichkeiten und Szenarien nötig
Managementsachverständige empfehlen den Verantwortlichen in Wirtschaftsbranchen, die von der Unsicherheit besonders betroffenen sind, in Möglichkeiten zu denken. So seien sie auf möglichst viele Eventualitäten vorbereitet. Günter Müller-Stewens, Professor an der HSG St. Gallen, rät den Chefs, den Mitarbeitenden mit der Strategie auch die eigene Unsicherheit klar zu machen: «Es ist in Ordnung, wenn man sagt, ich weiss es nicht.» Man müsse erklären, von welchen Szenarien und Optionen man ausgehe: «In Zeiten hoher Unsicherheiten gehen sofort die Gerüchte um. Man muss mit Fakten arbeiten und Transparenz schaffen.»

Die Reaktion des Kirchenboten hat zwei Berufsleute, die von der Unberechenbarkeit der Corona-Situation besonders betroffen sind, gefragt, wie sie damit umgehen, dass keine verlässliche Planung mehr möglich ist.

 

 

(Text: Ernst Ritzi, Bild: pixabay.com)

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