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«Christliche Grundsätze» in der Politik

Acht Thurgauer Jungpolitikerinnen und Jungpolitiker, die auf einer jungen Liste für den Nationalrat kandidieren, sollten im Kirchenboten ein Podium erhalten. Drei Jungparteien haben von der Möglichkeit Gebrauch gemacht.

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Junge Menschen aus dem Thurgau kandidieren auf acht jungen Listen für den Nationalrat. Die Jugend ist die Zukunft. Wie sie denkt, muss auch die Kirchen interessieren. Die Redaktion des Kirchenboten stellt im Zusammenhang mit den Wahlen vom 20. Oktober 2019 die Frage, ob und wie weit für den politischen Nachwuchs im Thurgau «christliche Grundsätze» in der Politik und im persönlichen Leben ein Thema sind.

Am Thurgauer Volksschulgesetz orientiert
Der Kirchenbote hat die acht jungen Listen, die bei den Nationalratswahlen im Thurgau zur Wahl stehen, eingeladen, eine Kandidatin oder einen Kandidaten zu delegieren, der oder die sich im Kirchenboten zu folgender Frage äussert: Welche Bedeutung messen Sie «christlichen Grundsätzen» in der Politik und in Ihrem persönlichen Leben zu? Drei Jungparteien haben mitgemacht. Bei der Wortwahl der Fragestellung stützt sich die Redaktion des Kirchenboten auf das Thurgauer Volksschulgesetz, das bei den Bildungszielen in § 2 von «christlichen Grundsätzen» spricht: «Die Volksschule fördert die geistigen, seelischen und körperlichen Fähigkeiten der Kinder. In Ergänzung zum Erziehungsauftrag der Eltern erzieht sie die Kinder nach christlichen Grundsätzen und demokratischen Werten zu selbständigen, lebenstüchtigen Persönlichkeiten und zu Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Mitmenschen und der Umwelt.»

Kirchlich Engagierte äussern sich
Die drei Jungpolitikerinnen und Jungpolitiker, die die Frage nach den christlichen Grundsätzen in der Politik und im persönlichen Leben beantwortet haben, haben etwas gemeinsam: Sie sind alle in der kirchlichen beziehungsweise christlichen Jugendarbeit engagiert. Ihre Antworten zeigen, wie junge Menschen, die einen kirchlichen Bezug haben, ihr politisches Engagement verstehen. Möglicherweise lag es an unserer Fragestellung nach den «christlichen Grundsätzen», die die fünf Jungparteien von FDP, Grünliberalen, Grünen, SP und SVP davon abgehalten hat, an unserem Wahlpodium im Kirchenboten mitzumachen. Unsere Diskussion bleibt damit auf den kirchlichen Kreis der jungen Politik in unserem Kanton begrenzt. Sie ist trotzdem interessant und aufschlussreich. Eigentlich hätten wir uns aber dafür interessiert, wie die kommende Thurgauer Politikgeneration im ganzen Spektrum von links bis rechts die Bedeutung der «christlichen Grundsätze» einschätzt, von denen im Thurgauer Volksschulgesetz die Rede ist.

Lesen Sie weiter unten die Standpunkte der drei Jungpolitikerinnen und Jungpolitiker Joel Hönger, Petra Merz-Helg und Pascale Leuch. Per Kommentarfunktion können Sie zudem Ihre eigene Meinung zu christlichen Grundsätzen äussern.

(Text: Ernst Ritzi, Bild der Bundeshauskuppel: AdobeStock/laviniaparscuta)

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