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Was tun gegen «Food Waste»?

Wenn wir als Christen in Erntedankgottesdiensten für die Ernte und für Gottes Schöpfung dankbar sind, kann uns der «Food Waste» — die Verschwendung von Lebensmitteln – nicht gleichgültig sein.

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Sie gehören in vielen Kirchgemeinden schon fast verbindlich zum Kirchenjahr: Mit Erntedankgottesdiensten danken wir Gott für die Schöpfung und führen uns vor Augen, dass wir von der Natur abhängig sind. Im Vergleich zu früher hat sich das Bewusstsein gewandelt, weil es dank dem Einsatz von Technik und dem weltweiten Handel zumindest in den Industrieländern scheinbar keinen Mangel an Nahrungsmitteln mehr gibt.

Lebensmittel unnötig verschwendet
Jährlich werden in der Schweiz rund ein Drittel aller Lebensmittel verschwendet. Das Wort «Food Waste» steht für die Verschwendung von Lebensmitteln. Durch den Lebensmittelkonsum in der Schweiz fallen im In- und Ausland total 2,8 Millionen Tonnen «Food Waste» pro Jahr an. Allein am Ende der Konsumkette, in den Schweizer Haushalten, gehen pro Person und Jahr rund 90 Kilo essbare Lebensmittel verloren.

Das belastet nicht nur das Portemonnaie mit 620 Franken pro Person und Jahr, sondern schadet vor allem auch unserer Umwelt unnötig. «Food Waste» zeigt, dass unser Umgang mit Gottes Schöpfung problematisch ist. Früchte der Natur werden trotz der weltweiten Unterversorgung von nahezu einer Milliarde Menschen achtlos weggeworfen. Produktion, Verarbeitung und Handel der weggeworfenen Lebensmittel verursachen eine völlig unnötige Umweltbelastung.

Gelegenheit zum Umdenken
Jeder und jede von uns kann zu weniger «Food Waste» beitragen. Voraussetzung dafür ist, sensibel zu werden, das eigene Verhalten zu überdenken, kleine Schritte zu tun und anderen Impulse zu geben. Das Erntedankfest ist gute Gelegenheit zum Umdenken: Es kann zur Dankbarkeit für die Schöpfung und zu einem achtsameren Umgang mit Lebensmitteln anregen. Als «Mutmacher» stellt der Kirchenbote zwei Initiativen vor, die in unserer Region dazu beitragen, dass «Food Waste» - die Verschwendung von Lebensmitteln – verringert werden kann.

 

(Ernst Ritzi, Bild: Adobe Stock / Andrey Popov)

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