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Was hat der Frieden mit Ostern zu tun?

In den 80er-Jahren hiessen sie alle noch «Ostermärsche» – die gewaltfreien Friedenskundgebungen, die über die Ostertage gegen atomare Aufrüstung und Krieg stattfanden. In der heutigen Zeit grösserer geopolitischer Unsicherheiten ist die Frage aktueller denn je: Was hat der Frieden mit Ostern zu tun?

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Spannender Aspekt: Kirchliche Gruppen finden sich bei den unterschiedlichsten Anlässen in Gemeinschaft mit Friedens-, Menschenrechts- und Ökogruppen, aber auch mit Gewerkschaften und Parteien. Der Kirchenbote befragte Organisatoren (Seite 5) und Teilnehmende an Friedensmärschen (Meinungen links und rechts auf dieser Seite), was ihre Motivation und ihr Bezug zum Osterfest ist.

Dialog statt «kapitalistisch-militaristischer Komplex»

Der internationale Bodensee-Friedensweg sieht sich in der Tradition der europäischen Ostermärsche, die von der pazifistischen Anti-Atombewegung der 50er-Jahre in England ausgingen und ihren Höhepunkt in den 80er-Jahren im Zusammenhang mit der Stationierung von amerikanischen Atomwaffen in Deutschland erlebten. Den Schwerpunkt des Bodensee-Friedenswegs 2018 sehen die Organisatoren auf der «lebens- und friedensträchtigen Macht des Dialogs im Unterschied zum kapitalistisch-militaristischen Komplex, dessen bedrohliches Wuchern unser aller Lebensgrundlage» gefährde.

«Pazifistischer Gedanke» in Osterbotschaft enthalten

Die Verbindung zu Ostern wird in den Unterlagen der Organisatoren zum Bodensee-Friedensweg 2018 nicht thematisiert. Wolfgang Buff, Friedensbeauftragter der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, erklärte im Jahr 2014 die Verbindung der Friedenskundgebungen mit Ostern so: «Dass die Demonstrationen an Ostern stattfinden, ist kein Zufall.» Zum einen liege es daran, dass die Menschen über Ostern Zeit hätten. Zum andern seien die «Lebensbejahung» und der «pazifistische Gedanke» in der christlichen Osterbotschaft tief verankert. Daher sei es selbstverständlich, dass die Kirchen seit den ersten Demonstrationen immer wieder dabei gewesen seien.

Die Redaktion des Kirchenboten hat eine Pfarrerin und einen Jungpolitiker aus dem Thurgau gefragt, was sie motiviert, am Bodensee-Friedensweg am 2. April 2018 in Bregenz dabei zu sein und ob sie einen Bezug zum christlichen Osterfest sehen.

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